Hannover – Gladbach: Denkt doch an die Kinder!

Nicht nur die Tage werden länger, sondern auch die Texte. Ein Indiz dafür, dass die Wochen angebrochen sind, in denen 90 Minuten noch größere Schatten vorauswerfen als sonst und tagelang nachhallen. Mittlerweile ist man ein 24/7-Fan, der versucht, den Rest der Zeit namens Leben so zuverlässig wie immer zu bewältigen. So ein Auswärtssieg in Hannover wirft einen dann aber doch kurzzeitig aus der Bahn.

Nein, ich hatte nicht aufgegeben. Nur glaubte ich mit dem letzten Brotkrümel Menschenverstand, der mir geblieben ist, nicht mehr daran, dass sich in den letzten sechs Spielen der Saison etwas an der Lage der Borussia ändern sollte. Zu bitter und zu hilflos war die 0:1-Niederlage in München bei all den positiven Ansätzen gewesen. Montags um zehn Uhr morgens saß ich trotzdem vor dem Computer und bestellte zwei Tickets fürs Auswärtsspiel in Hannover.

Mein Gedanke: Das ist in etwa so verwegen, wie heutzutage, fast zwei Jahre nach dessen Tod, Karten für ein Michael-Jackson-Konzert zu kaufen. Aber es halten sich Theorien, der King of Pop führe mit Elvis irgendwo eine Strandbar. Warum also nicht das letzte schier sinnlose Fünkchen Hoffnung auf den Nichtabstieg am Leben halten?

Mein Bruder sollte mitkommen nach Hannover. Ich hatte zumindest mit dezenter Freude gerechnet, als ich ihm davon erzählte. Aber vermutlich kamen in ihm die Erinnerungen an die Rückfahrt aus Kaiserslautern hoch, als wir uns drei Stunden lang abwechselnd anschwiegen und ankeiften. Zudem erwies es sich als problematisch, ihn in das Stadion zu bewegen, in dem 2009 der Sarg von Robert Enke stand. Wie einem Menschen mit Down-Syndrom erklären, dass davon am 30. April 2011 nichts mehr zu sehen und womöglich nicht einmal mehr etwas zu spüren sein sollte? Also musste meine Mutter dran glauben.

Mir klangen noch ihre Worte in den Ohren, die sie im Grunde nach jeder ihrer seltenen Auswärtsfahrten wiederholt hatte: “Nein, das tu’ ich mir nicht mehr an.” Wahlweise angefügt: “Dafür bin ich zu alt.” Der Frust war nachzuvollziehen, konnte sie bislang doch lediglich vier Niederlagen mit 3:15 Toren vorweisen. Wer setzt sich da mit 51 Jahren an einem Samstagmorgen in den Regionalexpress, um einem Verein dabei zuzusehen, wie er um das Wunder Klassenerhalt kämpft. Einem Verein, dem man in den 70er-Jahren bei fünf Meisterschaften, zwei Uefa-Cup-Siegen und einem Pokalsieg zugesehen hat. Es muss Liebe sein.

Wie das so kam mit der Borussia

Ich muss zugegeben, dass ich in Sachen Fußball ein ziemliches Muttersöhnchen bin. Meine Mutter ist bis heute so etwas wie die letzte Instanz in allen Fragen, über die sich Stammtische, Zeitungsartikel und Vereinsfunktionäre den Kopf zerbrechen. Wir haben uns irgendwie gegenseitig so tief in die Sache hier reingezogen, dass wir einfach keinen Weg mehr rausfinden werden.

1995 kaufte meine Mutter das erste Gladbach-Trikot für meinen Bruder, während ich als Fünfjahriger feststellen musste, dass es offenbar nicht vorgesehen war, mich fußballerisch zu taufen. Ein paar Tage lang blieb ich ein Heidenkind, bis meine Mutter die trotzige schlechte Laune eines kleinen Jungen bemerkte, der sich zum ersten und einzigen Mal im Leben als Sohn zweiter Klasse fühlte. Der Liebesentzug war schnell behoben, im nächsten Sportgeschäft. In Grün fuhr ich nach dem Pokalsieg mit Puky-Rad und Gladbach-Fahne durch die Nachbarschaft.

Es kam der erste Stadionbesuch beim Supercup gegen Borussia Dortmund. Eltern, Bruder und ich. Das erste Mal auf dem Bökelberg, ein 3:0 über den Hamburger SV. Eltern, Bruder und ich. 1998 waren am vorletzten Spieltag nur noch meine Mutter und ich übrig geblieben. Gladbach besiegte Hansa Rostock mit 5:2 und brachte das erste große Klassenerhaltswunder auf den Weg.

