Im Zweiten wird’s wohl besser – 23. Akt:
Grüße aus dem Fußball-Nirvana

Gladbach Motivbild

Hoffenheim 2:2 Gladbach – Impressionen aus einem 3000-Seelen-Kaff, Martin Rombach am Schreibtisch, ein leibhaftiger Elch, Coffee to go an der Würstchenbude, wunde Ohren selbst für Hartgesottene, Hobby-Pyromanen, bei denen die Lampen durchbrennen, ein Schiedsrichter mit Heißhunger.

Ein Fußballspiel dauert 90 Minuten. Die Ortsdurchfahrt in Hoffenheim genau 90 Sekunden. Relativ verlassen liegt das 3000-Einwohner-Dörfchen am frühen Freitagabend im nordbadischen Nebel. Einzig die 1,2 Kilometer lange Hauptstraße wird im Verhältnis befahren wie ein Highway in Los Angeles. Da dauert es bisweilen sogar einige Sekunden, bis man links zur Tankstelle abbiegen kann.

Drinnen ist alles vollgehängt mit Hoffenheim-Fanartikeln – hier ein Wimpel, da ein Özcan-Trikot. Der Laden gleicht einer einzigen blau-weißen Hölle. Überhaupt stellt sich die Frage, ob die Sympathie zur TSG wirklich mit voller Leidenschaft oder eher aufgrund eines schlechten Gewissens für alle Auswärtigen zur Schau getragen wird, die daran zweifeln könnten, dass es sie überhaupt gibt. Mit skeptischem Blick sitzt die Besitzerin hinter ihrem Tresen. Dabei erinnert sie ein wenig an Rosa, die Verwaltungschefin aus Disneys „Monster AG“. EC-Karten steckt der Kunde hier noch selbst in das Lesegerät. Alles sehr romantisch. Immerhin entspricht ihr Blick nicht der Freundlichkeit der Tankwartin. Sie wünscht ein schönes Wochenende, ich erwidere und mache mich wieder auf den Weg. Schließlich bin ich mit meinem Bruder extra früher losgefahren, um noch genügend Zeit zur Begutachtung des Fußball-Kaffs zu haben. So 20 Minuten in etwa.

Am Bahnhof Hoffenheim steigen zwölf Leute in die S-Bahn, immerhin die Hälfte outet sich als Stadiongänger. Unser Weg führt zur wohl größten ebenen Fläche des Dorfes: zum Dietmar-Hopp-Stadion. In der Bäckerei Krotz ist das Vorglühen bei Rosinenschnecken und Latte Macchiato bereits in vollem Gange. Maskottchen Hoffi, der leibhaftige Elch, sitzt etwas apathisch im Stuhl daneben und beobachtet das Treiben mit einem Blick wie Veilchendienstag.

Die Straße zum alten Stadion der TSG führt steil den Berg hinauf. Während die Zufahrtswege zu anderen deutschen Stadien häufig vier- bis sechsspurig sind, ist hier um kurz nach sechs so wenig los, dass man jegliche Rechts-vor-links-Regeln getrost missachten kann. Das Risiko entspricht in etwa dem Tipp „1 bis 6“ beim einfachen Würfeln. Das ehemalige Zweitliga-Stadion, immerhin, liegt etwas über dem Dorf am Waldrand. Zwischen Bäumen und undefinierbaren Vogelgeräuschen gleicht die Atmosphäre im Nebel einer Mischung aus Forsthaus Falkenau und Sleepy Hollow. Irgendwo brennt noch ein Licht. Martin Rombach sitzt sicher am Schreibtisch.

Wir machen uns auf, raus aus dem Dorf, das in seiner Geschichte genau zwei bekannte Söhne hervorgebracht hat. Zwei von relativer Bedeutung, nicht jedoch unbedingt zwei, die sich grenzenloser Beliebtheit erfreuen: Einmal Dietmar Hopp, na klar, und auch noch CDU-Fraktionschef Volker Kauder. Am Stadion, das den Namen von Sohn I trägt, ist der Pfeil auf meinem Navi ein einsamer blauer Fleck inmitten von unendlichem Grün. Langsam nähert er sich der einzigen Straße, die auf dem Bildschirm zu sehen ist – Rückkehr in die verkehrstechnische Zivilisation. Bäckerei Krotz hat sich mittlerweile geleert. Nur Hoffi wurde zurückgelassen. Mit unvermindert apathischem Blick hängt der Elch im Café-Stuhl.

