Archive for the 'Damals, als...' Category

Bend it in 75503 Texarkana

Über einen kalten Abend im Februar 2006.

Die Februarsonne verschwand langsam hinter der stolzen Stahlrohrtribüne. Von August bis Oktober, jeden zweiten Freitag, hatten rund 2000 Zuschauer auf den Bänken Platz genommen. Es gab Hot Dogs, Dr. Pepper und Skittles. Das Football-Team der Hawks bekam zwar Spiel für Spiel die amerikanischen Ärsche versohlt. Doch den High-School-Teens mit ihren gold-schwarz geschminkten Gesichtern machte es spätestens dann nichts mehr aus, als sich der Quarterback das Kreuzband riss und ein milchgesichtiger Zehntklässler seine Position bis zum Ende einnehmen musste. Zuhause gelang zumindest noch der eine oder andere Touchdown. Auswärts in Atlanta, Hooks und Mount Pleasant war man dermaßen unter die Räder gekommen, dass der Sportchef der High School bei jeder Pep Rally, auf der die Mannschaft freitagmittags traditionell mit viel Brimborium auf die Reise geschickt wurde, von nun an eine Ansprache hielt, in der es von „Spirit“ nur so wimmelte.

Jetzt, im neuen Jahr, hatten sie die Concession Stands nicht einmal geöffnet. Der Wind pfiff durchs Stadion direkt hinter der Pleasant Grove Middle School. Die zwei Dutzend Zuschauer, bestehend aus Müttern und ihren Kindern, die noch nicht alt genug waren, um alleine zu bleiben, hatten sich teilweise in Decken gehüllt. Liberty-Eylau war zu Gast. An für sich nicht der wahre Grund, warum an diesem Dienstagabend so wenige Menschen an die Cooks Lane gekommen waren. Hagere Jungs in Stutzen und Stollenschuhe mühten sich über den Platz. Weil sie den Begriff „Football“ dabei so wörtlich nahmen, hatten sich die Amis extra einen anderen Namen dafür ausgedacht. Damit bloß keiner erahnen konnte, worum es beim „Soccer“ geht, ohne selbst vorbeigeschaut zu haben.

Fußball in den USA – zwischen Football und Baseball geparkt

Ich hatte es nur in die zweite Mannschaft geschafft. Unter Berücksichtigung der Tatsache, dass ich im Death Valley des Weltfußballs die Fußballschuhe schnürte, ist das eine durchaus peinliche Leistung. Man könnte es jedoch auch so sehen: Um meine fußballerischen Ambitionen über den Status des reinen Bolzens zu steigern, musste ich extra ein Jahr in den USA verbringen. Immerhin hatte Felix aus Kiel ebenfalls den Sprung ins Varsity-Team verpasst, während Edgar aus Kolumbien und Nias aus der Schweiz den Interims-Fußballern aus Texarkana, Texas, noch einiges beibringen konnten. Soccer war für sie der Überbrückungssport zwischen Football- und Baseball-Saison. Es besagt einiges über den Stellenwert, dass sie die Sportart in die Monate November bis März gepackt haben – wenn sogar im Nordosten von Texas ab und zu der Boden gefriert.

Nachdem uns drei Schulen mit weitaus höherem Anteil an Hispanics regelrecht auseinander genommen hatten, weckte Liberty-Eylau an jenem Abend ernsthafte Hoffnungen auf den ersten Saisonerfolg. Weiße so weit das Auge reichte. Und wir hatten immerhin noch unseren zweckentfremdeten Runningback in der Hinterhand, der schneller war als David Odonkor, jedoch noch häufiger den Ball vergaß. Schnell fiel das 1:0 für uns. Wenig später legte Felix das 2:0 nach. Aufatmen auf der Tribüne – sie hatten ihnen doch deutsche Austauschschüler geschickt, keine Österreicher. Wiederum nur ein paar Minuten danach mischte ich mich zum ersten Mal ins Geschehen ein. So richtig hielt es mich bei all dem Platz in der Mitte nicht mehr auf meiner rechten Außenbahn. Ich zog nach innen, ließ – welch seltenes Gefühl – gleich zwei Gegner stehen und sah links neben mir den völlig freistehenden Felix. 3:0 und mein erster Assist als Legionär auf der anderen Seite des Teiches.

Der deutsche Hattrick sollte nicht lange auf sich warten lassen. Mittlerweile lungerten wir zu Sechst im gegnerischen Strafraum herum. Ein geblockter Schuss landete acht Meter vor dem Tor bei mir. Ich sah keinen Grund, bei diesem Wurm von Keeper und rund 17 Quadratmetern freier Auswahl genauer zu zielen. Der Bann war gebrochen und ich hatte mit 16 Jahren das erste Tor meines Lebens geschossen, das irgendwo irgendjemand notierte. Dass mein Trainer dem Mann von der Lokalzeitung meinen Namen in einer sehr anmutenden Schreibvariante in den Notizblock diktierte, spielt ja keine Rolle.

