Bayern Nimmersatt

“Vizekusen”, “Rekordmeister der Herzen” – Bayer und Schalke haben sich in den letzten Jahren so einiges anhören müssen, wenn am Ende der Saison wieder einmal nur Platz zwei zu Buche stand. Dabei sollte der Quell der Häme besser verstummen: Denn der Rekordvizemeister trägt denselben Namen wie der Rekordmeister.

Eigentlich ist das eine Überraschung. Irgendwie aber auch wieder nicht, da eine Mannschaft, die naturgemäß in neun von zehn Jahren um den Titel spielt und diesen (Gott sei Dank) dennoch längst nicht immer gewinnt, eben auch mal auf der Zwei landen kann. Achtmal ist Bayern München in 45 Jahren Bundesliga Vizemeister geworden. Doch Werder Bremen hat mit dem siebten Vizetitel in diesem Jahr den Anschluss hergestellt.

Die Bilanz von 21:8 was das Verhältnis von Platz 1 zu Platz 2 angeht kann sich aus Münchener Sicht noch immer sehen lassen. In Schalke sind sie fünfmal knapp an der Meisterschaft vorbeigeschrammt, ohne auch nur einmal am Ende ganz oben gestanden zu haben. Ähnlich erging es bislang des Leverkusenern, die das Kunststück vollbracht haben, viermal innerhalb von sechs Jahren das Ziel hauchdünn zu verfehlen – 2000 und 2002 gar am letzten Spieltag.

Hier die TOP6 der Vizemeister, die insgesamt 35 der 47 Vizemeisterschaften unter sich ausgemacht haben:

1. Bayern München: 9-mal
2. Werder Bremen: 7-mal
3. Schalke 04: 6-mal
4. Hamburger SV: 5-mal
5. Bayer Leverkusen: 4-mal
5. 1.FC Köln: 4-mal

[Stand Saison 2009/2010]

Außerdem haben sich die Bayern in dieser Saison noch einen anderen Rekord gekrallt: Nur 21 Gegentore unterbieten den bisherigen Bestwert von Olli Reck um einen Treffer.

17. Mai 2008 von Jannik Sorgatz
Kategorien: Innenrist, Zahlen, bitte | Schreibe einen Kommentar

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