Monthly Archive for April, 2009

Trend zur Treue, eigentlich

Meyer für Luhukay: Von 18 auf 14 und wieder runter auf 17.

Babbel für Veh: Von 11 auf 4.

Büskens/Mulder/Reck für Rutten: Von 8 auf 6.

Heynckes für Klinsmann: Von 3 auf…?

Erst vier Trainerwechsel hat es bisher gegeben in dieser Spielzeit. Die Entlassungsrate geht somit nicht ganz konform mit der Lage auf dem Arbeitsmarkt. Alle Mitglieder des geschassten Quartetts standen bei “großen” Vereinen unter Vertrag – für drei von ihnen galt das auch im sportlichen Sinne. Zwei kommen aus Holland, zwei sind in ihrer ersten Saison gescheitert.

Drei ihrer Nachfolger arbeiten bzw. arbeiteten als Interimstrainer – einer ist zum Chef aufgestiegen, einer könnte es ihm gleichtun, letzterer auf keinen Fall.

Gerade im Tabellenkeller geht der Trend zur Treue. Sechs von sieben Vereinen, die einen nicht unerheblichen Teil der Saison im Abstiegskampf verbracht haben, standen und stehen zu ihrem Trainer. Womöglich ist ihnen aufgrund der massiven Leistungsabwesenheit in den unteren Regionen gar nicht aufgefallen, was für eine schlechte Saison sie eigentlich spielen. Einer der Kandidaten beginnt mit K.

Nur einer tanzte also aus der Reihe. Objektiv gesehen und an den reinen Zahlen gemessen, hat es ihm wenig eingebracht – einen einzigen Tabellenplatz. Ein weiterer jedoch würde genügen, um eine Mission womöglich noch zu einem guten Ende zu führen. So gnädig zeigt sich das Schicksal mit der Borussia.

Mission 40/29: Unterm Strich

Gegen Bielefeld lässt Gladbach erneut zwei wichtige Punkte liegen und verpasst zum fünften Mal in Folge den Sprung auf Platz 15. Warum der größte Strohhalm zugleich eine Farce ist, hoffentlich niemand über ein Meer aus Pusteblumen schwebt und rote Ampeln keine Schuld mehr trifft.

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Ich bin desillusioniert, frustriert und konsterniert – Wörter auf -iert sind für mich gerade so etwas wie medizinische Fachbegriffe, die mich als wahres Wrack kennzeichnen. Mit wenig Hoffnung, viel Enttäuschung, aber ohne Gedanken an finale Resignation.

Zum Glück kann ich behaupten, ein Spiel gesehen zu haben, dass es nicht wert ist, noch einmal von vorne bis hinten rekapituliert zu werden. Selbst wenn ich wollte, würde sich nur wenig um Torchancen, sehenswerte Kombinationen und packende Zweikämpfe drehen. Gladbach 1, Bielefeld 1 – wer auf das magere Chancenverhältnis schielt und sich ganz tief in den Zynismus hineinwagen will, der darf durchaus behaupten: Eineinhalb kaltschnäuzige und abgekochte Mannschaften haben sich am frühen Sonntagabend im Borussia-Park gemessen. Für die einen bedeutete ein gewonnener Punkt zwei verlorene. Die anderen glaubten, mit dem Zähler leben zu können, und stecken trotzdem tiefer im Schlamassel als zuvor.

Fünfmal in Folge hätte die Borussia den Sprung auf Platz 15 packen können. Fünf Satzbälle in Folge hat sie vergeben, die Zahl der Unforced Errors steigt ins Bodenlose. Der größte Strohhalm ist zugleich eine Farce. Denn obwohl der VfL nur zwei Zähler in den letzten sechs Wochen geholt hat, ist er weiterhin mittendrin im Geschäft. Dass er trotz eines Punktgewinns zu den großen Verlierern des Wochenendes zählt, ist überhaupt nur zwei Sensationserfolgen von Cottbus und Karlsruhe zu verdanken, die die virtuelle Tabellenkalkulation eines jeden Hobbyrechner über den Haufen geworfen haben.

Zensur auf der Anzeigetafel

Cottbus gewinnt also zuhause gegen Wolfsburg und zeigt Gladbach nicht nur, wie man gegen den Spitzenreiter punktet. Zugleich sorgt Energies 2:0-Überraschungserfolg nämlich auch dafür, dass die längste Siegesserie der Bundesligageschichte weiterhin in Borussenhand bleibt. Wobei eine weitere Löschung aus den Rekordlisten angesichts der tristen Gegenwart nicht unbedingt ein Verlust gewesen wäre. Sie hätte vielmehr eine Befreiung von der Bürde unserer ruhmreichen Vergangenheit sein können. So bleibt der Rekord und Cottbus ist plötzlich zwei Punkte enteilt.

