Bilanz: Negativ

Was Ägypten, Algerien, Argentinien, Brasilien, DDR, England, Frankreich und Italien verbindet, verrät schon die Überschrift: Gegen jedes der acht Länder hat die Nationalelf in ihrer 100-jährigen Geschichte häufiger verloren als gewonnen.

Die beiden afrikanischen Teams und die einstige Heimat des neuen “Ost-Bayerns” sind dabei die einzigen, gegen die statistisch gesehen jedes einzelne Spiel verloren ging.

Völlig weiß dagegen ist die Weste gegen Armenien, Australien, Bolivien, China, Costa Rica, Ecuador, Estland, Färöer, Georgien, Ghana, Iran, Israel, Kamerun, Kanada, Kuwait, Liechtenstein, Marokko, Moldawien, Neuseeland, Nigeria, Oman, Paraguay, Peru, das Saarland, San Marino, Saudi-Arabien, Serbien, Serbien und Montenegro, Slowenien, Thailand und Vereinigten Arabischen Emirate. Am sehenswertesten ist unterm Strich die Bilanz gegen Moldawien mit vier Siegen und 18:3 Toren. Auch nicht außer Acht zu lassen: Die 19:0 Tore in zwei Spielen gegen Zwergstaat San Marino.

Heute Abend könnte damit ein Projekt beginnen, an dessen Ende die Engländer von der “negativen” Liste gestrichen werden. Fünf Siege in Folge sind dazu vonnöten. Das dürftige Torverhältnis von 36:64 dürfte selbst dann wohl noch Bestand haben.

Doch was zählen schon Tore allein in dem ewig jungen Duell, das auf beiden Seiten so viele geschichtsträchtige und traumatische Momente hervorgebracht hat. In Deutschland blickt man zurück auf einen historischen 3:1-Sieg in Wembley auf dem Weg zum EM-Titel ’72. Auf zwei schadenfrohe Erfolge im Elfmeterschießen in den Jahren 1990 und 1996. Und zu guter Letzt hat die DFB-Auswahl den Rivalen von der Insel nicht nur den Abschied vom Wembley-Stadion versaut, sondern ganz stringent auch die Eröffnungsfeier der neuen Arena “gecrasht”.

Besonders traumatisch aus deutscher Sicht ist bis heute ein Tor, das keins war und genau deshalb zur Legende wurde. Doch darüber kann man hinweg kommen. In der jüngeren Vergangenheit erfolgte die Demütigung beim 1:5 in München anno 2001. Als es bei der WM 2002 dann um die Wurst ging, führte der Weg der Nationalmannschaft bis ins Finale – das Mutterland des Fußballs weilte da bereits seit einer Woche zuhause.

5:2 aus deutscher Sicht auf der Demütigungsskala: Also doch alles in Butter?

Die Länderspielbilanz der Nationalmannschaft Gegner für Gegner

19. November 2008 von Jannik Sorgatz
Kategorien: Die mit dem Adler, Zahlen, bitte | Schreibe einen Kommentar

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