Hosenwerbungsverbot “im Arsch”

Das Verbot von Hosenwerbung ist “im Arsch”. Das ganze kann man eigentlich nur für denselbigen finden.

In anderen Ländern ist es längst gängige Praxis, dass Trikot und Hose bis zur Unkenntlichkeit mit Werbebannern zugeklebt sind, so dass kleine Kinder die Vereinsfarben häufig mit denen des Sponsors verwechseln, da dieser einfach präsenter ist als alles andere.

Ausgerechnet der Verbandsligist Arminia Hannover hat das Verbot jetzt gekippt. Arminia = graue Versenkung, Hannover = graue Versenkung – daran sei nur einmal kurz erinnert. Nehmen wir es mal als Metapher.

Man regt sich selten darüber auf, dass Verbote verschwinden. Aber werden zusätzliche Werbeeinnahmen durch Aufkleber auf Hintern, Oberschenkeln und was da noch so seinen Platz hat wirklich den deutschen Fußball retten, weil sich all die Heulsusen, die permanent den finanziellen Grand Canyon zwischen Bundesliga und dem betuchten Teil der Fußballwelt beweinen, endlich besseres “Spielermaterial” leisten können?

Vorne “Viagra”, auf den Schenkeln “Schinkenspicker” und hinten “Schleicher Lüftungstechnik” – wird so die Hose der Zukunft aussehen? Hauptsache sie sind glücklich. In Hannover. Bei der Arminia, der bald vielleicht der Ruf des “Jean-Marc Bosman der Hosenwerbung” hinterherwehen wird.

09. April 2008 von Jannik Sorgatz
Kategorien: Einwurf, Innenrist | Schreibe einen Kommentar

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