2008×12 – Dezember

Entscheidend is auf’m Platzhirsch des Monats:
Christian Ziege

Der Gregorianische Kalender des Weltfußballs, auch bekannt als FIFA-Rahmenterminkalender, dauert in der Regel nur 16 bis 20 Tage und ist damit jedoch immer noch länger als der Januar. Dank der Winterpause zählt der nur 8 bis 10 Fußballtage und wird erst im nächsten Jahr, also 2010, offiziell von der DFL verlängert. Kein Wunder, dass dieser sich nun seinem Ende zuneigende Jahresrückblick fast 50% des Artikel-Anteils im Dezember 2008 einnahm.

Die restlichen guten fünfzig Prozent sahen einen Monat, der die ohnehin prekäre Lage am Niederrhein noch einmal potenzierte. Gladbach verlor am Nikolaustag mit 1:3 gegen Leverkusen und sechs Tage später zum Abschluss der Hinrunde mit 1:2 in Dortmund. Ein eindeutiger Trend! Anscheinend hat das niemand an Ex-Spieler, Ex-Kapitän und Ex-Sportdirektor Christian Ziege weitergeleitet. Einen Tag nach dem dritten Advent überrumpelten ihn plötzlich „persönliche Gründe“. Gladbachs Co-Trainer machte sich kurzerhand zum Ex-Co-Trainer. Dann war erst einmal Ruhe an der Hennes-Weisweiler-Allee. Vor Weihnachten kamen nur noch vier neue Spieler. Darin ist man ja mittlerweile mehr als routiniert. Tomas Galasek bekam dabei einen besonders großzügigen Blumenstrauß überreicht – als 50. Neuzugang der vergangenen viereinhalb Jahre. Mehr dazu in Kürze.

Derweil beduselten sich die Bayern gegen ein gewisses Hoffenheim, das kein Schreibprogramm dieser Welt kennt, in der Nachspielzeit mit 2:1. Anlass genug, die Worte „Freude“ und „Bayern“ ein für allemal in ein und demselben Satz zu verbieten. Basta. Herbstmeister wurden sie übrigens dennoch nicht. Zumindest nicht in der Bundesliga.

Außerdem warf die Höhenluft schnuppernde Hertha aus Berlin die Frage auf, was sie eigentlich so gut macht. Auf eine Antwort wird noch immer gewartet. Gar nicht so einfach. Da hatte sich dann endlich mal jemand ihrer starken Hinrunde gewidmet, schon verloren die Hauptstädter drei der letzten vier Pflichtspiele vor der Winterpause. Eben doch ein „Topteam ohne Gewähr“.

Und so soll das Jahr 2008 mit einer überaus großartigen Weisheit in den Annalen verschwinden: Der Ball ist immer noch rund. Nicht eiförmig.

02. Januar 2009 von Jannik Sorgatz
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