Mainz – Gladbach: Ballade pour Ingelore

Gladbach hat es auch im siebten Anlauf nicht geschafft, auf ein Erfolgserlebnis ein weiteres folgen zu lassen. Erst war das 0:0 zu wenig, später ein Besser-als-nichts-Ergebnis. Doch dann kam Schürrle und machte ein Nichts-Resultat daraus. Borussia ist beschissen worden und hat sich gleichzeitig mal wieder selbst beschissen. Mit wenig hätte sie am Ende viel erreichen können. Zwei Hauptakteure in Mainz: Mike Hanke und Schiedsrichter Deniz Aytekin.

“Tippste?”, fragt Nils am Freitagabend knapp. “1:0 für Mainz”, antworte ich und überlege kurz, ob das nicht zu viel des Schlechten wäre, drei 0:1-Pleiten in vier Spielen. “Oder 2:1″, mache ich den Tipp etwas schwammiger. Die Zeiten der üppigen Torfestivals sind vorbei. In der Rückrunde fallen im Schnitt 2,75 Tore in Spielen mit Gladbacher Beteiligung, der Kantersieg gegen Köln hat ihn noch deutlich angehoben. Sagenhafte 4,29 Tore waren es durchschnittlich vor der Winterpause.

Mein Pessimismus hat seinen guten Grund: Das Spiel gegen Mainz muss ich im heimischen Wohnzimmer gucken. Dort vor dem Fernseher habe ich zuletzt im November 2008 einen Gladbacher Sieg gesehen – in Bielefeld. Seitdem musste ich zwanzig Mal auf der Couch Platz nehmen und habe exakt zwei Unentschieden erlebt – 0:0 in Karlsruhe und 1:1 vor ein paar Wochen in Bremen. Da würde es kaum verwundern, bald auf einer anderen Couch zu landen.

Bei all den schlechten Aussichten wollte ich trotzdem dem Vorwurf keine Chance geben, nicht alles versucht zu haben. Also stand ich am Mittwoch mit einem Glas Wasser und einem Teelöffel in der Hand vor der Fensterbank. Die längst verflüssigten Eiswürfel brauchten Nachschub, unten rechts war bereits eine Raute trocken gelaufen. Beim Schreiben dieser Zeilen, ein paar Tage später, kam ich mir gerade jedoch so bescheuert vor, dass ich in die Küche gegangen bin und das Wasser ins Waschbecken gekippt habe. Diese Saison kann wohl nichts mehr retten, was von dieser Welt ist. Auch kein Leitungswasser.

Ter Stegen – der, die, das iPod-Phone-Pad

So derart erschüttert in meinem Glauben bin ich jedoch noch nicht am Freitag um 20:30 Uhr. Ich rechne mit nichts, aber erwarte alles. Mainz spielt ohne die angestammte Innenverteidigung, Torwart Müller muss verletzt passen, zudem haben die 05er seit Mitte November kein Heimspiel mehr gewonnen und aus den 22 Spielen nach ihrem Startrekord nur Gladbach’eske 24 Zähler geholt. Heißt: Es war nie einfacher, die Mainzer am Bruchweg in die Bredouille zu bringen. Andererseits hat die Borussia seit November 2009 keine zwei Spiele mehr in Folge gewonnen. Heißt: Es war nie schwieriger, nach einem 5:1-Sieg gegen Köln etwas zu holen.

Lucien Favre hat sich gedacht: “Never change a Derby-winning team”. Im Tor steht deshalb wieder ein Mann, der unter der Woche an einigen Stellen gehypet wurde wie ein Apple-Gerät, das iPhone, iPad und iPod eins werden lässt und unser Leben auf den Kopf stellt. Hätte Marc-André ter Stegen sofort seinen Rückzug aus dem Profifußball bekannt gegeben, wäre er als bester Bundesligaspieler mit nur einem Einsatz in die Geschichte eingegangen.

Der Hype hat dem Jungen offensichtlich nicht geschadet. In der 2. Minute ist er gegen André Schürrle mit dem Fuß zur Stelle. Eine menschliche Parade, aber mit den posttraumatischen Belastungsstörungen eines von Torhütern gebeutelten Fans wird das Menschliche schnell zur Weltklasse. Ter Stegen scheint das alles sowieso nicht zu kümmern. Der beste Rat, den man ihm geben kann, ist deshalb wohl auch, einfach so weiter zu machen. Dann legt er mit 37 Jahren eine DVD ein (oder was auf dem Scheiben-Markt dann so angesagt sein wird), lässt seine Karriere Revue passieren und merkt, dass das alles ziemlich gut war – auch damals in Mainz.