So langsam macht sich das Dorf auf in die Metropole des Spitzensportes, wie Sinsheim sich selbst getauft hat. Die Menschheit kann manchmal so grausam sein zu Superlativen. Wenn ein Neu-Bundesligist im Fußball und ein Erstligist im Frauen-Volleyball eine Kleinstadt nun schon zur Metropole aufsteigen lassen, welche Ansprüche sollen Berlin, Hamburg oder Köln dann in sportlicher Zukunft haben? Aber es sind ja bekanntlich auch eher die schwäbischen Nachbarn der Badener für ihre Bescheidenheit bekannt. Dass Handball auf der Sport-Agenda ebenfalls weit oben steht, wird sich erst am späteren Abend zeigen.

In Sinsheim ist es dann vorbei mit der Idylle. Der Verkehr staut sich an der Messe, wo das Technikmuseum und das Stadion liegen. Beim verträumten Umherschweifen des Blickes stoße ich an irgendeiner Ecke auf das Wort „Fohlenmarkt“. Absurd, jetzt handeln die Mäzen-Klubs schon mit der glorreichen Vergangenheit anderer Vereine und nennen das auch noch Volksfest. Die ganze Zeit denke ich mir, dass man selbst der Anfahrt zur Rhein-Neckar-Arena anmerkt, welch ein Klub dort zuhause ist. Doch handfeste Beweise dafür gibt es keine. Stau, Industriegebiete und Schotterparkplätze gibt es schließlich überall. Nur ein Gefühl eben.

Erst auf dem Fußweg offenbaren sich ernsthafte Probleme, die man jedoch beileibe nicht dem modernen Fußball in die Schuhe schieben kann. In der Würstchenbude gibt es Coffee to go und alkoholfreies Bier zum fleischmäßigen Pflichtprogramm eines Stadionbesuches. Und aus einem Partyzelt erklingen musikalische Töne, die man selbst einem abgehärteten Schützenfest-Gott nicht zumuten würde. Zu allem Übel fällt mir auf, dass irgendetwas mit meinem Bruder nicht stimmt: sein Schal ist weg! Beim innigen Genuss von Mutters Schnitzelbrötchen ist er ihm scheinbar von den Schultern gerutscht. Jetzt habe ich einen beleidigten Bruder neben mir und irgendein Sinsheimer, Heidelberger oder Mannheimer freut sich über Devotionalien eines echten deutschen Traditionsklubs. Denn die Suche nach dem guten Stück bleibt ohne Erfolg. Besonders schlecht für meinen Bruder, da ich seinen Versuch, meinen selbstgestrickten Schal von Oma abzuwerben, mit aller Konsequenz und äußerst unbarmherzig ablehne.

Durchaus ironisch wird es beim Versuch, die Abtastkontrolle unbeschadet zu überstehen. Das Navi darf mit, weil mir der Ordner abnimmt, dass ich es mit Sicherheit nicht schmeißen werde (wobei man sich in einer Region, in der es teilweise mehr Arbeitsplätze als Einwohner gibt, ja gar nicht so sicher sein kann). Statt des Nach-Hause-Finders bleiben zwei Riegel KitKat auf der Strecke. Womit ich persönlich meinen Frieden machen kann. Nicht jedoch mein Bruder, der mich in der Halbzeit stramm stehen lassen wird.

Das Innere der Rhein-Neckar-Arena kann sich durchaus sehen lassen (woran ich jedoch nur bedingt gezweifelt habe). Nicht so erquickend ist dagegen das Vorprogramm der Gastgeber. Plötzlich taucht Hoffi wieder auf. Zu wummenden Disko-Klängen sieht der tanzende Elch aus wie ein Go-go-Girl mit Maradona-Figur und DVB-T-Antennen auf dem Kopf. Immerhin liefert er seine Performance nicht zum Badnerlied ab, das den 30 000, von denen sich die meisten erst kurz vor dem Anpfiff blicken lassen, ebenfalls nicht erspart bleibt. Statt „You’ll never walk alone“ läuft „Football’s Coming Home“ in der Hermes-House-Band-Version. Und über „Hoffes“ Vereinslied („1 und 8 und 9 und 9“) sind schon zu viele Worte verloren worden, als dass ich es an dieser Stelle noch einmal verreißen müsste. 32-Mal „Hoffe“ in drei Minuten – man hat den Eindruck, es gebe einen versteckten Dialekt, in dem „Hoffe“ nichts anderes als „bekloppt“ bedeutet.

