Mann der Stunde

Nicolas Anelka ist ein Wandervogel wie er im Buche steht. Jetzt scheint er seinen Platz beim FC Chelsea gefunden zu haben und befindet sich in der Form seines Lebens.

Paris, London, Madrid, Paris, Liverpool, Manchester, Istanbul, Bolton, London – nur wenige Fußballer sind in ihrer Karriere derart durch Europa getingelt wie Nicolas Anelka. Kaum einer dürfte dabei gleich für fünf Klubs in vier verschiedenen europäischen Hauptstädten gespielt haben. Ende der letzten Spielzeit schien auch sein Engagement beim FC Chelsea so gut wie gescheitert. Ein einziger Treffer war ihm nach seinem Wechsel von Bolton an die Themse in der Rückrunde gelungen.

Ein paar Monate später zählt er zu den Top-Torjägern des Kontinents, hat in 13 Spielen 12 Tore erzielt und sein Team fast im Alleingang an die Tabellenspitze geschossen. Chelsea hat die letzten vier Premier-League-Partien allesamt gewonnen, mit 13:0 Toren – acht davon gingen auf Anelkas Konto.

Der 53-malige französische Nationalspieler ist einmal mehr ein Paradebeispiel für einen Spieler, den man irgendwie zu kennen glaubt, den man letztendlich jedoch nicht annähernd richtig einschätzen kann. Klar, Anelka, der ist als Chancentod, Wandervogel und ewiges Talent bekannt. Der wird es wohl auch immer bleiben. Denkste.

15. November 2008 von Jannik Sorgatz
Kategorien: Auswärtiges Amt | Schreibe einen Kommentar

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