40 Meter bis zum Ruhm

Vermutlich verließ der Reporter zwischen der 28. und 32. Minute kurz das Stadion. Sonst hätte er nachgefragt, um den Namen dieses deutschen Wunderjungen korrekt in die Texarkana Gazette zu bringen. Die Gegner aus dem Vorort Liberty-Eylau gurkten sich einmal mehr durch die eigene Hälfte. Einmal mehr verließ den Libero die Geduld und er drosch den Ball blind nach vorne. Eine Kopfballverlängerung tippte kurz vor mir auf den Boden. Mangels besserer Ideen beförderte ich den Ball gleich wieder in die andere Richtung, aus gut 40 Metern. Man hat ja dieses Gefühl, wie weit ein Ball fliegen wird, sogar ohne hinzusehen. Ich sah den Balljungen schon zum Zaun weit hinter dem Tor rennen – unfassbar, dass sie dafür bei dieser Sportart extra jemanden abkommandierten, ich aber Fußballschuhe in Größe 48 kaufen musste, weil es im gesamten Laden nur zwei Paare gab.

Doch dort oben in der Luft ging Merkwürdiges vonstatten mit meinem scheinbar verunglückten Befreiungsschlag. Der Schuss wurde lang, länger, am längsten. Und wie eine eckige Ellipse fiel das Ding genau über dem Keeper ins Tor. Physikalisch unmöglich und für mich noch heute unerklärlich. Ich hatte mit dem zweiten Treffer meines Lebens bereits den schönsten erzielt, der mir jemals gelingen würde. Ich konnte die Schuhe an den Nagel hängen. Hätte eigentlich zur Eckfahne in gut 40 Metern Entfernung rennen und jeden gottverdammten Tanz aufführen müssen, den ich jemals bei Ran auf Sat.1 gesehen hatte. Mir fiel jedoch nichts anderes ein, als mit verwirrten Blick meine beiden Zeigefinger in die Luft zu recken. Vermutlich biss ich mir dabei auch noch auf die Zunge und schielte.

Aber ich hatte meine fünf Sekunden Ruhm. Zwei Auswechselbänke, zehn Mitspieler, elf Gegner und 25 Zuschauer hatten es gesehen in 75503 Texarkana, Texas.

PS: Warum ich mich gerade heute daran erinnert habe? In einem Gute-alte-Zeiten-Anflug habe ich gesehen, dass das Stadion an der Cooks Lane hat seinen Dienst mittlerweile getan hat. Seit 2009 steht direkt hinter der High School das „Hawk Stadium“ für 3500 Zuschauer, nagelneu und mit Kunstrasen. Die Tribüne liegt genau auf jenem Hügel, über die uns der Trainer an einem kalten Januarmorgen so oft schickte, dass ich beim Sport so kurz davor war zu kotzen wie nie mehr in meinem Leben.

Gnade aus Nürnberg

Der Kicker klaut uns weiter die Freizeit – und wirft wichtige Fragen auf.

Seit es dieses neue Internetz-Dingens gibt, besitzt manch einer von uns drei Gehirnhälften (oder eben doch wieder nur zwei, weil er, in dem Wissen, eine dritte zu haben, eine seiner beiden ursprünglichen ausgeschaltet hat). Jedenfalls hat Trainer Baade in einem Post darauf hingewiesen, dass Lizas Welt getwittert hat, dass Kicker Online mit seinem Relaunch kürzlich sein gesamtes Bundesliga-Archiv für unsere zwei bis drei Gehirnhälften geöffnet hat.

Bis dahin reichte der Sprung in die Vergangenheit nur bis zur Saison 95/96. Nun darf, wie beim Trainer geschehen, zum Beispiel nach Belieben rumgestöbert werden, wer vor 28 Jahren jeweils “Mann des Tages” wurde. Der Kicker und die Noten – das sind zwei Dinge, die zusammengehören, wie Dalli und Dalli. Mein erstes Bedürfnis war es deshalb, mal nachzusehen, wie die Bewertungen einer legendären Partie am 29. April 1978 ausfielen. Und siehe da: Notenschnitt 1,8 auf der einen, 3,6 auf der anderen Seite.

Man vermutet ein souveränes 4:1 der Gastgeber. Gerade Borussenfans werden aber wissen (gemeint sind ausnahmsweise beide Lager), dass jenes Spiel nicht irgendeins gewesen ist. Die eine Borussia schlug die andere im Düsseldorfer Rheinstadion mit 12:0. Nüchtern wie eh und je veranlasste das den Kicker jedoch keineswegs zu Standardnoten, die für Gladbach gegen 1 und für Dortmund gegen 6 hätten laufen sollen. Wer 32 Jahre danach dreimal ein “befriedigend” in der BVB-Abwehrreihe sieht, der fühlt sich leicht veräppelt.