11:48 Uhr statt fünf vor zwölf

In der ersten Abstiegssaison gab es ein Spiel, das hätte einen Neunjährigen durchaus auf alle Ewigkeit vergraulen können. An einem Dienstagabend im Dezember saßen wir bei zweistelligen Minusgraden auf der verwaisten Haupttribüne auf dem Bökelberg. Die Borussia empfing Werder Bremen in einem Nachholspiel, verlor 0:1, was jedoch nur 22 000 Zuschauer miterlebten. Bis heute meine ich, es müssten weniger gewesen sein. Wer weiß, ob der Verein nur die verkauften Karten gezählt hat. “Wer danach nochmal wiederkommt, der wird es wahrscheinlich ein Leben lang tun”, sagt meine Mutter am Samstag irgendwo zwischen Gütersloh und Bad Oeynhausen. Wir sind dabei, zu rekapitulieren, wie es – abgesehen von biologischen Zusammenhängen – so weit kommen konnte, dass ein 21-Jähriger mit seiner Mutter “nach auswärts” fährt. Nicht um die Ecke nach Köln oder Gelsenkirchen, sondern nach Hannover.

Wir kamen damals wieder, im Jahr 1999, nachdem wir uns von den inneren Erfrierungen erholt hatten. Wechselten auf die Stehplätze, verabschiedeten uns 2004 mit Tränen in den Augen vom Bökelberg. Auf das “Wie war’s in der Schule?” folgten beim Mittagsessen stets die wichtigsten Nachrichten von den Videotext-Seiten 200 bis 230. Bevor ich 2005 für ein Jahr in die USA ging, überredete ich meine Mutter so lange zu einer Dauerkarte, bis sie sich nicht mehr wehren konnte. Ich kam wieder – nach Deutschland, in den Borussia-Park. Und so sitzen wir nun alle zwei Wochen dort, ohne dass ich mich frage, warum ich nicht unten in der Nordkurve stehe, sondern in Block 17A neben meiner Mutter Platz nehme. Es ist so ein Dogma, fußballgottgegeben. Vermutlich wird der sich auch etwas dabei gedacht haben, als er uns in den Zug nach Hannover setzte.

In den vier Wochen seit der Ticketbestellung im Internet sind die Zweifel längst wieder der Hoffnung gewichen. Gladbach hat Köln 5:1 besiegt, ist gegen Mainz einmal mehr gefühlt abgestiegen und am Ostersamstag gegen Dortmund wieder auferstanden. Die Uhr steht nicht mehr auf fünf vor zwölf, sondern in etwa auf 11:48 Uhr. Wir sind gekommen, um zu gewinnen, als wir in Hannover aus dem Zug steigen, nach einer Odyssee über Dörfer, in denen jedes Haus eine eigene Postleitzahl zu haben scheint. Der Niederrheiner neigt trotz all dem Bäuerlich-Provinziellen, das in ihm steckt, zu Überheblichkeit gegenüber ärmlicher besiedelten Gegenden. Das machen die sechs Autobahnen in Reichweite seines Mähdreschers. Wir haben die A61 und ihr nicht.

Hannover – wie das Date mit der gelangweilten Blondine

Hannover ist inmitten dieser Gegend ja so etwas wie konzentrierte Provinzialität. Hannover-Bashing ist mittlerweile zwar fast so langweilig wie die Aussage, Bielefeld gebe es in Wirklichkeit ja gar nicht. Aber was soll man über eine Stadt verlieren, die meist nur dann thematisiert wird, wenn thematisiert wird, dass man dort im Grunde gar nichts thematisieren kann. Der Bahnhof ist übrigens schön. Fragt sich nur, ob Hannover den als Gerhard-Schröder- oder WM-2006-Stadt bekommen hat. Nein, es war die Expo 2000.

Würde es regnen, wäre die Stadt vermutlich nach wenigen Minuten unten durch. So aber kommt Hannover bei Sonnenschein durchaus ansehnlich daher, mit einem Stadion, in dem bis 17:18 Uhr am besten Dinge geschehen sollen, die die Stadt zur schönsten des Tages machen. Wobei selten gesagt wird, Hannover sei hässlich. Hannover ist eher wie das Date mit einer netten Blondine, die sich die ganze Zeit ihre Haare um den Finger wickelt und gelangweilt gähnt.

Wir sind auf dem Fußweg zur AWD-Arena, bei deren Name ich unweigerlich an den Schnäuzer von Firmengründer Carsten Maschmeyer denken muss, den ihm erst Veronica Ferres abrasieren konnte. Das Stadion ähnelt dem Multimillionär: außen und innen sicherlich ganz nett, aber mit Makeln, die man nicht unter den Teppich kehren kann. Eine halbe Wanderung über den Jakobsweg trennt die Gästefans außerhalb des Käfigs von der nächsten Bierbude. Wer ein Bier wegbringen will, muss ebenso weit laufen. Am besten also: austrinken, warten, pinkeln.