Rätsel um Hankes vermeintliches Tor

Gladbach spielt in der ersten Halbzeit so, dass Michael Frontzeck im Interview festhalten würde, er habe “ein sehr gutes Auswärtsspiel meiner Mannschaft gesehen”. Wer diese Saison ein bisschen aufgepasst hat, der weiß, was das bedeutet: Der VfL steht tief, kontert bestensfalls sporadisch und haut das Ding hinten irgendwie aus der Gefahrenzone, manchmal auch nicht. Das gelingt ihm immerhin so gut, dass die ganz großen Zittermomente ausbleiben. Der geringe Aufwand, den die Jungs von Lucien Favre dabei betreiben, erinnert an den Auftritt eines Tabellenachten am 13. Spieltag. Sportlicher Überlebenskampf sieht anders aus.

Unterm Strich hat die Borussia sogar die beste Möglichkeit der ersten Hälfte. Mike Hanke und Marco Reus haben so viel Derby-Drive mit nach Mainz genommen, dass sie in der 21. Minute beinahe das 2:0 vom vergangenen Sonntag kopieren. Den einzigen Vorwurf kann man in der Szene dem Tor von Christian Wetklo machen, weil es einen Meter zu weit rechts steht.

Mitte der ersten Hälfte nimmt eine kleine, aber gravierende Nebenhandlung dann ihren Lauf. Mittendrin: Mike Hanke und Schiedsrichter Deniz Aytekin. An irgendjemanden erinnert mich der 1,97-Meter-Schiri. Der Welchem-Promi-sehe-ich-ähnlich-Generator sagt, es sei eine Mischung aus Roy Keane, Arnold Schwarzenegger und Mick Jagger. Die Telenovela der beiden Darsteller beginnt mit einem Foul von Hanke an Keeper Wetklo, der den Ball bereits sicher in der Hand hatte. Wetklo will den Freistoß ausführen, da kommt Mike Hanke und schießt den Ball ins leere Tor.

Hanke völlig perplex

Die Erzählungen, was sich in der Szene ereignet hat, sind so vielfältig wie die berühmten Gerüchte, die der Schwager der Mutter eines Arbeitskollegen in die Welt gesetzt hat. Mal hat Aytekin gepfiffen, mal nicht. Mal hat Wetklo sich den Ball mit der Hand, mal mit dem Fuß zurechtgelegt, womit er in letzterem Fall den Freistoß bereits ausgeführt hätte. Man wird es vielleicht nie mehr herausfinden. Was bleibt, das sind ein Hanke, der das Unrecht, das ihm widerfahren ist, gar nicht fassen kann, und ein Aytekin, der Hanke von diesem Moment an unübersehbar auf dem Kieker hat.

Einige Zeit später sieht Hanke die gelbe Karte und ist wieder so perplex wie ein Rentner, der verhaftet wird, weil er friedlich seinen Rasen schneidet. Aytekin hält dem vermeintlichen Serientäter eine Hand mit vier gestreckten Fingern ins Gesicht und will keineswegs “fünf Bier für die Männer vom Sägewerk” bestellen. Die Geste soll heißen: Vier Fouls, jetzt bist du reif. Hanke zählt, immer noch völlig perplex, leise nach und kommt partout nicht auf die richtige Anzahl. Die Halbzeit ist lediglich dazu da, die Seiten zu wechseln. Vorhang zu, Vorhang auf und schon geht es weiter mit der schier unendlichen Geschichte um Hanke und Aytekin, die nach 53 Minuten jedoch ein jähes Ende findet.

Hanke hatte nach seinen drei Torvorlagen gegen Köln gescherzt (hoffentlich war es ein Scherz), er sei damit ja wohl “der neue Zehner”. Erstes Problem: Einen Zehner gibt es bei Gladbach gar nicht. Zweites Problem: Wenn Hanke ein Zehner ist, dann geht ein 5-Euro-Schein als 500er durch. Zum wiederholten Male dribbelt sich der Ex-Hannoveraner gegen drei Gegner fest, verliert den Ball, trifft Polanski noch beim Versuch, ihn zu erobern, und leitet einen Mainzer Konter ein, was die Gastgeber zum Glück selbst nicht bemerken und ungenutzt lassen.