ABCDEFG – Alphabet 2009

Das Jahr von A bis Z.

A wie Auswärtssieg

Es gab diesen Glückstag im Mai 2008. Doch irgendwann kommt eben die Zeit, wenn man sich nicht mehr an einem 7:1 in Offenbach ergötzen kann. Und so besuchte ich am 14. März diesen Jahres das Derby in Köln, erlebte einen Tag zwischen Himmel und Hölle, zwischen Gladbach und Köln – und feierte den ersten Auswärtssieg meines Bundesliga-Lebens. Dass es mitnichten der einzige des Jahres blieb, gehört zu den wenig beachteten Wundern des Borussenjahres 2009. In Cottbus bewahrte Dante die Borussia vor der Relegation. In Hamburg gab es den ersten Sieg seit 15 Jahren. Zwei Wochen später folgte in Frankfurt Auswärtssieg Nummer vier des Kalenderjahres – zum ersten Mal zwei Erfolge auf fremdem Platz hintereinander seit März 1996. Jetzt könnte ich mich rühmen, bei nur sechs Auswärtsfahrten vier Siege und in Bochum einen Fast-Sieg gesehen zu haben. Doch wer es anders sieht, könnte auch behaupten, ich wäre noch viel zu selten dabei gewesen.

B wie Bienvenue Basala-Manzana

Manchmal genügt bereits eine Geburtsurkunde, um es in einen Jahresrückblick zu schaffen. Der Name von Bienvenue Basala-Manzana (zu Deutsch in etwa „Willkommen Basala-ApfelMazana“) gehört nicht nur zu den schönsten des Jahres. Er steht auch in gewissem Maße sinnbildlich für einen der größten Erfolge im deutschen Fußball 2009. Die U17-Nationalmannschaft wurde, genau wie die U21 und ein Jahr zuvor die U19, im eigenen Land Europameister. Die Yabos, Nserekos, Özils, Boatengs und Becks stehen für ein neues Zeitalter. Ein Zeitalter der fußballerischen Vorzeige-Integration und des DFB-Aufstiegs zum Vorzeige-Ausbilder.

C wie Café King

Nivea ist Deutschlands berühmteste Crème. Jeder kennt die blaue Dose mit der weißen Schrift. Spätestens seit vergangenem Herbst stellt das Berliner Café King die Nivea-Dose der bundesweiten Wettbüros dar. Pape Ante könnte deshalb bald hinter verriegelten Portas sitzen. Denn auch beim zweiten Wettskandal des neuen Jahrtausendes war der Kroate allem Anschein nach mit von der Partie. 32 verdächtige Spiele von insgesamt 1,4 Millionen Jahr für Jahr hält DFB-Präsident Theo Zwanziger demnach nicht für eine besorgniserregende Quote. Immerhin ist es nur 57-mal so wahrscheinlich, dass ein Spiel in Deutschland verschoben wurde, wie Opfer eines Flugzeugabsturzes zu werden. Also, immer cool bleiben, wir haben alles im Griff.

D wie Danke

Gleich zehnmal „Danke“ heißt es in Anette Pfeiffer-Klärles nunmehr weithin bekanntem Gedicht mit dem wenig verblüffenden Titel „Ich danke dir sehr“. Als Geburtshelfer bei dieser zweitgrößten Erfolgsgeschichte der deutschen Literatur nach dem Nobelpreis für Herta Müller betätigte sich kein geringerer als Karl-Heinz Rummenigge, den sie in München seit der Jahreshauptversammlung nur noch „Rainer Maria“ rufen. Wie es zu diesem bösartigen Fall von Plagiarismus gekommen war? Rummenigges Muse Franz Beckenbauer hatte sich aus dem Präsidentenamt verabschiedet. Da können einem schonmal die Pferde durchgehen.

E wie Erfolglosigkeit

Seit vielen Jahren ist Hertha BSC Berlin Sommer für Sommer ein Geheimfavorit bei den Abstiegskandidaten. Auch im Juli 2008 wird so manch ein gewiefter Experte ein paar Euro auf den Hauptstadtklub gesetzt haben. Der beendete die Saison 08/09 sensationell als Vierter. Derart nach oben in der Tabelle dürfte es für den Klub erst wieder im Frühherbst 2010 gehen – wenn sich Oberhausen, Paderborn und Augsburg über den Besuch der alten Damen freuen. Einziger Trost: Ahlen dürfte dann nicht mehr zweitklassig sein.