Im Ikea-Familienblock

Doch auch auf dem Trockenen ist die Zuversicht riesig. “Auswärtssieg”-Rufe vor dem Anpfiff sind selten und werden selten so laut gewesen sein. Selbst meine Mutter, Pessimist aus Überzeugung, ist trotz ihrer verheerenden Auswärtsbilanz guter Dinge. Alleine ein paar Kinder vor ihr stören ihre Laune. In zwei Reihen haben sich dort gleich drei Elternpaare mit insgesamt fünf Sprösslingen unter sieben Jahren platziert. Der Gästeblock wird zum Familienblock. Was ist da los?

Die Kinder haben so viel Spaß wie sonst sicher nur im Bällebad eines großen Möbelhauses. Verantwortlich dafür sind schwarz-weiß-grüne Luftballons, die aus dem Stehblock über den Zaun fliegen. 22 Euro haben ihre Väter, übrigens Hannover-Fans, für die Karten ausgegeben. Was man dafür alles bei Ikea bekäme! Und während ihre Eltern dort Hot Dogs verzehren, würden sich die Kleinen im Kinderparadies austoben. “Gleich wird es noch lauter”, sagt der Vater zum Sohn, “dann kannst du dir die Ohren zuhalten.” Ich will lachen, meine Mutter ist schneller. Der Blick des Christian-Wulff-Verschnittes soll böse sein, ist aber so angsteinflößend wie ein (aufgebautes!) Billie-Regal.

Tatsächlich wird man leicht dünnhäutig, wenn einem Sechsjährige mit Luftballons vor der Nase rumwedeln, während es auf dem Rasen ums Überleben in der Bundesliga geht. Da ist die endlos spielende Kapelle auf der Titanic wohltuender. Wenigstens geben sich die Jungs von Lucien Favre – mit Mike Hanke anstelle von Patrick Herrmann in der Startelf – redlich Mühe, die Gemüter etwas zu beruhigen.

Von der Latte an die Latte

Vor uns war auf dem Weg zum Stadion ein Hannover-Fan mit selbst gebastelter Champions-League-Trophäe gelaufen. Im Unterrang hatte sich ein 96er stolz in eine Europa-Flagge gehüllt. “Ihr könnt nach Baku fahr’n!”, will ich schon laut skandieren, bevor mir einfällt, dass ich mich selbst irgendwie nicht ungern nach Aserbaidschan aufmachen würde.

Offensichtlich hat sich die Slomka-Elf von der Tabelle täuschen lassen. Was nur allzu menschlich ist. Ein Trainer kann doch noch so sehr den Ball flach halten, noch so viel erzählen, seine Spieler ihm noch so viel davon abnehmen – am Ende bekommt man es wohl nicht aus dem Kopf raus, dass das Spiel gegen den Siebzehnten das zweitleichteste der Saison sein müsste.

Die Borussia beginnt, als sei die Tabelle nur irgendein mafiöses Gespinst der Fifa. Als seien alle Tabellenplätze zwischen 3 und 17 ausgelost worden. Daems wird zunächst wunderbar freigespielt, die Hereingabe ist ordentlich. In der Mitte will sich der Ball gerade mit dem VfL verbünden und ins Tor segeln. Da ist Emanuel Pogatetz zur Stelle und köpft das Ding über die Latte – so zumindest sein Plan. Der Ball fliegt stattdessen gegen das Aluminium. Der Fußballgott erlässt einen Teil der Glücksschulden, die sich angehäuft hatten, als der BVB vergangene Woche gleich zweimal etwas zu genau gezielt hatte.

0:0 zur Pause wie ein Wermutstropfen

Bald darauf macht ein Altbekannter auf sich aufmerksam: Sergio Pinto weiß offenbar nicht wohin mit all der provokanten Energie, wenn Raul Bobadilla fehlt, sein Freund aus dem Hinspiel. Er ergreift die nächstbeste Gelegenheit zum taktischen Foul und sieht die gelbe Karte. Wenig später foult er Tony Jantschke. Während der Tritt von Bobadilla gegen Pinto letzten Dezember aus der Ferne zu erkennen war, ist die späte Revanche zumindest zu erahnen. Der Tritt auf das Knie von Jantschke ist fies und fies ist eigentlich Gelb-Rot.

Hannover kommt bis zur Halbzeitpause selten gefährlich vors Tor von Marc-André ter Stegen. Die Versuche sehen lustlos aus. Als sei sofort die Luft raus, wenn der Ball mal nicht nach den von Slomka eingebläuten zehn Sekunden in der Gefahrenzone landet. Martin Stranzl und Roel Brouwers wachsen zudem über sich hinaus. Ein Österreicher und ein Niederländer machen hinten dicht. Das passiert sonst nur in der Wohnwagen-Schlange auf einem Campingplatz an der italienischen Adria. Zum sechsten Mal in Folge kassiert die Borussia in der ersten Hälfte kein Gegentor.

Das 0:0 gleicht fast einem Wermutstropfen, so überlegen tritt der VfL auf. Was ich bis dato verschwiegen habe: Einen Schuss von Hanke, der nur vorbeiging, weil Hanke spielt wie der junge Hanke, der sich vom alten bekanntlich wenig unterscheidet. Hinzu kommt eine Szene, in der Gladbach gar nichts für das Fast-Tor konnte. Cherundolo passte schlampig zurück, Zieler bemerkte gerade noch rechtzeitig, dass Eigentore auch zählen.