Die beiden Treffer der Lausitzer hatte man den 50.000 im Borussia-Park eiskalt vorenthalten. Dabei hätte zweimaliges Pferdewiehern, gefolgt von entsetztem Stöhnen und Geschrei, nur allzu gut ins trostlose Bild des Spiels gepasst. Vielleicht wäre den kopflosen Borussen auf dem Platz sogar endlich ein Licht aufgegangen und sie hätten tatsächlich realisiert, dass es ums nackte Überleben geht. Und nicht um die Tombola auf der Jahreshauptversammlung des örtlichen Schützenvereins.

Genauso entmutigt und überzeugend wie ein Straßenfeger-Verkäufer in der Berliner U-Bahn forderte Stadionsprecher Knippertz das Stadion immer wieder auf, die Mannschaft anzutreiben. Sein Bemühen war zwar ehrenwert, verlief jedoch im Sand. Knippertz hat schlichtweg übersehen, dass nur das Blut desjenigen in Wallung gebracht werden kann, durch dessen Adern überhaupt noch welches fließt. Dabei dürfte die Bedeutung des Wortes „blutleer” relativ einleuchtend sein. Gemeint sind natürlich nicht 50108 auf den Rängen, sondern 11 plus 3 auf dem Platz.

Ein Spiel wie 1000 Metaphern – das 4-2-4-0-System

Einmal mehr war es ein Spiel, dessen apokalyptisches Ausmaß von zig Metaphern beschrieben wird. Zwei kleine vorneweg: Bielefelds Tesche erzielte im 21. Einsatz mit seiner 7. Großchance der Saison sein erstes Saisontor, erst das zweite überhaupt in seiner Laufbahn, und Keeper Eilhoff verbuchte die meisten Ballkontakte aller Arminen.

Das Meisterwerk aller Meisterwerke jedoch: die Startaufstellung. Roberto Colautti war als Friend-Ersatz nach drei torlosen Spielen heftig in die Kritik geraten, Alternativen machten sich entweder rar oder erschienen keine Überlegung wert. Doch eine entscheidende hatte alle Welt fahrlässig übersehen. Wenn die einzige Spitze nicht trifft und kein Ersatz in Sicht ist, warum dann nicht einfach ganz ohne Mittelstürmer auflaufen? Gesagt, getan. Gladbach begann im brandneuen 4-2-4-0-System – mit unveränderter Viererkette, einer Methusalem-Doppelsechs und einer wirren Angriffsreihe, die Matmour als formelle Spitze sah. Ein schlaksiger Dauerläufer als Mittelstürmer? Das führt die Definition dieser Gattung von Spieler gehörig ad absurdum.

Beschwerden über eine zu kurze Nachspielzeit sind durchaus angebracht. Denn die ersten zwölf Minuten haben praktisch nie existiert, fallen aufgrund von elendiger Passivität und grausamen langen Bällen also auf jeden Fall unter den Tatbestand der „absichtlichen Zeitvergeudung”. Sprich, sie hätten oben drauf gepackt werden müssen. Das Führungstor durch Matmour, seines Zeichens eben doch ein echter Strafraumstürmer und Goalgetter, fiel so sehr aus dem Nichts, dass mein Hirn erst nach wenigen Augenblicken den Befehl „Jubeln!” an meine Nervenzellen geschickt hat. Damit war nun wirklich nicht zu rechnen.

Nur Geduld: Klassenerhalt am 37. Spieltag

Die Frustration reichte am Ende so weit, dass ich in der zweiten Hälfte nach einem rüden Foul von Bielefelds Marx sogar entrüstet aufsprang und vehement Gelb-Rot für Kapitän Kauf forderte. Ich plädiere hiermit dafür, dass höchstens ein Spieler pro Mannschaftsteil blondierte Haare tragen darf. Immerhin konnte ich mir für den wütenden Hechtsprung und das laute Fluchen drei Weight-Watchers-Punkte für sportliche Betätigung anstreichen. Man nimmt eben alles mit, wenn sich Punkte ansonsten rar machen.

Mit gutem Gewissen kann ich mir jegliche Details des Spielverlaufs sparen, ohne dabei irgendeiner Form der Chronistenpflicht auf den Schlips zu treten. Gladbachs uninspiriertes Anrennen in Hälfte zwei erinnerte mitunter ans vorletzte Heimspiel gegen Bochum. Mit dem Unterschied, dass sich damals die Einschussmöglichkeiten häuften und das Spiel dennoch verloren ging. Diesmal also ein Zähler gegen einen direkten Konkurrenten trotz chronischer Espritlosigkeit – na wenn das kein Fortschritt ist. Diese konstante Entwicklung in die richtige Richtung könnte der Borussia spätestens am 37. Spieltag den Sprung auf einen Nichtabstiegsplatz bescheren. Geduld ist also der Schlüssel zum Erfolg.