F wie Fassungslosigkeit

So schön es auch ist, am Ende eines Jahres auf die erfolgreichen oder erheiternden Momente zurückzublicken – es gibt auch immer wieder Ereignisse, die einen völlig aus der Bahn werfen. Weil sie einen so unvorbereitet treffen, dass man weder weiß was man sagen noch was man tun soll. Die Fassungs- und Hilflosigkeit im deutschen Fußball ist wohl noch nie so groß gewesen wie in den Tagen und Wochen nach dem Abend des 10. November 2009. Viele waren sich sicher, sie hätten ein Patentrezept für den richtigen Umgang mit dem Tod von Robert Enke. Leider gestanden sich viel zu wenige ein, dass es keinen Königsweg in der Trauerbewältigung gibt. Dass Trauer persönlich ist und sich nicht gängeln lässt wie ein kleines Kind, das beim Essen die Ellenbogen auf den Tisch stemmt. Der weinende Oliver Bierhoff, der Moment, in dem die Mannschaftskameraden von Robert Enke den Sarg ihres Freundes aus dem Stadion tragen – Augenblicke, die man so schnell nicht vergessen wird. Weil sie uns auf den Boden zurückholten und uns feststellen ließen, dass Fußball zugleich alles und nichts ist.

G wie Grafite

Aus Premiere ist durch die Umbenennung in Sky genauso wenig ein neuer Sender geworden wie aus Raider im Twix-Zeitalter plötzlich ein neuer Schokoriegel wurde. Dass zumindest im Bereich Werbung nicht allzu unfähige Leute sitzen dürften, hat im Sommer jedoch ein Spot der anderen Art gezeigt. Wolfsburg Grafite hatte im April die Bayern-Größen Lell, Ottl, Breno und Rensing zu Slalomstangen degradiert und den schönsten Lauf seit Rosi Mittermaier mit der Hacke abgeschlossen. Bei Sky hatte man nun die Idee, einfach den Ball aus diesem Tanz wegzuretuschieren. Und so fehlte am Ende nur der Schnee in diesem Ballett-Video, um die Volkswagen-Arena nach Kitzbühel zu versetzen. Ach und da war ja auch noch Breno: Slalomstangen sind gemeinhin schlanker. Nochmal zum Genießen

H wie Heynckes

Was verbindet Mirko Slomka mit Jupp Heynckes? Gut, beide waren mal auf Schalke. Aber beide haben im Jahr 2009 auch kein einziges Bundesliga-Spiel verloren. Gleichzeitig müsste Heynckes für Slomka der Grund sein, seine Trainerkarriere zu beenden. Als sich Bayer Leverkusen im Sommer vom Bruno Labbadia trennte, geschah dies mitten in einer Phase, als die Trainer flogen wie LTU-Maschinen nach Mallorca – im Minutentakt. Trotzdem fand sich für Slomka kein geeigneter Platz. Auch nicht in Leverkusen. Bayer landete mit Jupp Heynckes in zweierlei Hinsicht den Trainer-Coup des Jahres. Erstens, weil niemand ahnte, dass der 64-Jährige bei seinem Blitz-Engagement in München wieder derart Blut geleckt hatte. Und zweitens, weil er Bayer Leverkusen prompt zur Herbstmeisterschaft führte. Ungeschlagen, wohlgemerkt.

I wie Ibisevic

Mit 18 Treffern hatte der Bosnier die Hinserie 08/09 abgeschlossen. Es roch nach Gerd Müller. Doch dann riss das Kreuzband von Ibisevic. Die Rückrunde war für den Stürmer aus Hoffenheim gelaufen. Dennoch beendete er die Spielzeit auf Platz fünf der Torjägerliste. 1996 hätte seine Ausbeute sogar für die Kanone gereicht. Manchmal kann eine Verletzung eben auch Beeindruckendes bewirken.

J wie Jako

Siehe hier

K wie Klassenerhalt

31 Punkte – die „Mission 40“ ist im Prinzip gründlich in die Hose gegangen. Machte nichts, weil sich die Borussia in Rekordlust präsentierte. Noch nie hatte ein Verein mit 31 Zählern die Klasse gehalten. Buchstabe L erzählt unter anderem, wie das eigentlich passieren konnte.

L wie Last-Minute-Tor

Das Internet produziert derart viel Scheiße (man kann es nicht anders sagen), dass man es eigentlich manchmal verachten müssten. Doch eine Fähigkeit des World Wide Web merzt all seine negativen Nebenerscheinungen fast im Alleingang aus: Es kann mit Mausklicken Gänsehaut hervorrufen. 89 Minuten und 15 Sekunden sind am 10. Mai 2009 gespielt, als der Borussia-Park ein Erdbeben der Stärke 9,3 auf der Richter-Skala erlebt. Roberto Colautti hat zum 1:0 gegen Schalke getroffen und Gladbach am 31. Spieltag erstmals seit Herbst 2008 wieder auf einen Nicht-Abstiegsplatz befördert. Im Westen geht die Sonne auf und plötzlich scheint sich alles zum Guten zu wenden. Den gänsehäutigsten Moment des Gladbacher Jahres findet man natürlich auf Youtube. Wer die Explosion auf den Rängen spüren will, der schaue sich Version 1 an. Wer zuhören möchte, wie sich ein Radioreporter vor lauter Ekstase in die Berufsunfähigkeit schreit, dem sei Version 2 ans Herz gelegt.