Hanke glücklos

Mainz leistet derweil gegen Frankfurt ganze Arbeit und führt 3:0. Was Leverkusen jedoch in Köln abliefert, scheint wieder die Vermutungen zu bestätigen, dieser Verein sei wie ein Würfel, auf dem sich nur Einsen befinden. Vier Punkte sind es zu diesem Zeitpunkt auf den Relegationsplatz, was für die restlichen beiden Spiele bedeuten würde, dass Frankfurt lediglich zwei Punkte oder Wolfsburg wahlweise gar keinen Punkt mehr holen dürfte – sechs Zähler der Borussia vorausgesetzt. Doch die beginnt nach der Pause so, als hätte sie definitiv keinen Bock, es mit den Wundern überzustrapazieren.

Hanke entschließt sich in der 53. Minute ausnahmsweise, sein Alter Ego aus dem Derby nach außen zu kehren. Der Ex-Hannoveraner und Ex-Wolfsburger (was soll man da erwarten?) spielt einen Marco-Reus-Pass auf Marco Reus. Den verwirrt der Rollentausch offenbar so sehr, dass er nicht weiß, ob es nun am besten schnell, wuchtig, elegant oder alles auf einmal gehen soll. Zieler ist zur Stelle und wirft die Frage auf, ob der Bundestrainer nicht spätestens für die WM 2014 sechs Torhüter nominieren sollte – nur weil er es mit gutem Gewissen tun könnte. Zum ersten Mal habe ich mich in dieser Szene ernsthaft mit dem Thema Torjubel befasst, den Gedanken aber gleich wieder verworfen.

Wäre die Kurve eines EKG ein Bach, der ruhig dahinplätschert, dann herrschte von da an im Zehn-Minuten-Takt Lachswanderung. Fische springen aus dem Wasser, es spritzt. Und ich bin der blöde Bär, der einfach keinen zu fassen bekommt. Erst macht Reus den Arango – wenn die Borussen an diesem Tag einfach ihre angestammten Rollen bekleiden würden, stünde es längst 2:0. Der Freistoß des 21-Jährigen hätte die Fläche einer großen Wohnzimmerschrankwand zur Verfügung gehabt. Stattdessen trifft er die Zimmerpflanze links daneben. Als Mo Idrissou nach toller Flanke von Havard Nordtveit an die Latte köpft, versinke ich erstmal in meinem Sitz. Erst hatten wir mal Glück, dann kam doch wieder Pech dazu?

Die Erlösung in der 76.

Einst gab es Spiele ohne derartige Torchancen. Dann gab es Spiele, in denen sich die Borussia verunsichern ließ, weil es trotz großer Chancen einfach nicht hinhauen wollte. Jetzt ist es offenbar an der Zeit, allen Widrigkeiten zu trotzen und solange zu kämpfen, bis das Ding drin ist. Zeilen wie diese haben in den vergangenen Monaten solch einen Seltenheitswert gehabt, dass sie so aufgesetzt pathetisch wirken wie eine japanische Fußballserie auf RTL II.

Doch wie anders soll die Gemütslage sein, wenn man Reus dabei zusehen darf, wie er Tempo aufnimmt. Wie er überlegt, ob er nicht abspielen, nicht den besser postierten Mitspieler suchen soll, der womöglich gar nicht da ist. Wie er kurz so tut, als wüsste er selbst nicht, ob er rechts oder links am Gegenspieler vorbeiziehen soll. Wie er dann abzieht. Wie das Ding unter der Latte einschlägt. Wie es nach 76 Minuten in Hannover einfach nur die Erlösung ist. Am 32. Spieltag hat die Borussia endlich die Drei-Punkte-Regel kapiert.

Bereits gegen Dortmund hatte ein Konter mehr als 1000 Worte über den Fußballer Marco Reus erzählt. Der hatte 30 Meter Platz vor sich, einen regelrechten Tunnel zwischen zwei Gegnern, in den er nur mit seinem ansatzlosen Antritt hineinstoßen musste. Doch Reus nahm lieber die Passstraße, wollte keine Maut bezahlen, mied die Dunkelheit in der Röhre, die doch so viel schneller ans Ziel geführt hätte. Wer weiß, wie viele Tore auf seinem Konto stünden, wenn er nicht viel zu oft auf den Eigensinn verzichten würde, der große Fußballer beziehungsweise die, die es noch werden wollen, in entscheidenden Situationen auszeichnet.

The trend is your friend?