Die letzte Aktion des Spiels brachte unterdessen eine weitere Metapher mit schier unerschöpflichem Nährwert. Alexander Baumjohann, bis auf seine Vorlage zum 1:0 so blass geblieben wie ein Engländer bei dreijähriger Sonnenfinsternis, wirbelte mit viel Verzweiflung ein letztes Mal durch den Bielefelder Strafraum. Entweder verließen ihn dann die Kräfte, oder aber er hatte etwas dagegen, im Prinzip zwei Heimspiele in Folge vor der Brust zu haben. Also sank er nieder, kassierte die fünfte Gelbe und wird damit in München, bei seinem zukünftigen (Kurz-)Arbeitgeber, nicht mit von der Partie sein. Vielleicht wollte er auch nur sichergehen, dass er eine Woche darauf, beim Aufeinandertreffen seines Ex-Vereins Schalke und seines baldigen Ex-Vereins Gladbach, auf jeden Fall dabei sein kann. Im Zweifel für den Angeklagten.

“Man liebkost sich selbst nicht mehr mit Ritualen und billigen Ausreden, sondern fühlt sich unterm Strich einfach nur verarscht.”

Meine Wut und meine Enttäuschung reichen mittlerweile so weit, dass ich nicht einmal mehr daran denke, die Schuld an der Niederlage in die Schuhe von roten Ampeln und besetzten Parkplätzen zu schieben. Auch wenn sich die Trance mit jeder Menge Sarkasmus überbrücken lässt, fördern Verzweiflung und Ratlosigkeit gleichzeitig das rationelle Denken zurück an die Oberfläche.

Man liebkost sich selbst nicht mehr mit Ritualen und billigen Ausreden, sondern fühlt sich unterm Strich – so hart es klingt – einfach nur verarscht. Es lebe die Aufklärung, Kant wäre stolz auf mich! Mit den Gedanken im Hinterkopf, dass ich trotzdem diese Zeilen hier tippe, meine Dauerkarte noch nicht in Einzelteile zerlegt habe und nächsten Samstag wieder vor dem Fernseher sitzen werde, muss ich mich für Gefühle dieser Art hoffentlich nicht rechtfertigen.

Es ist gewiss nicht der Fall, dass mich ein 1:1 gegen Bielefeld und der Sturz auf einen Abstiegsplatz von jetzt auf gleich mit dem Thema Klassenerhalt abschließen lassen. Doch momentan stehe ich, stehen wir im Prinzip alle vor den Trümmern einer Saison, deren schlechten Ausgang einzig und allein die Mannschaft selbst zu verantworten hätte. Kein Pech, kein Schicksal. Wer das verneint, der muss in einer Fußballwelt voller schwarz-weiß-grüner Brillen leben, in der er Tag für Tag über ein Meer aus Pusteblumen schwebt und sich vormacht, alles sei in Butter.

Zum Glück steigt man, nur weil sportlich so manches im Argen liegt, nicht automatisch ab, sonst müsste es ja jedes Jahr fünf, sechs Mannschaften treffen. Karlsruhe, Gladbach, Bielefeld oder Cottbus – die Entscheidung über das Schicksal dieses Quartetts wird an den verbleibenden Spieltagen zum Glücksspiel mit dem Feuer, das am Ende wohl vor allem im Kopf entschieden wird.

Grab oder Denkmal – eine facettenreiche Baugrube

Und weil in sportlicher Hinsicht außer Spesen wenig gewesen ist, noch zwei Anekdoten von abseits des Platzes. Das vierstündige Funkloch der Telekom hat allen 40 Millionen Kunden eine Frei-SMS für den Sonntag beschert. Bezeichnend, dass ich davon Gebrauch machte, um Nils – halb feststellend, halb um Bestätigung bittend – folgende Nachricht zu schicken: „Cottbus führt?!”. Das Fragezeichen war leider überflüssig.

Vor zwei Wochen gegen Wolfsburg rief mich ein gerupfter Fasan vor dem Stadion auf den Plan und verursachte intensive Recherchen nach seiner Bedeutung. Diesmal sorgte eine riesige Baugrube im Nordosten des Borussia-Parks für Fragezeichen auf so mancher Stirn. Ein Hotel, ein Zweitligastadion, eine Trainingshalle vielleicht? Vor lauter Frustration wirkte das Loch zwei Stunden später wie ein ausgehobenes Grab.

Noch liegen fünf Spiele vor der Borussia – hammerhart, schwer, machbar, herausfordernd und schwer. Fünfzehn Punkte sind zu vergeben. Am Ende werden sie darüber entscheiden, ob auf der Baustelle nicht vielleicht doch ein Nichtabstiegsdenkmal entsteht.