M wie Magath

Ja, er war noch erfolgreicher als Mirko Slomka und Jupp Heynckes. Ja, er hat den VfL Wolfsburg zum Deutschen Meister gemacht. Und ja, womöglich wird er Schalke 04 in den nächsten drei Jahren auch zum Titel führen. Dann wird er erneut im ABC des Jahres auftauchen, ebenfalls unter M – wie Messias.

N wie Neue Auszeichnung

Ein durchaus sinnvoller Einfall der FIFA, das schönste Tor der Saison mit dem neu ins Leben gerufenen Puskás-Preis zu würdigen. Blöd nur, wenn im Zuschauer-Voting anschließend die gesamte Weltbevölkerung im Alter von 9 bis 14 Jahren für einen enttäuschend säkularen Weitschuss von Cristiano Ronaldo abstimmt. Unter G wie Grafite hätte sich ein verdienterer Kandidat gefunden.

O wie Ohrfeige

Wir malen uns aus, Uli Hoeneß hätte sich während eines Länderspiels vor Franz Beckenbauer aufgebaut und dem „Kaiser“ kurzerhand eine Watsch’n verpasst. Unvorstellbar. Im Frühjahr war Michael Ballack in der Rolle des Nationalelf-Kapitäns viel zu verdutzt, um irgendeine sinnvolle Reaktion zu zeigen, als Lukas Podolski in der Waliser Abendluft zum Mike-Tyson-Ähnlichkeitswettbewerb antrat. O tempora, o mores!

P wie Papierkugel

Fußball ist immer dann am schönsten, wenn seine eigentliche Banalität durch ebenso banale Ereignisse gnadenlos aufgedeckt wird. So geschehen im Halbfinal-Rückspiel des UEFA-Cups zwischen dem HSV und Werder Bremen. Hamburg ist in der 85. Minute draußen, weil Werder nach der 0:1-Hinspielpleite nun mit 2:1 führt. Dann will Gravgaard – natürlich nichts ahnend – einen Ball vor der eigenen Grundlinie klären. Das Spielgerät verspringt ihm scheinbar, es gibt Ecke für Bremen. Bei genauerem Hinsehen fällt auf: eine Papierkugel, Relikt einer HSV-Choreografie, hatte sich auf den Rasen verirrt und das Wort Platzfehler pantomimisch dargestellt. Anders als so häufig in der Sportschau brachte die nachfolgende Ecke etwas ein – nämlich das 3:1 für Bremen. Olic gelang noch der Anschlusstreffer. Es hätte das Tor ins Endspiel sein können – wenn eine Papierkugel Minuten zuvor nicht die kurioseste Story des Jahres geschrieben hätte.

Q wie Qualifiziert

Gepriesen seien die ungeraden Jahre. Denn solange im darauffolgenden kein großes Turnier in Deutschland stattfindet, kann man in der Regel auf das Wort „qualifiziert“ zählen, wenn es um das Alphabet eines Jahres geht. Nach dem Spiel gegen Aserbaidschan und vor dem Endspiel in Russland schrieb ich am 10. September: „Eigentlich wäre vor dem Russland-Spiel schon Angstschweiß angesagt. Aber irgendwie trage ich die Hoffnung in mir, dass es ganz nach Gary Lineker am Ende doch wieder gut geht – was für 2010 ebenfalls gelten könnte. Ein anderer Grund, warum in Südafrika dann mehr als das Achtelfinale rausspringen sollte, fällt mir derzeit nicht ein.“ An dieser Haltung, die sich einen Monat später beim 1:0 in Moskau bestätigte, hat sich bis zum Ende des Jahres nichts geändert.

R wie Rückkehr

Der Volksmund spricht gemeinhin nur vom Comeback, wenn jemand seinen Rücktritt vom Rücktritt erklärt oder nach langer Verletzungspause zurückkehrt. Wirklich geprägt hat Lukas Podolski die Bundesliga in den Jahren 2006 bis 2009 nicht. Die Bezeichnung Comeback liegt deshalb trotzdem ziemlich nahe. Doch das Café King hat das C gebucht, weshalb wir ganz unanglizistisch von der Rückkehr sprechen wollen. Bislang kann damit jedoch allerhöchstens die geografische Rückkehr Podolskis nach Köln gemeint sein. Einen einzigen Treffer in 15 Spielen hat der 24-Jährige in der Hinrunde zustande gebracht. Seine 38 Tore aus 139 Erstligaspielen hat er in nur 69 Länderspielen beinahe übertroffen. Beim Auftritt gegen Argentinien im März könnte er gleichziehen. Obwohl: Bekanntlich trifft Podolski im DFB-Dress nur gegen die Kleinen. Womöglich liegt darin auch der Grund für seine Torflaute beim 1. FC Köln: Denn der trifft bekanntlich in etwa so häufig wie Aserbaidschan oder Armenien.

