Franck und frei

25 Millionen Euro hat der FC Bayern im Sommer 2007 für Franck Ribéry überwiesen – ein Haufen Geld, der sich absolut bezahlt gemacht hat und dennoch seine Schatten wirft.

Und so hat er es mittlerweile geschafft, in den Mittelpunkt zu rücken, auch wenn er mal nicht einen seiner Über-Tage erwischt hat, an denen ihn kein Abwehrspieler der Welt so richtig zu stoppen vermag. Denn ein Ribéry, der nicht auffällt: das fällt auf.

Deshalb gilt beim 25-jährigen Franzosen durchaus die Faustregel “je mehr Erwähnungen im Spiel, desto herausragender seine Leistung”. Solide Leistungen im Verborgenen, im Stile eines Didi Hamann oder Frank Baumann, sind beileibe nicht sein Ding.

In den letzten anderthalb Jahren ist er bei den Bayern der personifizierte Erfolg geworden und hat seinen Verein in ein gewisses Abhängigkeitsverhältnis gebracht. Die Lichtgestalt hat es schon immer gewusst, aber es wollte ja mal wieder keiner auf ihn hören: Der Rekordmeister ist ohne seine Nummer sieben nicht ein und derselbe.

Die Statistik zeigt sogar, dass ein wirkungsloser Ribéry für die Bayern schlechter ist als ein verletzter oder gesperrter. Dabei treffen sie ohne ihn noch häufiger, kassieren aber 50 Prozent mehr Gegentore.

Ohne Ribéry:
6 Sp. – 2S 3U 1N – 14:11 Tore – 9 Punkte – 1,5 Pkt. pro Spiel

Mit Ribéry:
14 Sp. – 9S 2U 3N – 29:17 Tore – 29 Punkte – 2,07 Pkt. pro Spiel

Mit Torbeteiligung von Ribéry:
8 Sp. – 7S 1U 0N – 22:9 Tore – 22 Punkte – 2,75 Pkt. pro Spiel

Mit Ribéry, aber ohne Torbeteiligung:
6 Sp. – 2S 1U 3N – 7:8 Tore – 7 Punkte – 1,17 Pkt. pro Spiel

15. Februar 2009 von Jannik Sorgatz
Kategorien: Einwurf, Innenrist | Schreibe einen Kommentar

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