Gladbach – Freiburg: You win again

17. Oktober 2010: Letzter ist der VfB Stuttgart, die Bayern mühen sich im Mittelfeld der Tabelle ab, St. Pauli und Frankfurt stehen davor – und Gladbach belegt zum letzten Mal nicht einen direkten Abstiegsplatz. 7. Mai 2011: Stuttgart kann noch Siebter werden, die Bayern sind auf Champions-League-Kurs und damit nur halb zufrieden, St. Pauli ist abgestiegen, Frankfurt demontiert sich selbst – und Gladbach springt am 33. Spieltag auf Platz 16. Das Wunder steckt in der Warteschleife.

Es ist ein weißes DinA4-Blatt. Die Schrift ist krakelig-kindlich. So wie kleine Jungs eben schreiben, wenn ihre Schreibschrift noch so frisch ist wie das aktuelle Panini-Heft. Der Junge wünscht der Mannschaft, Gladbach, “viel Glück im nächsten Spiel gegen Kaiserslautern”. Ein zweites “n” und ein zweites “a” hat das Wort Mannschaft erst nachträglich erhalten.

Warum es zuvor, noch vor dem Sieg in Dortmund, nicht so gut lief, weiß der Junge genau: Er hatte seine Gladbach-Fahne im Keller stehen. Ein schlechtes Zeichen, wenn man hofft, dass es schleunigst bergauf gehen möge. Doch das ist vorbei, denn mittlerweile steht sie auf dem Dachboden – was den Aufwärtstrend natürlich bestens in Metaphern packt. Der Junge, im April 1998 acht Jahre alt, könnte ich sein. Aber nein, ich bin es nicht.

Der besagte Brief von Max: Vielen Dank für diesen Hauch von Wikileaks!

Ab und zu tut es gut, von Leuten zu hören, die ähnlich bekloppte Dinge anstellen, um dem Glück auf völlig irrationale Art und Weise auf die Sprünge zu helfen. Borussenfans, die Eiswürfel erst auftauen lassen, das Schmelzwasser nach der nächsten Pleite vernichten, oder nachts auf Autobahnbrücken stehen und Sternschnuppen zählen. Der Junge von damals heißt Max, ist heute genau wie ich 21 Jahre alt. Das Stückchen Klassenerhalt von 1998 hat er mir nicht nur zugemailt, er hat es obendrein wiederholt.

Am 26. April, genau drei Tage nach dem Sieg gegen Dortmund, hat Max wieder einen Brief an Borussia Mönchengladbach geschickt – Hennes-Weisweiler-Allee statt Bökelstraße. Der Text ist der gleiche, sogar der Clipart-Fußballer mit den Roberto-Carlos-Gedächtnis-Schenkeln hat es wieder darunter geschafft. Heute trägt er Postbank- anstelle von Belinea-Werbung. Und wieder wünscht er “der Mannschaft von Borussia Mönchengladbach drei Siege in den letzten drei Spielen”.

Was damals nicht ganz aufging, weil Gladbach nach 2:0-Führung in Kaiserslautern noch 2:3 verlor, könnte diesmal hinhauen. Damals war die Hoffnung auf den Klassenerhalt so tot wie nur an wenigen Tagen dieser im Grunde noch tristeren Saison 2010/2011. Aber mit dem Sieg aus Hannover ist die Borussia auf demselben Stand wie 1998: Platz 17, 32 Punkte, drei Rückstand auf das rettende Ufer – doch damals gab es vor dem rettenden Ufer noch nicht einen wackeligen Holzsteg namens Relegation.

Ans Gewinnen gewöhnt

In den wichtigen Punkten unterscheidet sich der Aberglaube kaum von einer echten Religion. Da ist der Glaube an etwas, was gar nicht sein kann. Der Glaube an etwas, das es nur gibt, weil man daran glaubt. Man wird skeptisch angeschaut, muss sich rechtfertigen, merkt selbst, dass das alles ziemlich bekloppt ist. Und dann hat man auf dem Weg nach Hause doch wieder nur die nächste Rettungstheorie im Kopf. Denkt, dass vier Siege aus fünf Heimspielen unter Lucien Favre definitiv etwas damit zu tun haben müssen, dass ich seit der Verpflichtung des Schweizers nicht mehr persönlich mit dem Auto zum Gladbacher Hauptbahnhof gefahren bin. Und dieses weiße Trikot – natürlich ungewaschen – muss ohne Zweifel mit den Siegen gegen Köln, Dortmund und Hannover verknüpft sein.