S wie Sinnlosigkeit

Millionen Menschen auf der Welt versuchen seit einiger Zeit, ihr Leben in 140 Zeichen zu pressen. Und ja, irgendwie machen wir alle mit. „Twitter“ ist bei der Leisten-OP dabei, schildert die Eindrücke von Beerdigungen und meldet Verzug beim ersten Verdauungsvorgang nach einigen Tagen Verstopfung. Kurz dahinter auf der Skala mit dem Titel „Was wir schon immer wissen wollten“ rangiert der Tweet „Ansprache beim Abendessen: Kapitän Ballack gratuliert Schäfer nachträglich zur Vaterschaft“. Er muss sich jedoch noch der Mützenfarbe von Arshawin und dem Speiseplan mit „Maultaschen, Filet und Hamburgern“ beugen. Auch Ende 2009 unangefochten auf Rang eins: der Sack Reis aus China. Doch Sinnloses wird manchmal eben genau durch seine Sinnlosigkeit sinnvoll.

T wie Trelleborg

Auf dem Weg nach Texel war es immer ein Genuss, an der Arena von Amsterdam vorbeizufahren. In Paris sucht man nicht zuerst nach dem Eiffelturm sondern nach dem Stade de France. Und wenn man in London die Stufen von St. Paul’s bewältigt, gilt der erste Blick aus der Kuppel natürlich den zahlreichen Stadien in Sichtweite. Warum also nicht einen Abstecher nach Trelleborg wagen, wenn es einen schon zufällig nach Südschweden verschlagen hat? Örebro war zu Gast in der Hafenstadt, deren größte Sehenswürdigkeit scheinbar die Fährverbindung nach Rostock und Sassnitz ist. Auch nach der fünften Nachfrage in Malmö hatte Trelleborg noch immer keinen Bahnhof. Und da die Leidenschaft im Interrail-Urlaub nicht genügend glühte, um einen Bus zu nehmen, blieb es bei der reinen Idee. Demnach durfte ich mich diesen Juli circa 37 Minuten als Groundhopper fühlen.

U wie Unentschieden

Irgendwie steht es einem vermeintlichen perfekten Spiel sehr gut, wenn es unentschieden endet. Denn das ist Fußball: Wenn man die Partie gar nicht hätte spielen müssen, um zu dem Schluss zu kommen, dass es keinen Sieger geben wird, es aber dennoch getan hat, weil 90 Minuten diese Theorie mehr als ad absurdum geführt haben. Liverpool und Arsenal trennten sich im April mit 4:4 an der Anfield Road. Andrej Arschawin hatte viermal getroffen, seine Gunners in letzter Minute auf die vermeintliche Siegerstraße geführt. Doch dann glich Liverpools Yossi Benayoun in der Nachspielzeit aus und setzte einem denkwürdigen Spiel endgültig die Krone auf.

V wie Vehlentscheidung

Damit so etwas künftig am besten gar nicht mehr passiert, testet die UEFA in der Europa League erstmals so genannte Torrichter. Nicht dass der Name Europa League an sich schon blödsinnig genug wäre. Nein, seit dieser Saison ist auch noch ein prallgefüllter VW-Bus an der Entscheidungsfindung des Referees beteiligt. Gegen eine technische Errungenschaft, die einen Bruchteil so groß und vermutlich noch billiger ist, wehren sich die Welt- und Kontinentalverbände dagegen weiterhin mit Erfolg. Die Einführung des Ballchips ist derzeit noch nicht in Sicht.

Wie wie Wunder von Turin

Wie tief muss der FC Bayern gesunken sein, wenn die Zeitungen nach einem 4:1 bei Juventus vom „Wunder von Turin“ sprechen? Wäre ich das „Wunder von Bern“, würde ich sämtliche Gazetten auf Unterlassung verklagen.

X wie Xavier, Abel

Hat derzeit keinen Verein. Los Angeles Galaxy war der 13. auf der Odyssee des Portugiesen.

Y wie Ya Konan, Didier

Tatsächlich gehörte der Ivorer am 12.12. zu den wenigen Hannoveranern, die beim 3:5 in Gladbach ins richtige Tor trafen. Auf der anderer Seite waren 96 nicht nur als erstem Team der Bundesliga-Historie drei Eigentore in einem Spiel unterlaufen (ob ihrer Schönheit möchte man fast sagen „gelungen“). Karim Haggui (2x) und Constant Djakpa erzielten ihre Tore zudem noch von außerhalb des Strafraums. Fast zu schön, um wahr zu sein. Manche Geschichten müssen sich erst in Wirklichkeit abspielen, damit man darauf kommt, sie zu schreiben.