Redewendung gone wrong

Ziel für Morgen: Genauso viel Spielwitz auf dem Platz zeigen
frontzeck

Bin gespannt, ob sich der Verein morgen auch den alten Gag leistet und Frontzeck einen Fön als Rückkehrer-Präsent überreicht.

via borussia.de

Suche Torwart, zahle max. 12 Mio., Preis egal

Drei Millionen, zwölf Millionen, fünfzig Millionen – der geneigte Fußballbeobachter weiß mittlerweile ganz genau, ab welcher Ablösesumme ein Aufschrei angebracht ist, verbunden mit der Frage, ob ein Mensch mit Stollenschuhen, Stutzen und Trikots überhaupt soviel wert sein kann. Nur manchmal, da weiß er gar nicht, wann er “Stopp” rufen soll.

Der 25-jährige Linksverteidiger vom Bundesligaklub aus dem gesicherten Mittelfeld wechselt zu einem Ligakonkurrenten, der Jahr für Jahr international spielt. Letzte Saison hat der Wechselwillige sein erstes Länderspiel absolviert – jede einstellige Millionenzahl durfte in Ordnung gehen, zweistellig, das riecht schwer nach Manchester City.

Der Serienmeister eines Landes will sich im offensiven Mittelfeld verstärken, sucht einen internationalen Hochkaräter für die „Zehn”. Der Kandidat hat sein Team in der abgelaufenen Saison fast im Alleingang zum Titel geschossen, noch Vertrag bis 2011 und zudem bereits zwei überragende große Turniere gespielt. Er ist zwar „schon” 27 – sein Alter multipliziert mit einer Million als Ablöse wird jedoch gewiss keine Menschenrechtler und Afrika-Aktivisten auf den Plan rufen. Bob Geldof schweigt, Spieler XY geht über den Ladentisch.

Scouts eines aufstrebenden Vereins, der für die kommende Spielzeit den großen Angriff plant, haben am Zuckerhut einen echten Rohdiamanten gesichtet. Der Junge, was in diesem Fall nicht einmal eine Herabwürdigung seines Reifezustands darstellt, ist gerade erst 19 geworden, hat jedoch bereits zwei Jahre Erstligaerfahrung auf dem Buckel. Letztes Jahr hat er die Junioren-WM des nächsthöheren Jahrgangs bereichert. Bereicherung ist nun auch das Stichwort für seinen Verein: Zwölf Millionen Euro überweisen die ambitionierten Europäer. Der Großvater des Juwels nimmt prompt den Taschenrechner zur Hand und schlägt den Wechselkurs von Euro zu Real nach – der Anblick der Zahl 34.868.400 auf dem Display lässt ihn glatt vom Stuhl kippen. Ein paar Tausend Kilometer weiter nordöstlich bleibt man dagegen ganz gelassen.

Ein weiterer Topverein (an dieser Stelle das erste Beispiel aus der Realität) hat ein Problem: Der alte, langjährige Torwart, eine echte Legende, ist zurückgetreten. Sein Kronprinz, der endlich einen einwandfreien sportlichen Vaterschaftstest hinlegen und seinem Vorgänger in Klasse und Ausstrahlung nacheifern sollte, ist plötzlich zur Übergangslösung geworden. Bei Topverein XY* hat man das sicherlich auch registriert, das öffentliche Statement („ja, wir haben ein Torwartproblem – und das ist nicht gut so”) lässt noch auf sich warten. Also schwirren fast tagtäglich Meldungen wie diese, diese, diese oder diese durch die Landschaft.

Fragt sich nur: Was kostet eigentlich ein Torwart, der den Ansprüchen eines Rekordmeister gerecht werden soll? Und wann kaufen deutsche Spitzenvereine überhaupt einmal Torhüter für viel Geld, unter Umständen sogar Nationalkeeper?

*Name von der Redaktion geändert

Pantomimenschule mit Pepe
Heute: Kurzschlussreaktion

Ein Schubser, zwei Tritte und zu guter Letzt ein handlicher Ausflug ins Gesicht des Gegners, den die Kameras vor lauter Schaum vorm Mund bei Real Madrids Pepe hier gar nicht eingefangen haben.

Genügt auch so, um festzuhalten: Wer jüngst bei Andrey Voronin eine Rote Karte gesehen hat, wie sie glasklarer nicht hätte sein können, der muss nun wohl kreativ werden und zu einer Wortneuschöpfung greifen.

Fragt sich nur, was klarer ist als glasklar? Sowas schafft höchstens ein 34 in 1-Tab. Dass Pepe es sich bei 0:25 verkneift, seinem Opfer Casquero auch noch den Ball an den Rücken zu schießen, wird mit Sicherheit beim Strafmaß wohlwollend berücksichtigt werden. Eine Minderung von einem Spiel steht im Raum – zehn statt elf.

Manche Leute haben ihren Hormonhaushalt echt nicht im Griff. Da lobt man sich doch unsere Konfirmanden-Verteidiger um Mertesacker, Friedrich und Metzelder.
 