Köln führt da schon lange gegen Leverkusen, Stuttgart hat das Spiel in Hoffenheim gedreht – bei all dem, was die Borussia mittlerweile selbst zu ihrer Rettung beiträgt, macht es ihr die Konkurrenz so schwer wie nur möglich. Vergangene Saison wurden 39 Punkte gefeiert. 2010/2011 wäre Gladbach mit dieser Ausbeute weitaus tiefer unten reingerutscht. Die 31 Punkte aus dem ersten Jahr nach dem Wiederaufstieg hätten diesmal nur gereicht, um unter Umständen knapp vor St. Pauli zu landen.

So aber kämpft die Borussia in Hannover darum, den Klassenerhalt am 33. und 34. Spieltag so sehr in der eigenen Hand zu haben, wie es vor ein paar Wochen niemand mehr zu träumen gewagt hat. Plötzlich stimmt das Kollektiv. Ein Roman Neustädter behält die guten Ansätze bei, die immer da waren, und lässt die apokalyptischen Fehler sein, die das Ordentliche zuvor immer begleitet haben. Roel Brouwers springt ohne Spielpraxis ein für Dante, macht den Saisonbeginn vergessen, als er nicht nur gefühlt an jedem Gegentor beteiligt war. Momentan läuft es bei der Borussia so rund, dass man erahnen kann, auf welche Weise Borussia Dortmund mal eben Deutscher Meister wird – alle Spieler müssen bereit sein, jedes Spiel 90 Minuten lang über sich hinaus zu wachsen. Es ist wirklich keine Floskel, sondern eine Tugend, die nur wenige Mannschaften so zuverlässig verinnerlichen.

Der VfL hat es nun zweimal geschafft und wird es vermutlich noch zweimal schaffen müssen. Die letzten Augenblicke in Hannover sind zwar kaum weniger spannend als gegen Dortmund. Doch der leidende Körper auf der Tribüne weiß genau, ob er eine Führung 55 oder nur wohltuende 14 Minuten lang mit jeder Zelle verteidigt hat. Der Zeiger bewegt sich so viel schneller als noch vor einer Woche. Dann ist es vorbei und die Borussia hat – auf die vergangenen zwei Jahre bezogenen – beinahe Historisches vollbracht: Sie hat zweimal in Folge gewonnen, erstmals seit November 2009. Davor waren es die Siege gegen Schalke und Cottbus am 31. und 32. Spieltag der Saison 2008/2009, jeweils 1:0-Siege – wenn das keine Omen sind.

Keine Argumente für Effe und Co.

Immer mehr erhärtet sich der Eindruck, nach der Entlassung von Michael Frontzeck habe eine neue Saison begonnen. Spätestens jetzt dürfte klar sein, dass man Max Eberl und Co. derzeit nur einen Vorwurf machen kann: Sie haben sich zu spät von Frontzeck getrennt. Ansonsten haben beispielsweise zwei der drei Wintereinkäufe voll eingeschlagen. Bei Martin Stranzl muss man sich fragen, wie unauffällig er in Moskau gespielt haben muss, dass alle Vereine der Bundesliga ihn vier Jahre lang links liegen lassen konnten. Havard Nordtveit hat viele Höhen mit gelegentlichen Tiefen, die zu verkraften sind. Der Mann ist 20 Jahre alt. Mike Hanke ist als Neuverpflichtung ein Streichergebnis, das bei zwei Volltreffern kein Weltuntergang ist. Es hätte immer noch schlimmer kommen können.

Drei Punkte auf Platz 15 waren es zuletzt nach dem 14. Spieltag.

Der größte Gewinn aber ist Lucien Favre. Beim Gedanken daran, dass ja selbst sechs Punkte unter Umständen nicht reichen könnten, schießen mir schon jetzt beinahe die Tränen in die Augen. Es wäre wie ein Gewitter aus dem Nichts, das einem Cabrio-Fahrer das ganze Auto unter Wasser setzt: selbst verschuldet, aber nicht gerecht. In zehn Spielen unter Favre hat die Borussia nun so viele Punkte geholt wie in 22 unter Frontzeck. Sie hat in diesen zehn Spielen nur ein Tor mehr kassiert als in 90 Minuten in Stuttgart. Sie stellt die fünftbeste Abwehr der Rückrunde und hat dabei noch immer die neuntmeisten Treffer erzielt. Am Ende könnte diese Saison schlichtweg zu kurz sein. Da würde es doch passen, wenn stattdessen eine unverhoffte Verlängerung die Rettung bringt – die Relegation.

Spätestens dann hätten Stefan Effenberg, Horst Köppel und Co. auf der Mitgliederversammlung keine Argumente auf ihrer Seite. Bliebe schließlich nur zu hoffen, dass nicht allzu viele der Leute abstimmen, die meinen, dass viele “Uhr-Borussen” (sic!), die plötzlich um die Ecke kommen, ein Indiz für Kompetenz seien. Aber ja, das ist Demokratie. Wer eine Stimme hat, hat eine Stimme. Auch diejenigen, die mit aller Vehemenz fordern, Effenberg müsse als neuer Sportdirektor bitte mal 20 bis 30 Millionen Euro in die Hand nehmen – für einen Spieler, wohlgemerkt.