Mainz gelähmt in Überzahl

Außerhalb des Bildausschnittes ist Eugen Polanski liegen geblieben. Der Ball wird ins Aus gespielt, weil der Ex-Borusse gerade offensichtlich eine Nahtoderfahrung macht. Aytekin – im wahren Leben nicht Keane-, Schwarzenegger- oder Jagger-Double, sondern Geschäftsführer einer Firma für Lebensberatung – kennt kein Pardon und zeigt Hanke die gelb-rote Karte. Der kann es nicht fassen, ist reif für eine Sitzung bei Aytekins Lebensberaterinnen. Stets zu Diensten steht unter anderem Ingelore, die zugibt: “Schon als Kind hatte ich Vorahnungen und Visionen.” Wem das nicht zusagt, der möge auf Lorentina zurückgreifen, die sich als “hellsichtiges und hellfühlendes Engelmedium” bezeichnet. Klingt erfunden, ist es nicht. Aber so verbindet uns mehr als erwartet: Ingelore, Lorentina und ich halten das Unmögliche für möglich.

In Überzahl spielen die Mainzer plötzlich selbst wie potentielle Aytekin-Kunden. In den Köpfen rattert es ohne Ende: ein Mann mehr, gegen den Letzten, vor eigenem Publikum – das muss doch hinhauen. Anstatt die guten Ansätze der ersten Minuten nach der Pause auch ohne Hanke auszubauen, schauen die Borussen fast schon mitleidig zu, wie ein Vater, der seinen pubertierenden Sohn vor Liebenskummer leiden sieht. Dabei müssten Reus, Idrissou, Arango und Co. nur da weitermachen, wo sie noch gar nicht angefangen hatten. Im Nachhinein klingt das so einfach, doch vermutlich wäre es das sogar gewesen.

Auch ohne übermäßige Teilnahme am Spiel hat die Borussia plötzlich den Sieg auf dem Fuß. Der Fuß gehört Marco Reus und wird von Polanski im Tackling getroffen. Die Entscheidungskette ist normalerweise in diesem Fall eine sehr einfache: Foul, Strafraum, Elfmeter, bestenfalls 1:0. So aber gibt Aytekin Abstoß, was ziemlich absurd anmutet. Hat Polanski Reus getroffen, ist es ein Elfmeter. Hat er den Ball gespielt, muss es Eckball geben. Hat keiner niemanden getroffen, muss es eine Schwalbe gewesen sein.

Seuche und Dummheit

Da spielt man 70 Minuten lang konzentriert, durchaus engagiert, aber eben nicht überragend und nicht der Situation entsprechend Fußball, ist seit 17 Minuten in Unterzahl, hat eine gute Torchance gehabt. Und auf einmal könnte man sich so gut wie aus dem Nichts eine fette Bonuszahlung abholen. Es sind diese Nuancen, die am Ende die großen Entscheidungen fällen werden. Gladbach ist es nur selbst Schuld, dass man auf diese Nuancen so erbittert angewiesen ist.

“Bei uns herrscht die größte anzunehmende Seuche in Tateinheit mit Dummheit an der einen oder anderen Stelle”, konstatierte HSV-Vorstandschef Bernd Hoffmann einst, als bei seinem Verein gar nichts mehr funktionierte. Es trifft fast uneingeschränkt auf die Borussia anno 2011 zu. Die Seuche war groß, die Seuche ist groß, aber der Traum vom Klassenerhalt ist noch immer nicht gestorben. Und dann packt es die Mannschaft einfach nicht, zweimal hintereinander einen Schritt nach vorne zu machen, anstatt sich mit aller Macht gegen den Rückschritt zu wehren.

Ein paar Minuten vor dem Ende hat das Unentschieden mittlerweile seinen Reiz, ein Besser-als-nichts-Ergebnis. Dann zieht Schürrle von der linken Seite in die Mitte, zieht aus 25 Metern ab und beweist, warum es nicht zu pathetisch ist, von einem “Treffer mitten ins Herz” zu sprechen. Und plötzlich hat die Borussia ein Nichts-Ergebnis.

Die Leiden auf der Couch

Max Eberl tobt nach dem Spiel so sehr, dass er kurz vor einem Vertragsabschluss bei Aytekins Firma stünde, wenn nicht gerade Aytekin selbst der Grund für den Zorn des Sportdirektors wäre. “Wie eine Wurst”, habe der Schiedsrichter gepfiffen. Wer weiß, dass Würste nicht pfeifen können, findet den Vergleich durchaus angebracht. Mindestens einmal hat Aytekin in einer entscheidenden Szene nicht gepfiffen. Polanski legte Reus. Schaut man sich die Bilder noch einmal an, wird deutlich, dass wohl ausgerechnet Mo Idrissou dem Linienrichter ein wenig die Sicht versperrte. Fragt sich nur, warum Aytekin, der sich mittlerweile entschuldigt hat, überhaupt auf seinen Assistenten in dieser Szene angewiesen war.