Nun könnte man an dieser Stelle nahtlos zum Hauptakt des Abends übergehen – wenn ein paar weitaus Beklopptere nicht gehörig den Anfang des Spiels versaut hätten. Die Partie steht kurz vor dem Anpfiff, als im Gästeblock wieder einmal die Pyrotechniker-Messe eröffnet wird. Ein brennender Feuerwerkskörper fliegt kurz darauf über den Zaun. Die Hoffenheimer Ordner sind sichtlich überfordert, es wird noch ein Feuer abgebrannt. Kurz darauf ist die Polizei im Block und setzt offensichtlich Pfefferspray ein. Genaueres habe ich nicht beobachtet. Nur ein paar Idioten, die sich vor den Ordnungshütern aufbauen wie Donkey Kong und Diddy Kong aus den altbekannten Nintendo-Spielen. Mal wieder hat die Gladbacher Fankultur einen Rückschlag hinnehmen müssen. The Ruf is – wortwörtlich – on fire. Immerhin hat sich der „Block 1900“ auf seinem Blog von den Vorfällen deutlich distanziert. Dennoch heißt es dort im letzten Satz der Stellungnahme: „Wir werden uns weiterhin für das verantwortungsbewusste Abrennen von Pyrotechnik im Stadion, als Zeichen der brennenden Leidenschaft für unseren Verein, einsetzen.” Dazu mag man stehen, wie man möchte. Ich sehe es schon: Bald gibt es im Oberrang einen eigenen Block für Hobby-Pyromanen, über dem das Dach entfernt wurde und in dem sich zehn bis zwölf Leute hemmungslos austoben können, um ihre brennende Leidenschaft metaphorisch darzustellen. Und Jean Pütz steht daneben, damit nichts passiert. Großartig.

Jedenfalls beginnt das Spiel pünktlich um halb neun. Michael Frontzeck schickt beinahe dieselbe Startelf wie gegen Nürnberg auf den Platz, lediglich Tobias Levels kehrt nach Gelbsperre zurück. Bereits nach einer guten Viertelstunde unternimmt Filip Daems einen ersten zaghaften Versuch, einen Handelfmeter zu provozieren. Doch Stark nähert sich früh dem Antonym seines Nachnamens und lässt weiterlaufen. Mit zu vielen Elfern im Magen schläft es sich schlecht, hat ihm seine Mutter mit auf den Weg gegeben.

Die erste Hälfte gehört größtenteils den Gastgebern. Bailly knickt seine Formkurve mit einer Glanzparade gegen Carlos Eduardo noch etwas weiter nach oben. Kurz darauf köpft Demba Ba knapp am Tor vorbei, so dass man der Ansicht sein könnte, Gladbach wolle, seelisch gezeichnet vom Hinspiel, partout in Rückstand geraten. Getreu dem Motto: Wer zurückliegt, kann keine Führung verspielen.

Knapp 30 Minuten sind rum, als Per Nilsson mit viel Gerissenheit die Gladbacher Taktik entlarvt. Nach einem langen Ball von Arango touchiert er den Ball mit der Hand und platziert den ersten Elfmeter im Magen von Wolfgang Stark. Der ist bei seiner Entscheidung jedoch vom Heißhunger übermannt worden: Nilsson berührte das Leder ganz klar außerhalb des Strafraums. Zudem vergaß Stark, ihn für das Vereiteln einer glasklaren Torchance vom Platz zu stellen. Elfer und Gelb statt Freistoß und Rot – Filip Daems nimmt den Tausch dankend an und erteilt Arango eine Lektion im Elfmeterschießen.

Gladbach führt nach einem Tor aus dem Fast-Nichts mit 1:0. Auswärts, wohlgemerkt. Zumindest innerlich laufe ich vor Scham rot an, weil ich schon wieder führe in der Fremde. Zum siebten Mal bei meinen letzten acht Auswärtsfahrten. Noch kurz vor der Pause öffnet das Pleiten-Kabinett seine Pforten. Wie so oft in diesem Spiel gönnt das eine Team dem anderen keine Peinlichkeit. Bailly will den Ball nach vorne rollen und merkt gerade noch rechtzeitig, dass der blau-schwarze Turm vor ihm beweglich ist und auf den Namen Ba hört.