Erzählstoff für die Enkel

Man kann das Erreichte ja erst richtig einordnen, wenn man sich vorstellt, es wäre anders gelaufen. Wer sich einmal zehn Sekunden nimmt und so tut, als hätte es einen der beiden Siege gegen Dortmund und Hannover nicht gegeben, der wird wissen, was ich meine. Man will sofort an etwas anderes denken. Als wir auf der Rückfahrt im ICE sitzen, geht mir durch den Kopf, wie beschissen es wäre, ohne drei Punkte in diesem Abteil zu sitzen. Wie sehr mich Bielefeld und Hamm ankotzen würden. Wie nervig es wäre, dass es das Weizenbier nur in Plastikbechern gibt. Wie lang drei Stunden Heimfahrt wären.

Zum ersten Mal komme ich mit meiner Mutter von einer Auswärtsfahrt nach Hause, ohne den bereits zitierten Satz gehört zu haben: “Nein, das tu’ ich mir nicht mehr an.” Stattdessen wird sie meinen Enkeln nicht nur von diesem kalten Abend damals gegen Bremen auf dem Bökelberg erzählen müssen. Sie kann stolz die Geschichte von der Auswärtsfahrt nach Hannover auspacken. Nur werden meine Kinder vermutlich wenig damit anfangen können, ohne es selbst erlebt zu haben. Hannover? Großartig? Ihnen wird es wie mir gehen, wenn ich mir vorstelle, ich stünde im Düsseldorfer Rheinstadion, Gegner wäre Real Madrid und wir würden die mit 5:1 nach Hause schicken. Nein, so etwas geht nicht. Fest steht: Meine Kinder werden sich nicht die Ohren zu halten im Stadion, nicht mit Luftballons spielen, sondern sich voll aufs Spielfeld konzentrieren. Dann würden sie ziemlich bald verstehen, was gemeint ist.

01. Mai 2011 von Jannik Sorgatz
Kategorien: Fohlengeflüster | Schlagwörter: , , , , , | 15 Kommentare

Kommentare (15)

  1. Am Ende hat der blöde Bär dann doch noch einen gefangen. Die Sonne scheint, das Lächeln strahlt und das Pflänzchen Hoffnung hat ganz zarte Knospen angesetzt. Danke, Jannick, wie immer für diesen tollen Beitrag, der mir aus dem Herzen spricht. Außer der Passus über Hannover. Die Stadt ist besser, als du schreibst. OK, ich gebe zu: Ich komme da her…

    Nun können wir die Rechnereien wieder aufs Neue beginnen lassen, hoffen, dass es idealerweise noch mit zwei Siegen klappt und vielleicht doch noch “drin” bleiben. Danke auch für die so treffenden Worte rund um die Initiative, die zur Entscheidungsfindung noch so einiger beitragen könnten. Und du sagst es, wo waren diese “Urborussen” bisher? JETZT kommen sie aus den Löchern. Unsäglich.

    Und: Zum Heulen, diese Hinrunde. Daher ein möglicher Klassenerhalt, umso wichtiger, auf dass Monsieur Favre dann auf dem Fundament weiter aufbauen könnte.

    Ich freue mich jedenfalls auf deine Beiträge 33 und 34.

    Viele Grüße und möge es doch noch gelingen.
    Fohlenfreundin

  2. Tja.
    “Nie” gibts nicht. Es gibt immer ein erstes Mal.
    Wer so aufopfernd um den millimeterdünnen Strohhalm kämpft hats verdient.
    Wir tun am Samstag unser Bestes um Golfsburg in die 2. Liga zu schicken. 101% Lautern hasst diesen Plastikverein und jeder würde lieber Euch wieder im nächsten Jahr auf dem Betze begrüßen.
    Von daher:
    Für die letzten 2 Spiele bin ich Gladbach-Fan, nicht zuletzt aufgrund Deiner tollen Artikel.

    Gruß aus Lautern

  3. Lieber Jannik

    Dies ist der schönste, poetischste, gelungenste Blogbeitrag den ich je gelesen hab. Dabei bin ich fast so erfahren wie Ihre Frau Mutter.