Man kann sich tatsächlich in kürzerster Zeit wieder ans Gewinnen gewöhnen. Dabei sind zwei Siege in Folge eine Leistung, die man in puncto Borussia als echte Serie bezeichnen darf. Auch wenn es drei Dreier hintereinander zuletzt im September 2005 gab, bin ich zuversichtlich wie selten, dass das gegen Freiburg schon hinhauen wird. Es ist 14:26 Uhr. Ich sitze im Shuttle-Bus. Sollte ich vor den vergangenen Spielen eine menschliche Feuerwerks-Fabrik gewesen sein, bin ich nun so entspannt wie eine Strandkneipe auf Jamaika.

Kaiserslautern, München, Mainz – die letzten drei Niederlagen waren jeweils ein 0:1, ein wahrer Kampf um den schmerzhaftesten Schlag ins Gesicht der Saison. Wahrscheinlich beruhigt mich die Hoffnung, dass die Mannschaft etwas Ähnliches doch selbst nicht mehr erleben will. Meiner Mutter habe ich vollmundig versprochen, die Muttertags-Geschenke nicht ganz so üppig ausfallen zu lassen und ihr dafür drei Punkte zu schenken – ohne Rückgaberecht.

Zwei Zahlen und ein Doppelpunkt, die zählen

Auf dem Weg zum Stadion hat sich die Wahlkampf-Truppe der Initiative Borussia aufgestellt. Stefan Effenberg grüßt mit dem DFB-Pokal von den Flyern. Darunter fordert er auf, am 29. Mai auf der Jahreshauptversammlung gemeinsam Geschichte zu schreiben. Auch wenn viele es nicht als Grund zum Feiern betrachten, wäre es mir dennoch lieber, mit dem Klassenerhalt für den größten Moment seit dem Wolfsburg-Wunder 1998 zu sorgen. Wenn ich mich nicht völlig täusche, lag Stefan Effenberg damals seinem Trainer Friedel Rausch weinend in den Armen – vor Freude. So schlimm kann es also nicht gewesen sein. Viele Flyer wagen derweil ein klares Statement zur Initiative: Effe liegt am Boden.

Zum dritten Mal in Folge ist der Borussia-Park das, was Kommentatoren immer politisch inkorrekt als “Tollhaus” bezeichnen. Zum Glück gibt es solche Zuchtanstalten für Behinderte nicht mehr, einen gut gefüllten und euphorischen Borussia-Park dafür immer öfter. Die Lebenszeichen aus dem Tabellenkeller haben das Gladbacher Publikum wieder buchstäblich heiß gemacht. Nach der “Elf vom Niederrhein” könnte eine plötzliche Magen-Darm-Erkrankung das Ende meines Stadionbesuchs bedeuten – ich würde trotzdem als glücklicher Mensch nach Hause gehen. Wobei ich diesmal niemandem abnehme, dass eine Niederlage “gar nichts” ausmachen würde, wie der Text suggeriert.

Bereits in den ersten Minuten wird deutlich, dass der Tabellenrechner erst einmal ausgedient hat. Nicht nur der Pokal hat seine eigenen Gesetze. Auch am 33. und 34. Spieltag spielt es keine Rolle, wer du bist, welche Farbe dein Trikot hat und wo du stehst. Ergebnisse verkommen zu Ziffern, die links und rechts von einem Doppelpunkt stehen. Dein einziger Freund ist bestensfalls der Trend.

Hütchenspieler ter Stegen

Mo Idrissou beginnt das Treiben mit einem Schuss, der knapp am linken Pfosten vorbeigeht. Keine Szene, bei der man sich die Hände vor das Gesicht schlägt, weil “das doch nicht wahr sein” – aber ein Anfang. Die Freiburger machen deutlich, dass sie keine Lust haben, wirklich die leichteste Aufgabe in den letzten vier Spielen zu sein. Breisgau-Gomez Papiss Cissé lässt den wieder genesenen Dante älter aussehen als 27 Jahre. Aber Marc-André ter Stegen strahlt bei seiner Parade wiederum so viel Überlegenheit aus wie ein Zivi, der im Altenheim den Hütchenspieler gibt.