Dann stolpert Hoffenheims Vorsah mit dem Ball am Fuß durch den eigenen Strafraum wie ein Besoffener, der im Delirium seine Brille verloren hat und sie in der Dunkelheit des Samstagmorgens nicht findet. Bradley hat plötzlich die dicke Chance, den Unverschämtheits-Faktor zu quadrieren. Doch vor Hildebrand versagen ihm seine amerikanischen Nerven. Auf der anderen Seite bringt er sich erneut ins Spiel, indem er Ibisevic zum 2:2 der Pannen ausgleichen lässt. Kurz vor der Pause gelingt es Hildebrand nicht mehr, anders als Bailly zuvor, einen fehlgezündeten Abwurf zurückzuholen. Bobadilla lässt die Wolfsburg-Hacke stecken, zeigt jedoch nicht annähernd so viel Nervenstärke wie gegen Bremen. Es bleibt bei einer merkwürdigen Pausenführung für die Borussia.

Die Halbzeit müssen wir also ohne KitKat überbrücken. Die Begründung des Ordners, die Schokoriegel würden zu gut fliegen, nimmt mein Bruder mir nicht ab. Waren eh Haselnüsse drin, fällt mir später im Auto auf. Sprich, ich kann mit dem Verlust noch besser leben. Ohnehin sind die Gedanken mit dem Beginn der zweiten Hälfte schnell ad acta gelegt. Tobias Levels erlebt seine berüchtigten fünf Sekunden und befördert eine Flanke in den Strafraum, bei der eigentlich nur noch der Kometenschweif fehlt. Am zweiten Pfosten beweist Bobadilla, dass er eigentlich kein grandioser Kopfballspieler ist. Dennoch scheint es zu genügen für das 2:0 – bis Colautti von der Ungeduld übermannt wird und den Ball über die Linie spitzelt. Ich stelle mich bereits darauf ein, dass genau vor meinen Augen eine Fahne in den Abendhimmel gereckt wird. Doch Stark und sein Assistent, scheinbar beide auf den Fehlentscheidungs-Geschmack gekommen, geben das Tor. 2:0 und noch weiß keiner so richtig, warum eigentlich.

Die nächsten knapp 20 Minuten gehören dann erstmals so richtig der Borussia. Im Hinspiel hat sie sich, konditionell nicht ganz auf der Höhe, stundenlang hinten rein gestellt, um die Führung über die Zeit zu bringen. Vergeblich. Jetzt sucht Gladbach das Heil in der Offensive und ist dem 3:0 näher als allen anderen Dingen, die ein Fußballspiel so bringen kann. Trotzdem schießt Hoffenheim den Anschlusstreffer – bezeichnenderweise über die Seite von Filip Daems, der sich seit seiner Verletzung nur noch als Schatten seiner selbst präsentiert. Mit diesen Leistungen – hinten mit vielen Fehlern, vorne gar nicht existent – dürfte er es sogar schwer haben, mit seinem Schatten mitzuhalten.

Wenige Minuten nach dem 2:1 will Wolfgang Stark sein Handelfmeterkonto noch immer nicht aufbrauchen. Dante springt der Ball beim Moonwalk so offensichtlich an die Hand, dass es selbst aus 120 Metern Entfernung zu sehen ist. Keine tiefstehende Sonne, kein Alkoholeinfluss – verwunderlich, warum Schiri Stark ausgerechnet bei diesem Spiel seine zweite Fünfer-Leistung der Saison abliefert, nachdem er sich in der Hinrunde sein bislang einziges „Mangelhaft“ erpfiffen hatte. Gladbach spielte gegen Hoffenheim. Unrecht ist es mir diesmal nicht. Denn schließlich hält der WM-Schiedsrichter somit meine Hoffnungen am Leben, bald eine Auswärtsdauerkarten-Petition an den Verein senden zu können.

Doch so ganz traue ich dem Auswärtsbraten auch nach 80 Minuten noch nicht. Matmour ist im Spiel. Noch fehlt Friend, um ein Revival des Siegtreffers von vergangener Woche in Angriff zu nehmen. Raphael Schäfer ist bereits im Anflug, als Michael Frontzeck bemerkt, dass der Transfermarkt geschlossen ist und es somit nichts wird. Trotzdem bringt er den Kanadier, der in der Schlussphase so effektiv auftritt wie Niederländer in allen Wintersportarten außer Eisschnelllauf.

