Sieben Jahre in Abwesenheit

Ich weiß, ich bin ein armes Schwein. Auch wenn ich Gefahr laufe, mich zu wiederholen: Seitdem der Fußball in meinem Leben eine Rolle spielt, scheint es für Bundesliga und Nationalmannschaft mehr bergab als -auf zu gehen.

Trotz EM-Titel 1996, Sommermärchen und einiger deutscher Erfolge im Europacup haben die letzten knapp vierzehn Jahre wenig Ruhmreiches hervorgebracht. Wutreden von Rudi Völler, “Bratwürste” in Holland und Belgien, Abstiege von Gladbach und seit 2002 keine deutsche Mannschaft mehr in einem Europacup-Endspiel – was aus den vergangenen Jahren im Gedächtnis haften geblieben ist, taugt nicht gerade zum Denkmalbau.

Umso besser fühlt es sich jetzt an, mit Gewissheit sagen zu können, dass das (letzte) UEFA-Cup-Finale am 20. Mai mit deutscher Beteiligung über die Bühne gehen wird. Sieben Jahre ist es her, dass Bayer Leverkusen gegen Real Madrid verlor und Borussia Dortmund eine Woche zuvor gegen Feyenoord Rotterdam den Kürzeren zog. Sieben Jahre Traurig-, Einsam- und Erfolglosigkeit. Eine längere deutsche Endspieldurststrecke gab es nie. 1967 standen die Bayern im Finale des Europapokals der Pokalsieger, 1974 beendeten sie mit dem Titel im Landesmeister-Cup die ebenfalls sieben Jahre währende Endspielabstinenz.

Das Halbfinalduell/Nordderby Bremen gegen Hamburg wird nun nicht nur darüber entscheiden, wer ins Finale einzieht – es wird auch den Titelträger in der ultimativsten aller ultimativen Fünfjahreswertungen küren. Eins steht bereits fest: Die Bayern werden es definitiv nicht sein.

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17. April 2009 von Jannik Sorgatz
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