    Nur: auch im unwahrscheinlichen Falle des Klassenerhaltes, gibt es doch so manche Argumente gegen die Arbeit der letzten Monate und Jahre.
    Ich denke da an die sog. Charaktertests bei Neuverpflichtungen. Ebenfalls fragwürdig ist die Idee anstatt eines Fussballlehrers, einen Schweiger als Trainer zu engagieren (erst seit Favre entwickeln sich die Mannschaft und die einzelnen Spieler weiter derweil andere Spieler den Verein wechseln mussten um voran zu kommen: Polanski, Compper, sogar Schlaudraff und in Nuancen Marin). Argumente sind ebenfalls notwendig um darzulegen, wieso unsere Torhüter nur schlechte Kopien des Torwarttrainers sind (stark auf der Linie, mangelhaft in der Strafraumbeherrschung). Eigentlich verschlechtern sich die Torleute in der Obhut vom Profi TWT (Kampa, Keller, Bailly).
    Schliesslich sollte der oberste Chef in der Lage sein zu erklären, wieso er sooft bei der Verpflichtung von Mitarbeitern daneben lag bzw. liegt. Von einem Unternehmer kann doch zumindest soziale Kompetenz erwarten, wenn er selbstzugegebenermassen keine technische hat. Er schiebt seit Jahren die Schuld auf die Anderen, die Techniker. Eigentlich genauso wie man es seit der Bankenkrise aus Managerkreisen kennt.
    U(h)r Borussen sein ist in der Tat nicht Synonym von Kompetenz. Königsvasallentum allerdings auch nicht.

    So oder so, ob aus Madrid, Mainz oder Paderborn, ich freue mich auf Ihre Blogberichte.

    Mit freundlichen Grüssen aus der Tiefe des Raumes
    Ihr Vertikalpass

  4. Danke, dass du mich mit genommen hast:)

  5. Hallo Jannik,

    Lachswanderung im 10-Minuten-Takt? Du bist -Entschuldigung- bekloppt. Herrlich bekloppt allerdings. Selten so was Unterhaltsames über Gladbach gelesen (außer hier in diesem Blog vielleicht).
    Bei all den konfusen Gladbach-News im Moment, mit all den Initiativen und Offensiven, ist das Lesen dieser Seite hier immer eine Wohltat.

    Chapeau!

    Rautengüße
    Achim

  6. Hanke als Neuverpflichtung ein “Streichergebnis” …???
    Ääähmmm… wer hat noch mal 3 Tore gegen K*** mustergültig vorbereitet…?
    Der Mann hat als Vorbereiter und Arbeiter im Sturm voll eingeschlagen, bitte sehr. Keine Tore ? Solange Reus welche schießt, ist mir das egal.

  7. @Fohlenfreundin: Ok, dann wollen wir das mal unter “Befangenheit” durchgehen lassen. Ich fand’s ja letztendlich auch ganz nett dort, nicht nur wegen des Sieges.

    @Vertikalpass: Das mit dem Charaktertest mag stimmen. Ich würde Bobadilla gerne einmal unter Favre sehen und Arango und Idrissou gerne noch länger mit ihm arbeiten lassen – wenn das nichts wird, ist der Charaktertest wohl wirklich in die Hose gegangen. Meinen Sie mit dem “Schweiger” Frontzeck? Die Verpflichtung war in der Tat ein totaler Fehlgriff – und da wird es eben ganz darauf ankommen, ob der Fehler letzten Endes nicht zu spät behoben worden ist.

    @Achim: Endlich spricht es mal einer aus.;)

    @Mr. Black: Ja, für mich hat er bislang öfter enttäuscht als überzeugt. Auch am vergangenen Samstag in Hannover. Vielleicht kann man ihm gar keinen Vorwurf machen, weil er gar nicht in unser System passt. Ein Vorlagen-Hattrick gegen Köln kann die Bilanz dann auch nicht bis zur Unendlichkeit schönen. Selbst wenn man sich darauf einigt, ihn nicht als “Streichergebnis” einzustufen – “voll eingeschlagen” hat er ebenso wenig. Natürlich ist es mir auch egal, wer die Tore schießt. Deshalb kann ich ja aber nicht darüber hinwegsehen, wenn einer, der dafür geholt wurde, es nicht tut.

  8. Großartiger Beitrag von Dir Jannik!

    Mir gefällt, dass Du in letzter Zeit nicht mehr zwanghaft versuchst in jedem Satz eine Pointe unterzubringen.

    Deine Befürchtungen zu Effenberg und Konsorten teile ich. Ich kann einfach nicht einschätzen wie groß das Potential derer ist, die sich von diesem “Mumpitz” einfangen lassen. Normalerweise denke ich, dass das niemals 2/3 groß sein kann, aber ich dachte auch das Borussia dieses Jahr nichts mit dem Abstieg zu tun haben würde ;-)
    Ich hoffe das aktuelle Führungsteam wird nach dem letzten Relegationsspiel einmal ernsthaft Stellung beziehen und nicht blind darauf vertrauen das wir Borussen schon nicht blöd genug sein werden uns alle zu einer Daily Soap zu machen…

  9. Hallo ;-),

    das Lob freut mich ganz besonders!

    Ich kann mir auch nicht vorstellen, dass die Initiative auf annähernd zwei Drittel kommt, 50 Prozent werden schon nicht zu schaffen sein. Man spürt, dass da eine große Gruppe ist, die Sympathien für deren Pläne hat und sich von Namen blenden lässt. Aber um die nötige Mehrheit zu bekommen, müsste da jetzt schon eine regelrechte Welle festzustellen sein – und die sehe ich nicht.

