17,8608 qm² – bis ans Ende der Welt

Man weiß nicht, wie ernst Gunter Sachs es gemeint hat mit der Vergrößerung der Tore. Wer im Wikipedia-Eintrag des 77-Jährigen die Berufe und Hobbies “Industriellenerbe, Fotograf, Dokumentarfilmer, Kunstsammler und Astrologieforscher” liest, nimmt den Mann jedoch schnell für voll. Wer bei Google so etwas eingibt wie “Gunter Sachs Tore”, der erst Recht.

Neun Zentimeter oben, sieben an jeder Seite, das solle genügen, um “aussagekräftigere Resultate” hervorzurufen. Was an einem 1:0 Japans gegen Kamerun nicht aussagekräftig genug ist, verschweigt Sachs. Tatsächlich sind seit der WM 1994 in den USA bei jeder der folgenden Weltmeisterschaften ein paar Tore weniger gefallen. Viermal in Folge, das gab’s noch nie seit 1930. Festzuhalten bleibt aber auch, dass die Trefferzahl seit dem Zweiten Weltkrieg gleich fünfmal ein Ab und wenig später wieder ein Auf erlebt hat. 2014 wissen wir mehr.

Fest steht bei allem Geplänkel jedoch eins: Die Tore werden niemals größer werden. Die Gründe dafür sind so einleuchtend wie banal. Sie heißen “365″ oder auch “68″. Würde man 2,44 Metern mal 7,32 Metern auch nur einen Millimeter hinzufügen, wären Zahlen wie diese Makulatur. Und was würde nur aus der Welt werden, wenn die Kinder unserer Kinder nicht mehr auswendig lernen müssten, wie viele Bundesliga- und wie viele Länderspieltore Gerd Müller erzielt hat? 365 und 68.

14. Juli 2010 von Jannik Sorgatz
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