Bevor es Zeit wird für ein wirkliches Revival, nämlich ein Blog-Revival, sei natürlich Bradleys dicke Chance zum 3:1 nicht vergessen (wobei man es angesichts dessen, was danach kommt, schon gerne tun würde). Nun jedoch ein Zitat aus dem September 2009, Gladbach gegen Hoffenheim, es steht 2:2:

Man muss nicht einmal honorarmäßig bei Astro TV arbeiten oder „Wahrsagen“ in seinem StudiVZ-Profil unter Hobbies eingetragen haben, um zu wissen, was in den letzten Minuten geschehen wird.

Einmal mehr schließe ich mich meinen Worten ohne Zögern an. Filip Daems will bei einer Flanke von Ibisevic augenscheinlich noch einen Gruß an die Zuschauer in den Business-Logen loswerden. Der Ball berührt seine Hand, seine Hand berührt den Ball. Wolfgang Stark brüllt ein „Guten Appetit!“ in den Kraichgauer Abendhimmel und serviert Hoffenheim die große Chance zum Ausgleich in der vorletzten Minute. Kurz glaube ich noch daran, vielleicht Nutznießer eines großen Glücksmomentes zu werden, indem Bailly den Elfmeter einfach abwehrt. Doch der unhaltbare Schuss von Carlos Eduardo machte alle Hoffnung zunichte. Weil ich stehe, kann ich nicht einmal in meinem Sitz zusammensinken. Gladbach verspielt sowohl die dritte Zwei-Tore-Führung gegen Hoffenheim als auch die insgesamt dritte dieser Saison. Im Nachhinein eigentlich ein Wunder, dass das 4:1 gegen Bremen über die Zeit gebracht wurde. Ich werde warten bis Saisonende, bis ich alle vergeigten Punkte dieser Spielzeit aufrechne und mir überlege, was in diesem dicht gedrängten Mittelfeld der Liga alles möglich gewesen wäre. Ich werde warten. Aber ich werde es tun.

Im Nu erleidet eine gelungene Reise – bis auf Schal- und Schokoriegelverlust – also einen herben Dämpfer. Ich werde mir meine Auswärtskarten weiterhin selbst kaufen müssen. Gesagt, für Dortmund bereits getan. Dortmunder NRW-Kennzeichen sind auf der Heimfahrt so ziemlich die einzigen, die uns nicht unterkommen. HS für Heinsberg, KLE für Kleve, VIE für Viersen und natürlich MG für Mönchengladbach – der Niederrhein war einmal mehr auf den Beinen. Was neben einem Punkt also bleibt von diesem Spiel ist folgende Kenntnis: Ohne Borussen wäre die A61 völlig verwaist in der Nacht.

21. Februar 2010 von Jannik Sorgatz
Kategorien: Fohlengeflüster | Schlagwörter: , , , , , | 6 Kommentare

Kommentare (6)

  1. Hallo Jannik,

    vielen Dank für Deinen wie immer lesenswerten Bericht. Nur den guten Herrn Stark dürftest Du in meinen Augen ein bißchen schonen. Es war einfach kein Abseits! Und bei Dantes Handspiel-Pirouette von Absicht zu sprechen halte ich auch für sehr gewagt.

    Grüße,
    Flip

  2. ….hast Du Deinen Parkplatz nach dem Spiel gefunden ??…ich bin ziemlich desorientiert über die Parkplätze ohne Nummerierung getigert..Sind Hinweisschilder auf Parkplätzen von P1 bis P12 uncool ?….Hoffi – bitte übernehmen !

  3. @Flip: Seine zweite 5 der Saison bestätigt zumindest den Eindruck. Hab’ Stark dreimal gesehn diese Spielzeit, zweimal war er schwach – eben beide Male Hoffenheim vs. Gladbach. Aber wir durften uns diesmal ja wirklich nicht beschweren.

    @borussenbomber: Da ich ja vor dem Spiel noch den Ausflug nach Hoffenheim gewagt habe, kam ich nicht über die Autobahn und bin deshalb durch Sinsheim bis in ein Gewerbegebiet gefahren, wo es auch Parkplätze gab. Problem da jedoch: Wenn die Polizei nicht ab 23:15 Uhr den Verkehr geleitet hätte, würde ich noch heute dort stehen.;)

  4. Ein recht passender Titel! :)

  5. Pingback: alkoholfreies bier

  6. Nice artikel woher kommen diese Infos?

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