Als das Spiel vorbei ist, herrscht absolute Stille im Wohnzimmer, nach der 19. Sofa-Niederlage im 21. Spiel seit Bielefeld ’08. Man will das Leid von Fußball-Fans nicht immer mit dem Tod vergleichen, weil der Tod so viel schlimmer ist, als es der Fußball jemals sein kann. Aber in diesem Moment kann man nicht anders: Es hat den Anschein, die Familie habe gerade eine erschütternde Nachricht erhalten.

Am Morgen nach dem nächsten gefühlten Abstieg ist der Überlebenswille schon wieder da. Der Tabellenrechner wird malträtiert. Mal haut es hin, mal ist nichts mehr zu retten. Sieben Punkte, neun Punkte – wie viele würden reichen? Vor den 15:30-Spielen buche ich die Zugtickets für Hannover, Montag folgen die Hamburg-Karten. Alles besser, als den Untergang vor dem Fernseher hilflos mitanzusehen.

Geschichte wiederholen

Dann gewinnt Stuttgart beim 1. FC Köln, der von der 1:5-Derbypleite offenbar ein schlimmes Trauma davongetragen hat. Wolfsburg geht gegen St. Pauli in Führung, St. Pauli dreht das Spiel, damit Wolfsburg in der 89. Minute das aus Borussensicht schönste Tor eines Wolfsburgers aller Zeiten erzielt. Mittlerweile währt Sympathie nicht einmal mehr 90 Minuten. Man muss flexibel sein und den Richtigen zum richtigen Zeitpunkt das Richtige wünschen.

Nach 30 Spielen ist Gladbach wieder auf dem Stand von 25.

Nach 30 Spielen ist Gladbach wieder auf dem Stand von 25.

Bis auf ein noch immer nicht zu fassendes 5:1 im Derby hat es die Borussia in den entscheidenden Spielen nie geschafft, sich erfolgreich zu wehren. In den sieben Spielen nach Siegen gab es einen einzigen Punktgewinn, 7:17 Tore. Solange es jedoch Beispiele gibt, in denen Gladbach persönlich aller Unmöglichkeit getrotzt hat, wäre es fahrlässig, jetzt schon endgültig aufzugeben.

Am 30. Spieltag der Saison 1997/98 kassierte die Borussia am Bökelberg eine 0:3-Pleite gegen den MSV Duisburg. Drinbleiben? Ausgeschlossen! Am darauf folgenden Spieltag gab es ein 2:1 bei Borussia Dortmund, damals amtierender Champions-League-Sieger. Es hatte den Anschein, als könnte noch alles gut werden. Am 32. Spieltag führte der VfL sogar 2:0 auf dem Betzenberg beim Meister in spe. Der FCK drehte das Spiel, Marschall erzielte den Siegtreffer in der 90. Minute – eine Niederlage so bitter wie eine Fabrik für Herrenschokolade.

Der Rest ist dann schnell erzählt: Rostock, Wolfsburg, sechs Punkte, Klassenerhalt, Wunder. Friedel Rausch sollte unter der Woche jeden Tag in die Kabine kommen und die Geschichte von damals erzählen. Zeitzeugen, die in Wolfsburg vor Ort waren und nach dem Spiel heulend den Platz stürmten, sollten sich dazugesellen. Ich bin mir nicht restlos sicher, ob sie Gehör finden würden.

17. April 2011 von Jannik Sorgatz
Kategorien: Fohlengeflüster | Schlagwörter: , , , , , | 10 Kommentare

Kommentare (10)

  1. Wunderschön geschrieben mit tragischem Inhalt. Mach das beruflich, Deine Artikel sind kurzweilig von der ersten bis zur letzten Zeile.

    PS: Noch ein Zitat für Eure Situiation: “Haste Scheisse am Schuh dann haste Scheisse am Schuh.”

  2. Wieder einmal: Erfrischend un-reißerisch (anderes Wort fällt mir nicht ein) und so subjektiv objektiv wie es nur ein “wahrer Fan” sein kann. Danke. Deine Beiträge erhellen den Trübsinn nach solch unnötigen Niederlagen und Tiefschlägen immer wieder – oder machen einen Punktgewinn noch schöner!

    Um es Betzebub gleichzutun (Stichwort Phrasenschwein): “Die Hoffnung stirbt zuletzt”.

