Bashing-Hochburg Bundesliga

Der Gegenüber im Büro ist Hamburger, der Patenonkel Schalker und der Nachbar vielleicht ein Kölner. In der Kabine beim Training schaukeln sich Gladbacher und Dortmunder gegenseitig hoch. Und in den Unweiten des Internets plustern sich erwartungsfrohe Bayern-Fans auf, weil ihre fußballerische Herkunft das nun einmal erlaubt.

Die letzten Wochen einer Fußballsaison, das sind auch die Tage des gegenseitigen Herausforderns, der platten Sprüche, des Sich-auf-den-Arm-Nehmens und der exzessiven Tabellenkalkulation. Es gehört ja irgendwie dazu, lenkt ein wenig ab von den wirren Gedanken rund um Klassenerhalt, Europacup oder Meisterschaft. Doch so ein „Gespräch” kann auch schnell beendet sein. Zum Beispiel, wenn ein angeblich inniger BVB-Fan mit der Frage einsteigt, ob wir denn am Samstag auch alle beim Spiel in Dortmund seien. So macht das ja keinen Spaß. Ein Basher will schließlich gefordert werden.

Für ein besonderes Schmankerl von  Bashing: Gone wrong hat ein Kommentator auf 11Freunde unter einem Artikel über Felix Magaths Balkon-Ausflug gesorgt. „Der Fußballgott holt sich Jeden, der unsportlich, raffgierig und unloyal ist”, verkündet User GTEvo vollmundig und nimmt gleich die Ergebnisse für Samstag vorweg: „Wolfsburg – Schalke 2:3, FC Bayern – Stuttgart 2:1″. Richtig, und Schalke wird damit noch Meister. Aber nur knapp vor Leverkusen.

Ob GTEvo mit seinen Attributen wirklich (nur) Magath meinte, ist nicht überliefert. Wo war der eigentlich Trainer, bevor er nach Wolfsburg ging?

21. Mai 2009 von Jannik Sorgatz
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