Die Hertha und der Mallorca-Komplex

Über flehende Berliner, Wolfsburger auf Deutschland-Reise und Hamburger, die mit 71,43%-iger Wahrscheinlichkeit gegen Bremen gewinnen.

Hertha BSC Berlin und das Pokalendspiel, das lässt sich vergleichen mit Einheimischen auf Mallorca: Das Paradies vor der Nase, doch Jahr für Jahr machen es Fremde nahezu unkenntlich. Wenn im Mai je 20.000-30.000 Menschen, uniformiert in zwei unterschiedlichen (Vereins-)Farben, in die Hauptstadt pilgern, muss die alte Hausdame in der Regel hilf- und kampflos dabei zusehen, wie Wildfremde und Weitgereiste das Olympiastadion annektieren. Als würde eine Riesensause in der eigenen Mietswohnung gefeiert und man selbst wäre nicht eingeladen.

Seit 1985 findet das DFB-Pokalfinale stets in Berlin statt, dieses Jahr also zum 25.Mal hintereinander. Zweimal schafften es seitdem Mannschaften „nach Berlin“, deren Anreisewege zu den kürzesten der Pokalhistorie gehören: 1993 hielt die Zweitvertretung der Hertha die blau-weißen Fahnen hoch. Acht Jahre später zog ausgerechnet der Ost-Klub aus Köpenick, Union Berlin, ins Endspiel ein, unterlag jedoch gegen Schalke 04.

Das Flehen, Weinen und Fluchen bei der Hertha über die chronische Pechsträhne bei Auslosungen gehört inzwischen zum Pokal wie Vestenbergsgreuth, Weinheim und all die anderen Underdogs. Naja, fast. Jedenfalls schieden die Hauptstädter letzten September in der 2. Runde gegen Borussia Dortmund aus – gewohnt frühzeitig, gewohnt in der Fremde. Es war das 28. Auswärtsspiel von 30 Pokalauftritten nach dem Aufstieg 1997. Man muss schon pathetisch werden, um eine derartige stochastische Verschwörung zu erklären: Vermutlich will ein Fluch den Mythos des deutschen Wembley erhalten und dafür sorgen, dass die Gleichung „DFB-Pokal plus Olympiastadion“ stets „Endspiel“ ergibt. Und nicht “Hertha, Achtelfinale”.

Mit Köln und Gladbach haben nur zwei Vereine in den letzten 12 Jahren die Luft im Berliner Olympiastadion geschnuppert, ohne bei einem Sieg sofort den Pokal in den Händen halten zu können. Letztere sind derweil auf einem guten Weg, den Pokalgebeutelten aus der Hauptstadt nachzueifern. Die Borussia gewann am 3. Februar 2004 am heimischen Bökelberg gegen den MSV Duisburg und zog ins Halbfinale ein. Beginnend mit der anschließenden Pleite bei Alemannia Aachen bestritt man seitdem zehn Auswärtsspiele in Folge. Der letzte Gladbacher Sieg bei einem Nicht-Amateurverein datiert vom 20. Dezember 2000.

Sechs Monate nachdem der DFB-Pokal zuletzt am Niederrhein gastierte, erfolgte seinerzeit der Umzug in den Borussia-Park. Der FC Wegberg-Beeck musste schon sensationell die erste Hauptrunde erreichen, damit die Arena kurzzeitig den Status eines reinen Liga-Stadions ablegen konnte. Ansonsten geht in Mönchengladbach nur an dunklen Nachmittagen im Winter, in Englischen Wochen und bei Freitagsspielen das Flutlicht an.

Seit 2004, seitdem sich ein paar Plastikkugeln gegen die Borussia verschworen haben, ist der Verein nicht mehr über die 2. Runde hinausgekommen. Auch die Pokalbilanz der Hertha liest sich nicht gerade rosig. Bliebe zu klären, ob bei beiden eine verheerende Auswärtsschwäche diagnostiziert werden kann, oder ob der Heimvorteil im DFB-Pokal schlichtweg ausgeprägter ist als in der Liga.

Die letzten 18 Jahre zeigen, dass die Quote der Heimsiege von Runde zu Runde ansteigt – was wohl vor allem darauf zurückgeführt werden kann, dass sich noch der eine oder andere Amateurverein in der 2. Runde und im Achtelfinale tummelt. Mehr als 70 Prozent aller Finalisten haben das Endspiel durch einen Heimsieg in der Vorschlussrunde erreicht. Nur vor zehn Jahren war es ausnahmsweise der Fall, dass zweimal der Gastverein im Halbfinale die Wir-fahren-nach-Berlin-Rufe anstimmen konnte. Die Chancen, dass Hamburg heute Abend gegen Bremen die Oberhand behält, stehen also statistisch gesehen bei 71,43 %.

Kein Wunder also, dass bei Klubs wie Borussia Dortmund, die über Jahre keinen Blumentopf im Pokal gewannen, schon einmal das Losglück nachhelfen muss. Von der Runde der letzten 32 bis zum Halbfinale spielte der BVB letzte Saison viermal zuhause – “auswärts” in Berlin gegen die Bayern zogen sie prompt den Kürzeren.

