Krisengeschüttelt, wachgerüttelt

“…mit den wenigen Zuschauern, die wir weiterhin immer noch nicht haben.”

Für alle, die sich in ihrer Freizeit gerne mit ägyptischen Hieroglyphen beschäftigen, ist dieses Satzende ein wahrer Augen- und Ohrenschmaus. So etwas kommt dabei herum, wenn man sich als Präsident von Greuther Fürth über die mauen Zuschauerzahlen beschweren will und mitten im Satz bemerkt, dass die 7.000 treuen Seelen zwischen den Zeilen nicht gerade enorme Wertschätzung herauslesen werden.

Wenn man bedenkt, dass zwei Drittel dieser Menschen Jahrgang 1920 und älter sein werden, sieht die Zukunft an den Fürther Ticketschaltern nicht gerade rosig aus. Immerhin war die SpVgg Fürth zu Zeiten der Weimarer Republik eine ganz große Nummer im deutschen Fußball. 1929 gab es den letzten Titel, die letzte von drei Meisterschaften – genau dann also, als die Welt in eine tiefe Depression stürzte und die größte Wirtschaftskrise bis heute durchmachte. 2009 könnte damit das Jahr der SpVgg werden. Zumindest Platz vier dürfte also sicher sein.

13. Februar 2009 von Jannik Sorgatz
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