Monthly Archive for Juni, 2009

Da – ein Lebenszeichen

Mein letzter Post datiert vom 30. Mai. Das ist lange her, fast vier Wochen. Die Gründe haben mit dem Bloggen an sich direkt nichts zutun. Keine Angst (oder vielleicht auch: keine falschen Hoffnungen), “Entscheidend is auf’m Platz” gibt es noch, genauso wie mich selbst. Und solange Letzteres gilt, wird auch Erstgenanntes Bestand haben.

Ich beschäftige mich derzeit montags bis freitags von morgens bis nachmittags mit dem Schreiben und Fragenstellen. Und wenn ich nach einem Arbeitstag vom Praktikum nach Hause komme, fehlt mir – da bin ich ganz ehrlich – schlichtweg die Motivation, die wenigen ergiebigen Themen, die das Tagesgeschäft derzeit bietet, auch noch zu verarbeiten und damit an eine viel zu hohe Glocke zu hängen. Es wäre also weitaus ungewöhnlicher, mitten im April oder Mai eine halbwegs freiwillige Pause einzulegen.

Ich muss zugeben, dass ich vom Confed-Cup bislang circa zehn Minuten live mitgekriegt habe – mein Bruder hatte den Fernseher etwas lauter gestellt. Die Vuvuzelas haben es jedoch schon in so kurzer Zeit fertiggebracht, mir dermaßen auf den Senkel zu gehen, dass ich eigentlich behaupten könnte, ich würde mir die Spiele allein wegen dieser Möchtegern-Instrumente sparen. Dem ist, Herr Blatter darf sich jetzt wieder setzen, aber nicht so. Tatsächlich schafft es das “wahre Leben” momentan am laufenden Band, dem Fußball dazwischenzufunken. Und ich lasse es gewähren.

Das “wahre Leben” besteht momentan neben meinem Praktikum aus ausgiebiger aber bislang unergiebiger Wohnungssuche in meiner angehenden Studienheimat Dortmund. Außerdem wirft ein verhalten geplanter Interrail-Urlaub seinen Schatten voraus. Bedeutet: Wer sich zwischen dem 8. Juli und dem 1. August wundert, warum sich hier noch immer nichts regt, obwohl das Kicker-Sonderheft längst nicht mehr druckfrisch ist, weiß nun, dass ich dann irgendwo zwischen Schweden und dem Mittelmeer weilen werde.

Also, nochmal zum Mitschreiben: Vom 8. Juli bis 1. August sind hier die Jalousien runter.

Stelle gerade fest, dass es tatsächlich das erste Mal in mehr als 20 Monaten dieses Blog-Lebens der Fall sein wird, dass ich mehr als zwei ganze Tage weder zuhause noch erreichbar bin. Werde auch nicht aus dem Zug zwischen Lönneberga und Bullerbü twittern. Soviel 20. Jahrhundert gönn’ ich mir.

In den gut zwei Wochen bis dahin, wird es hier aber mit Sicherheit noch etwas zu lesen geben. Bis dahin.