Außerdem gelang es seit Abschaffung der Wiederholungsspiele zur Saison 91/92 nur einem Verein, auf dem Weg nach Berlin eine regelrechte Deutschland-Reise zu absolvieren: Wolfsburg schaffte 1995 den Finaleinzug mit den Zwischenhalten Gelsenkirchen, Frankfurt, Vestenbergsgreuth, München und Köln – und fuhr ohne Pokal nach Hause. Das sechste Auswärtsspiel war dann doch zu viel des Guten.

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Mission 40/28: Lebenserwartung minus x

Gladbach leistet in Frankfurt einen Offenbarungseid und kassiert eine bittere 1:4-Pleite. Warum eine klassische Ouvertüre meinen Samstag versaut hat, Soziologen eine wahre Freude an meinem Leiden haben und der “Derbyfluch” die Runde macht.

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Sie redet, sie redet und sie redet. Im Hintergrund dudelt seit geschätzten zehn Sekunden die Tormusik aus irgendeinem Bundesligastadion. Die Bielefelder Schüco-Arena ist es definitiv nicht. Denn dort sitzt Sabine Töpperwien und lässt zum siebzehnten Mal innerhalb von zwei Minuten „Bayerns Ecke, die es gar nicht hätte geben dürfen” Revue passieren, anstatt das Geheimnis zu lüften, wo zur Hölle gerade ein Tor gefallen ist.

Zeitgleich dämmert mir es langsam, woher ich dieses Lied kenne. Dreimal habe ich es bereits ertragen müssen. Nichts gegen Franz von Suppès „Leichte Kavallerie” – aber die Tatsache, dass sein Werk in der Frankfurter Commerzbank-Arena am Samstag ganz oben auf der Playlist stand, erbaut eine innige Freundschaft zwischen dem Komponisten und mir auf einem ziemlich wackligen Fundament. Viermal Ouvertüre, vier Wutausbrüche – der letzte im Auto auf der Landstraße.

Nach 80 Minuten habe ich genug gesehen im heimischen Wohnzimmer, breche auf in Richtung Dülken, wo mein vorletztes Saisonspiel in der Handball-Kreisliga bereits begonnen hat. Ende der ersten Halbzeit streife ich mir mein Trikot über und realisiere, dass ich doch irgendwie ein Kameradenschwein bin: Das eigene Spiel zur Hälfte sausen lassen, um vor dem Fernseher eine der schlechtesten Saisonleistungen der Borussia zu beobachten? Wer mir einen ausgeprägten Hang zum Fußball-Masochismus bescheinigt, liegt wohl nicht allzu falsch.

Es lief schon die 75. Minute, als ich zum ersten Mal mit dem Gedanken spielte, die Flucht vor der Gladbacher Offenbarung anzutreten. Doch der zweite Elfer des Spiels machte mir einen Strich durch die Rechnung. Filip Daems lieferte Michael Bradley Anschauungsunterricht vom Elfmeterpunkt und sorgte dafür, dass sich die Partie für genau fünf Minuten wieder offen gestaltete.

“Größter Schwund der Lebenserwartung
in Folge exzessiven Aufregens”

Befindet sich eine vermeintliche Abstiegssaison in der Mache, kann man zu Genüge darüber streiten, wann genau zwischen August und Mai man sich am meisten aufgeregt hat. Die Zeit zwischen 15:30 und 17:09 Uhr am 18. April 2009 gehört jedoch vorerst zu den Favoriten auf den Titel „Größter Schwund der Lebenserwartung in Folge exzessiven Aufregens”.

Nach diesem 1:4 weiß ich gar nicht, ob ich in Dankbarkeit Jubelarien anstimmen soll, weil die Chancen auf den Klassenerhalt noch immer oberhalb des Promillebereichs liegen, oder mich stattdessen besser ärgere, weil der VfL inzwischen – wie Bochum, Hannover und Frankfurt – aus dem Gröbsten heraus sein könnte. Ohne viel Aufwand.

Die Niederlagen von Cottbus und Bielefeld versetzen die Umfragewerte in puncto „wie viele Punkte reichen für Platz 15?” weiterhin in eine Rezession, von der die Weltwirtschaft nur träumen kann. Immerhin wird das Duell Gladbach gegen Bielefeld nächsten Sonntag ein kleines Konjunkturpaket schnüren. Einer wird zwangsläufig etwas mitnehmen. Seit vier Wochen verharrt der Fünfzehnte nun schon bei 24 Punkten. Aus 32,6 prognostizierten Zählern in der Abschlusstabelle sind in der Zwischenzeit 29,1 geworden – der Negativrekord von Bayer Uerdingen aus der Saison 94/95 wackelt wieder (15. mit 32 Punkten, nach Drei-Punkte-Regel). Rekordjagd wider Willen.