Z wie Zum Abschluss des Jahres…

…noch herzlichen Dank an alle, die hier jeden Tag, regelmäßig oder auch nur dann vorbeischauen, weil sie bei Google verrückte Sachen wie „Robin Hood Kostüm“ eingegeben haben. Möge es 2010 so weitergehen. Kommt gut ins neue Jahr und bleibt gesund!

Weiter machen, immer weiter machen

Ich habe meinen Geburtstag vergessen. Nicht meinen eigenen, aber immerhin den dieses Blogs. Gestern ist “Entscheidend is auf’m Platz” zwei Jahre alt geworden. 464 Posts sind seitdem über meinen Kopf mit den Zwischenstationen Finger und Tastatur im Netz gelandet. Macht im Schnitt 4,5 Posts pro Woche.

In diesen zwei Jahren habe ich mir oft Gedanken gemacht, wie lange ich diese Seite wohl regelmäßig füllen und mit Spaß bei der Sache sein werde. Werde ich mit 31 noch am Schreibtisch sitzen oder mit dem Laptop auf den Knien vor dem Fernseher? Das Leben ist jedoch viel zu unvorhersehbar und auf erfrischende Weise überraschend, um so etwas in meinen Augen prophezeien zu können. Geschweige denn zu wollen.

Ich habe mit 18 angefangen, war damals angehender Abiturient. Mit 19 bloggte ich als Zivildienstleistender. Nicht aus dem Altenheim, aber immerhin nach Feierabend. Jetzt, mit 20, bin ich Student, von zuhause ausgezogen und im dritten Lebensabschnitt während meiner zweijährigen Bloggerzeit angelangt. Dass ich noch immer mit unverminderter Freude dabei bin, werte ich jetzt einfach mal als Zeichen dafür, dass diese Sache auf einer gewaltigen Portion Nachhaltigkeit fundiert.

An dieser Stelle möchte ich natürlich wieder all jenen danken, die regelmäßig hier vorbeischauen. Wenn meine Texte die Luft zum Atmen für diesen Blog sind, dann dürften Leser und Kommentierende das täglich Brot sein. Sorry für diese Ladung Pathos. Aber ohne geht es nicht. Also, vielen Dank!

Manche Leute nutzen Jubiläen und Jahrestage gerne, um in Erinnerungen zu schwelgen, um vielleicht ein Fotoalbum aus dem Schrank zu holen. Wer Lust hat, kann auf den nachfolgenden Links ein wenig blättern. Ein “Best of” will ich es nicht nennen. “However, definitely not a ‘Worst of’” vielleicht?

“Mund abputzen” – 15. Oktober 2007
“Von ominösen Töpfen, abtrünnigen Österreichern und Lehmanns Pläte” – 22. November 2007
“Hochgejubelt, tief gefallen” – 9. Februar 2008
“Fohlengeflüster (22): Wie gewonnen, so zerronnen” – 10. April 2008
“King Kahn tritt ab” – 21. April 2008
“Der deutsche Titelkorridor – von 0° bis 13° Ost” – 23. April 2008
“Fohlengeflüster (26): Das letzte Abenteuer” – 6. Mai 2008
“EM-Tagebuch (41) – 6:7″ – 30. Juni 2008
“EM-Tagebuch (45) – Schlussstrich” – 4. Juli 2008
“Skandal um Marlies” -13. Juli 2008
“Mission 40/7: C’est le Geschäft!” – 5. Oktober 2008
“Im Sog der Masse” – 1. November 2008
“Ziege hat keinen Bock mehr” – 15. Dezember 2008
“Des Königs’ neue Spieler (1, 2, 3, 4, 5)” – 29. Januar 2009
“Mission 40/23: Wende in der Warteschleife” – 8. März 2009
“Mission 40/27: Drehbuch eines Derbys” – 15. März 2009
“96″ – 15. April 2009
“Mission 40/32: …in Heiserkeit. Amen” – 15. Mai 2009
“Wenn der letzte Pfiff in Anpfiff ist” – 30. Mai 2009
“Im Zweiten wird’s wohl besser – 1. Akt: Viertausenderbesteigung mit Atemnot” – 11. August 2009
“Streifen, wilde Tiere und ein Swoosh” – 16. September 2009

Heute vor einem Jahr…

…ist die Borussia in die Bundesliga zurückgekehrt.

Am 7. Mai 2008 wurde Wehen mit einem 3:0 nach Hause geschickt. Der dritte Bundesligaaufstieg der Vereinsgeschichte war perfekt. “Es ist vollbracht“, hieß es auf dieser Seite, die damals noch eine andere war.

Nun hat man sich im Prinzip gerade erst an die wiedererlangte Wonne der Erstklassigkeit gewöhnt – schon ist es vielleicht bald wieder vorbei. “Wieder zuhause” lautete seinerzeit der Slogan auf den Aufstiegs-T-Shirts. Mittlerweile hat es den Anschein, als seien T-Shirts mit eben jenem Aufdruck bei einem erneuten Niedergang viel angebrachter. Die Borussia wirkt anno 2009 etwas heimatlos.