    PS: Ach ja, ich hätte die geschmolzenen Eiswürfel auch weggekippt.

  3. Was hab ich geflucht. Über Hanke, über Eure Verteidiger, weil niemand den Schürrle am Schießen hindert und natürlich über den Schiri, der einen derart klaren Elfer nicht gibt.

  4. @Betzebub: Danke! Ich rätsel’ übrigens immer noch, warum deine Kommentare immer zuerst im Spam-Ordner landen. “Betzebub” klingt ja nun gar nicht nach irgendwelchen illegalen Pillen aus China.

    @fohlenfreundin: Immer wieder gerne. Noch vier Therapiestunden kommen.

    @KleinePfeife: Tja, da gibt man Mike Hanke ab und muss immer noch über ihn fluchen.;)

  5. Danke für deinen Blog. Ist immer eine Freude am Wochenanfang deine Berichte zu lesen.
    Entweder um den Frust abzubauen oder die Freude zu genießen.

    Ich bin echt froh, wenn es endlich vorbei ist. Ich kann die Floskeln vom rechnerisch noch Möglichen nicht mehr hören.

    Wenn es so weiter läuft, wird Gladbach absteigen und die Mannschaft merkt es nicht mal.

    Ich vermisse das Aufbäumen, das Chaos, die Unruhe und die Angst vor dem Abstieg in der Mannschaft. Die Borussia wird die erste Mannschaft sein, die mit Seelenruhe absteigt.

    Und. Hier kann ich es ja sagen:

    Ich bin für Matthäus als Trainer in der 2. Liga!

  6. Hallo!
    Wieder mal schön geschrieben!

    Mit dem gewissen Augenzwinkern und der Verzweiflung eines “echten” Fans schreibst Du mir bei eigentlich jedem Artikel aus der Seele.

    @brotsalami

    Ich bin auch für Matthäus als Trainer in der 2.Liga….

    Aber nicht bei BMG…Von mir aus in Aue,Braunschweig oder Ingolstadt-aber bitte nicht bei “meiner” Borussia…*StoßgebetzumliebenFußballgottschick*

    Mit Favre wird es auch in der 2.Liga weitergehen,wenn-ja,wenn wir denn absteigen.

    Oder sollten wir hoffen das unsere Borussia absteigt um einen Schnitt in der Mannschaft zu machen und Favre die Möglichkeit zu geben eine Mannschaft nach seinen Vorstellungen zu formen?

    Oder sollten wir jeden Sonntag bis einschließlich zum 34. Spieltag in die Kirche gehen,50 Cent für ein Kerz’chen investieren und still beten das die Klasse gehalten werden kann?Wenns dann klappt-geht dann der ganze Mist nächste Saison von vorne los?

    Ich bin diesbezüglich sehr zwiegespalten….

    Viele Grüsse aus Lügde!!!

  7. So ist das, wenn man bekannt wird mit seinem Blog. Dann kommen auch die ersten Wahnsinnigen daher.

  8. Ich geb ja zu der Gedanke ist radikal, und bedarf einiger Voraussetzungen. (Matthäus bekommt Interview Verbot bei der Bild, alle dunkelhaarigen, rassigen mittdreißiger Frauen müssten aus Gladbach abgeschoben werden,…)

    Aber ich denke fussballerisch, taktisch und von der Motivation her (so als alter Gladbacher) würde das immerhin nichts schlimmer machen.

    Wenn Christoph Daum in der Bundesliga trainieren darf, warum dann nicht auch Matthäus?
    Und wenn ein Verein der erste sein sollte den er in der Bundesliga trainiert, dann ist es meiner Meinung nach die Borussia.

  9. Matthäus als Trainer und Effenberg als Sportdirektor-wer könnte denn dann noch den Königs machen?
    Ich glaube, dann würde ich meine Dauerkarte in der 2.Liga doch nicht übernehmen!

  10. Matthäus ist auch eher mein Alptraum als mein Wunsch. Mit dem als Trainer würde ich jede Nacht schweißgebadet aufwachen. Dass Christoph Daum noch immer in der Bundesliga arbeitet, ist ja der eigentliche Skandal.

    @brotsalami: “Ich vermisse das Aufbäumen, das Chaos, die Unruhe und die Angst vor dem Abstieg in der Mannschaft. Die Borussia wird die erste Mannschaft sein, die mit Seelenruhe absteigt.” – hab’ auch das Gefühl, wir sind die einzigen, die genau das empfinden, was du von der Mannschaft forderst.

    PS: Warum eigentlich Mittdreißiger? Abiturientinnen!

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