Punktekalkulation wird jedoch für die Borussia nur ein Nebenfach sein auf dem Weg zum Ligaverbleib. Ohnehin gerät man in dieser Hinsicht vom Regen in die Traufe. Vor einigen Wochen habe ich mich gefragt, wie wir noch zehn bis dreizehn Zähler einfahren sollen. Mittlerweile halte ich deren sieben für eine Hürde, die hoch genug sein wird. Vor allem aus psychologischer verkam das Spiel in Frankfurt zum Offenbarungseid. Während Gladbach vorne zwischen Konnte-Nicht und Wollte-Nicht schwankte, lag hinten permanent ein Gegentor in der Luft. Wohl nur am Niederrhein bringt man es fertig, eine fünfzehnminütige Drangphase auf die Beine zu stellen, in der man einen Elfer verschießt und einen verwandelt, um mitten hinein in diese Drangphase das alles entscheidende 1:3 nach einer Ecke zu kassieren.

Schon zum dritten Mal in Folge ließ die Borussia in einem Duell gegen einen direkten Konkurrenten jegliche Tugenden des Abstiegskampfes vermissen, die mehr sind als abgedroschene Durchhalteparolen. Die Tatsache, dass aus dem einstigen unmittelbaren Kontrahenten Frankfurt mittlerweile ein entfernter Bekannter geworden ist, verdeutlicht eindrucksvoll das Ausmaß der Gladbacher Lethargie.

Dante und Brouwers Hauptdarsteller der Offenbarung

Dante und Brouwers lieferten sich ein hochspannendes Duell um einen Job als Co-Moderator bei „Pleiten, Pech und Pannen”. Am Ende gab es ein Unentschieden, den Job bekam keiner. Brouwers erhält in der Neuauflage von „Skippy, das Känguruh” eine Nebenrolle, während Dante dafür im zweiten Teil von „Lost in Translation” mitwirken wird. Unser brasilianischer Lucio-Verschnitt mag zwar nach seiner Faserriss-Odyssee noch nicht ganz auf der Höhe sein. Sechs Spieltage vor dem Ende der Saison neigen sich Zeit und Geduld jedoch zwangsläufig ebenfalls dem Ende zu. „Rehabilitation” ist da nicht nur aus etymologischer Sicht ein Fremdwort.

Hobbyfilmer sollen derweil Bilder von einem bitterlich weinenden Filip Daems aufgenommen haben. Der Belgier ist auf der linken Abwehrseite definitiv verschenkt, konnte sich wenigstens vom Elfmeterpunkt ein wenig Freude verschaffen. Da Marin von Meyer auf die rechte Seite geschickt wurde, verpuffte jedoch das bislang beste Argument für einen Daems auf links. Man munkelte, er könnte das Defensiv-Manko von Marin ausgleichen. Diagonal über den ganzen Platz dürfte dieses Unterfangen jedoch zum Kraftakt werden.

Es spricht außerdem nicht unbedingt für Daems’ Gegenpart, Paul Stalteri, dass er zwar jede Minute in der Rückrunde absolviert hat, an dieser Stelle jedoch bislang selten Erwähnung fand. Wer seinen hilflosen und verfrühten Blockversuch vor dem 0:2 beobachtet hat, muss sich fragen, ob ein gewisser Tobias Levels nicht auch soviel Dilettantismus und Behäbigkeit auf die Beine stellen könnte. Erst ein Denkmal in Abwesenheit für Rob Friend, jetzt eine gebrochene Lanze für Tobias Levels – langsam macht mir mein Dasein als Fähnchen im Wind selbst Angst. Aber so eine Bundesligasaison zwischen Erde und Hölle liefert eben auch brisante Einsichten in die Psyche eines leidenden Fans, die jeden Soziologen mit der Zunge schnalzen lassen.

Apropos Rob Friend: Eine Rückkehr bis nächsten Sonntag scheint nicht unmöglich. Wer hätte gedacht, dass eine derartige Nachricht noch einmal einen Hoffnungsschimmer ans Firmament zaubern würde. Ranger Rob wurde in Frankfurt erneut vermisst wie ein leckeres Leberwurstbrot nach einem Austauschjahr in Malaysia. Nachdem Kollege Colautti in Karlsruhe und gegen Wolfsburg wenigstens noch Aluminium traf, gelang ihm am Samstag rein gar nichts. Mit jeder erfolgslosen Spielminute scheint der Israeli zu schrumpfen. Kehrt Friend nicht bald zurück, wird Colautti wohl in zwei Wochen gegen Bayern erstmals mit Marko Marin verwechselt.