Aber wir wollen nicht moppern. Das Kind hängt zwar nur  mit einem Finger am Brunnenrand – noch ist es jedoch nicht gefallen.

Warum die Mauer wirklich fiel

“In der Saison 1989/90 wurden die Achtelfinals am 9. November 1989 ausgetragen. Nachdem zunächst die Viertelfinalteilnehmer des DFB-Pokals ermittelt wurden, und beispielsweise der VfB Stuttgart den FC Bayern München im Südderby mit 3:0 aus dem Pokal warf, wurde im späteren Verlauf des Abends die Berliner Mauer geöffnet.” – aus Wikipedia

Fazit: Stuttgart gegen Bayern reißt Mauern ein. Und die berühmte Pressekonferenz von und mit Günter Schabowski ist schlichtweg hochsterilisiert worden. Wie gut, dass es Wikipedia gibt.

Rekordmeister im Sechserpack – von Leipzig über Nürnberg bis München

Die Geschichte kaum eines anderen Fußballverbandes dieser Welt dürfte sich so zerstückelt lesen wie die des DFB. Politische, gesellschaftliche und sportliche Veränderungen gab es in den letzten 109 Jahren zu Hauf. Seit 1900 hat der größte Sportverband der Welt alleine sechs verschiedene deutsche Staatsformen miterlebt und überlebt (nach 1945 dauerte es jedoch vier Jahre, bis er seine Wiedergeburt feierte).

Die Antwort auf die Frage nach dem Rekordmeister ist so bekannt wie die Bundeskanzlerin. Doch wer dominierte eigentlich zu Kaisers Zeiten – nein, nicht in den 60ern und 70ern, sondern von der Gründung bis 1918? Wer hatte in der Weimarer Republik eine sportlich herausragende Zeit? Wer war oben auf von 1933 bis 1945, als auch der Fußball dunkle Jahre durchmachte? Wer hatte in den Nachkriegsjahren vor der Gründung der BRD die Nase vorn? An wem kam im geteilten Deutschland bis 1989 niemand vorbei? Und wer ist seit der Wiedervereinigung das Nonplusultra? Sechs Abschnitte in der Geschichte Deutschlands – sechs Rekordmeister.

Jahreszahlen beziehen sich auf die Meisterschaftsentscheidungen in jener Zeit

Deutsches Reich (1903-1914):
VfB Leipzig (3x)
Berliner FC Viktoria 1889 (2x)

1. Weltkrieg
keine Austragung von 1915-1919

Weimarer Republik (1919-1932):
1. FC Nürnberg (5x)
SpVgg Fürth, Hamburger SV, Hertha BSC (je 2x)

Drittes Reich (1933-1944):
Schalke 04 (6x)
Dresdner SC (2x)

2. Weltkrieg und Nachkriegszeit
keine offizielle Austragung von 1945-1947

Besatzungszeit (1948):
1. FC Nürnberg (1x)

Bundesrepublik Deutschland (1949-1989):
Bayern München (10x)
Borussia Mönchengladbach (5x)
Hamburger SV (4x)
VfB Stuttgart, 1. FC Köln, Borussia Dortmund (je 3x)
Werder Bremen, 1.FC Kaiserslautern (2x)

Wiedervereinigtes Deutschland (1990-2008):
Bayern München (10x)
Borussia Dortmund (3x)
VfB Stuttgart, 1. FC Kaiserslautern, Werder Bremen (je 2x)

PS: Demnach habe ich in meinem Leben erst fünf verschiedene Vereine mit der Schale in der Hand gesehen. In den letzten 40 Jahren holten gar nur acht verschiedene Klubs den Titel – alle mindestens zweimal. Da beschwere sich nochmal einer über die Top Four in England. Seit 1968 gab es dort übrigens gleich zehn verschiedene Meister.

“Fünf Sekunden auf dem Platz”

Die Gebrüder Grimm drehen sich Grabe um”, steuert Marcel Reif im Jahre 1997 seinen Teil zur Legendenbildung bei, kurz nachdem Lars Ricken per Lupfer das 3:1 im Champions-League-Endspiel gegen Juventus erzielt hat. “Fünf Sekunden auf dem Platz, fünf Sekunden”, war es ihm sofort entfahren. Sorry, Herr Reif: Aber es waren genau 17.

Fünf Jahre später hat er jedoch dazugelernt. Am letzten Spieltag der Saison 2001/02 trifft Ewerthon als Joker zum 2:1 gegen Bremen und bringt die Dortmunder Meisterschaft unter Dach und Fach. “Also Freunde, das müsst ihr selber nachgucken, wie viele Sekunden der auf dem Platz”, umgeht Reif diesmal das 5-Sekunden-Fettnäpfchen.