  10. Großartiger Beitrag (mal wieder), interessant mal was von Deiner “Borussenbiographie” zu lesen. War auch in Hannover dabei (Stehplatzblock) – wir sind schier ausgerastet! Hinterher warn wir nur noch erleichtert und total erschöpft! Der ersterbende letzte Funke in der Glut der Hoffnung ist wieder angefacht worden, hoffen wir daß es auch noch zu einem richtigen (Freuden)Feuer reicht!

    Was die “Initiative” anbelangt – hoffentlich haste Recht. Bin ein bißchen Bange. Weiß nicht, wieviel Haupttribünen- und Ostgeradenmitglieder dem Populismus dieser “I” anheimfallen werden! Hoffentlich keine 2/3…

  11. Nein, die “Initiative” wird mir ihrer Initiative nicht durchkommen. Nicht so ohne weiteres durchkommen oder davonkommen dürfen allerdings ebenfalls die jetztigen Verantwortlichen nicht. Irgendwann sollten dies Leute einsehen, das sie mit ihrem Businessplan, der da heisst kurzfristig mit Klassenerhaltkampf und -dramatik Geld zu machen, langfristig Borussia die Geschäftsgrundlage entziehen.
    Das aktuelle Führungsteam soll aufhören uns Borussen mit Trivialrhetorik zu veräppeln und hinzuhalten.

  12. Hi Jannik,

    wunderschöner Artikel. Besonders die Stellen über Eure Familie. In Punkto Fußball ein “Muttersöhnchen” zu sein ist doch schön. Wer kann das schon von sich behaupten? Meine Eltern sind auch Gladbach-Fans und kommen gern in voller Montur mit zu VfL-Spielen in den Fanblock. Bis 2004 sogar oft bis nach MG (erstmals im Dezember 1989). Danach eher zu Auswärtsspielen in unserer Umgebung. Sie sind beide deutlich über 60 Jahre alt. Dad war schon seit Ende der 60er Fan, Mom ist durch meinen Fanatismus ab Anfang der 80er hineingewachsen. Hach, was waren das für Fernsehabende, wenn die Borussia live übertragen wurde. Festtage. Es wurde Besuch eingeladen. Die Männer brüllten sich die Seele aus dem Leib, daß das ganze Plattenbauviertel wußte, die Borussia spielt. Und wenn gefährliche Flanken in den Gladbacher Strafraum segelten, kreischte die Mutter schon vorher vor Angst, sodaß wir alle den Ball schon im Gladbacher Tor sahen.

    Inzwischen wohne ich 50 km von den Eltern entfernt, sodaß die gemeinsamen Fußball-TV-Abende selten geworden sind. Aber an Spieltagen ruft mich mein Dad meistens sofort nach Spielende an.

    Vor 3 Jahren hätten mich die Eltern sogar ins Trainingslager der Borussen nach Denver und Dallas begleitet. (Wir waren alle noch nie in den USA). Flüge waren reserviert – aber das Trainingslager wurde abgesagt. Also blieben wir hier. Dafür sind meine Eltern gerade jetzt erstmals in den USA, rennen dort in Gladbach-Klamotten umher und verpassen unsere phantastische Aufholjagd. Aber am Samstag sind sie zurück und am 14.5. werden wir in Hamburg sein.

    Kurz gesagt: genieß das, was Du zusammen mit Deiner Ma und Deinem Bruder hast!!! Ich lese das immer wieder sehr gern!

    Smell the flowers while you can.

    Schwarz-grün-weiß aus Magdeburg und nochmals Dankeschön für Deinen Artikel!
    Martin

    PS: “Tiger, Du hast die falschen Freunde!”

  13. einfach mal wieder Wahnsinn dein Artikel.

    Den Brief, von dem ich dir erzählt habe, schicke ich dir Freitag, wenn ich wieder in der Heimat bin. Wäre ja gelacht, wenn so viel Aberglaube nicht die Liga rettet. 20-30 Millionen für einen Spieler? 55 ct für eine Briefmarke :P

  14. Auch von mir mal wieder ein Dankeschön und besonders interessant fand ich, dass dein erstes Borussia Spiel der Supercup gegen die andere Borussia war.
    Das ist auch mein erstes Spiel gewesen. (nebenbei verloren).

    Inzwischen guck ich mir die Borussia nur noch im Kölner Stadion an.Denn da habe ich bisher nur Siege von der Borussia gesehen.

    Ansonsten traue ich mich aus Aberglaube nur noch Internet Textticker nach der ersten Halbzeit zu lesen und dann maximal alle 10 Minuten zu aktualisieren. Denn sonst verliert die Borussia. (immer)

  15. @Martin: “Smell the flowers while you can” – find’ ich gut.

    @brotsalami: Ich hab’ ja das Glück, dass wir meist verlieren, wenn ich nicht da bin. Aber in den ersten 45 Minuten verpasst du zuletzt ja nicht allzu viel. Gegen Freiburg auch wieder durchgehalten?

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