Die Mär vom Gefoulten, der nicht schießen darf

Kommentator Matthias Stach pries Marin, den Unruhefaktor für gegnerische Abwehrreihen, bei fast jedem Ballkontakt als „Zauberzwerg” an, was erneut die Frage aufwarf, ob es einem 20-jährigen nicht doch irgendwie peinlich ist, die Bezeichnungen „Zauberzwerg” und „Zaubermaus” ganz oben im Spitznamenkatalog zu führen. Irgendwie klingt das so gar nicht nach Bartwuchs, Führerschein und der Befugnis, im Supermarkt nach Vorlage des Personalausweises jedes beliebige Getränk erwerben zu können. Aber bin ich Imageberater?

Aus sportlicher Sicht gehörten einzelne Aktion von Marin zu den wenigen Lichtblicken des Spiels. Er holte beide Elfer raus, hatte nach einer guten Viertelstunde die erste und lange Zeit einzige Torchance der Borussia und hätte vermutlich zum Matchwinner werden können, wenn ihm die Mär vom Gefoulten, der nicht schießen darf, egal gewesen wäre. Fast an jeder gelungenen Aktion, die die Borussia über das Existenzminimum hievte, war er beteiligt.

Im Angriff hat der VfL dieser Tage so viele Alternativen wie ein angehender Abiturient, der alle Naturwissenschaften verschmäht, Mathe jedoch auch um alles in der Welt nicht im Abitur haben möchte. Null. Nachdem ich Oliver Neuville in den vergangenen eineinhalb Jahren bereits mehrfach zu voreilig in Altersteilzeit geschickt habe, dürfte es jetzt endgültig an der Zeit sein. Mit jedem Spiel schrumpft sein Aktionsradius, seine Torgefahr geht den Bach hinunter und er agiert insgesamt so auffällig wie ein weißes Bettlaken auf der Skipiste.

Karim Matmour ist in Frankfurt auf seiner unendlichen Sinuskurve einmal mehr im Minusbereich angelangt. Von Moses Lamidi wird in Anlehnung an seinen Namensvetter verlangt, dass er das Wasser teilt. Stattdessen hat er das Rote Meer eher trocken gelegt. Und Alexander Baumjohann ist nach seinen bayernwürdigen Auftritten zu Beginn der Rückrunde mittlerweile nur noch ein wandelndes Phlegma. Erneut blieb er meilenweit unter seinen Möglichkeiten, deren Existenz spätestens seit Köln ja niemand mehr abstreiten will.

“Selbst Momente der Glückseligkeit bringen
im Nachhinein nichts als Unheil”

Stichwort Köln: Seit dem Derbysieg ist der Aufwärtstrend bei der Borussia gestoppt. Zwischen dem 21. und 24. Spieltag hatte es neun Punkte und zwölf Tore gegeben. Die letzten vier Spiele brachten dagegen nur noch einen Bruchteil dieser Zahlen: Ein Unentschieden, zwei Treffer, drei Pleiten. So langsam könnte man, zumindest ganz weit im Hinterkopf, über einen „Derbyfluch” nachdenken. Aber auch das ist eben die Saison 2008/2009, wie sie leibt und lebt – selbst Momente der Glückseligkeit bringen im Nachhinein nichts als Unheil.

Auf der anderen Seite kämpft Bielefeld seit längerer Zeit mit einem amtlichen Gladbach-Fluch. Sechs Aufeinandertreffen in Serie hat die Borussia für sich entscheiden können, allesamt ohne Gegentor. Eine Beseitigung dieses Fluchs aus Arminen-Sicht könnte den VfL im Nu vom Abgrund in den Abgrund befördern. Um das zu prophezeien, muss man beileibe nicht Kassandra heißen. Vielleicht nähert sich die Lebenserwartung im Erfolgsfall auch wieder der Normalität - und kratzt an der 50.

Cup der guten Hoffnung

Keine Punkte in Berlin, Zehnter in der Liga und keine Ahnung mehr, was man eigentlich dort soll.

Bremen sind in der Bundesliga längst die Saisonziele ausgegangen. Aber irgendwie werden wir Werder schon beschäftigen.

Wie wär’s mit…

…dem Klassenerhalt nächstes Wochenende?

…Hoffenheim, den Herbstmeister, einholen (klang im Januar noch nach Titelkampf, riecht jetzt nach dem Ende der oberen Tabellenhälfte)?

…dem zweiten Sieg in der Fremde und einem Sprung vom Relegationsplatz der Auswärtstabelle?

…dem Erreichen eines UEFA-Cup-Rangs in der Heimtabelle?

…dem Erreichen von 50 Punkten, Tabellen-Goldhochzeit sozusagen?

…dem Saisonabschluss als beste Defensive der Rückrunde?

…dem Klassenerhalt in der Rückrundentabelle?

…der Verteidigung von Rang zwei in der Ewigen Tabelle der Bundesliga (nur noch vier Punkte vor dem HSV)?

Also, nicht nur in DFB-Pokal und UEFA-Cup jede Menge vor der Brust.