Mein Puls verbringt derweil immer noch einen geruhsamen Nachmittag im zweistelligen Bereich. Wo ist die Existenzangst? Wo ist allein die Angst vor einem schnöden Gegentor, weil Gegentore zuletzt immer bedeuteten, dass man danach zehn Minuten lang nicht sprechen konnte? Gladbach und Freiburg liefern sich über eine halbe Stunde Sommerfußball zum scheinbar unpassendsten Zeitpunkt.

Parallel geht Köln in Frankfurt in Führung. Adil Chihi trifft, verrückt, man will es kaum glauben. Da kann ja gleich Mike Hanke im Borussia-Park treffen. Noch verrückter ist der herzhafte Jubelschrei eines ganzes Stadions, dessen Postleitzahl definitiv nicht im Regierungsbezirk Köln liegt. Aber so ist diese Saison: Macht Feinde zu Freunden zu Feinden zu Freunden. Tore von Srdjan Lakic für den 1. FC Kaiserslautern sind dagegen weniger gewöhnungsbedürftig als welche von Chihi. In der 44. Minute lässt Martin Amedick auf das 1:1 in Wolfsburg das 2:1 folgen. Ausnahmsweise verschwört sich niemand gegen die Borussia, höchstens Dortmunder Spieler mit Fahnen, die man nicht schwenken kann. Der Meister liegt in Bremen zurück. Bereits nach einer Halbzeit zeichnet sich ein Dreikampf ab.

Ein Ball mit ADHS

Das Geschehen in Gladbach zeigt unterdessen weiter einen SC Freiburg, der anscheinend noch nicht mitbekommen hat, dass es den UI-Cup nicht mehr gibt. Nicu flankt auf Cissé, der alterstechnisch wieder von Dante überholt wird. Den Nachschuss nimmt sich Makiadi und trifft Dante beinahe dort, wo man allenfalls am 33. Spieltag im vorerst entscheidenden Heimspiel der Saison getroffen werden will. Dann ist es immer noch nicht vorbei. Doch nach dem Kopfball- und Völkerballturnier hat Dante auch beim Freistil-Rumstochern die Nase vorn.

Selbst wenn man ein paar seiner vogelwilden Aktionen im Spielaufbau auslässt, kommt auch die folgende Szene nicht ohne den Brasilianer aus, den viele Fußball guckende Frauen ausnahmsweise mal nicht “süß”, sondern einfach nur “cool” finden. Aus 65 Metern einen Freistoß nach vorne zu schlagen, der vor dem Torwart auftippt und hinter ihm gegen den Innenpfosten fliegt – das ist schon verdammt cool, aber auch irgendwie bitter. Als hätte ein Maulwurf sich gewundert, warum es über seinem Tunnel so laut ist und kurz den Kopf aus dem Rasen gesteckt. Der Ball muss an einem Aufmerksamkeits-Defizit gelitten haben. Die meisten hatten den an für sich harmlosen Freistoß schon abgehakt und sich wieder anderen Dingen gewidmet – ein Ball, der so kurios ins Tor fliegt, will mit Sicherheit gesehen werden.

So geht es zumindest erneut ohne Gegentor in die Pause, zum siebten Mal in Folge. Vor sechs Jahren hat die Borussia das tatsächlich einmal acht Spiele in Folge geschafft – im Endspurt der Saison 2004/2005 mit Kasey Keller im Tor. Die Zahlenfreaks von Opta twittern am Abend, dass der AC Mailand nun sechsmal in den ersten 45 Minuten kein Tor kassiert habe. Wer den italienischen Tabellenführer in einer Statistik übertrumpft, der muss doch Freiburg schlagen, denkt man sich da schnell.

Pferdesalami St. Pauli

Die ersten Minuten nach der Pause erwecken jedenfalls den Eindruck, dass der Weg dahin weniger steinig sein könnte als noch in der ersten Hälfte. Gladbach spielt wieder annähernd wie in Hannover. Freiburg aber kontert besser als Hannover. Und so hat Cissé die erste gute Chance, als er den nächsten Reflex aus ter Stegen herauskitzelt. Was beim Volleyball aussähe wie ein verunglückter Versuch, den Ball im Spiel zu halten, ist auf dem Fußballplatz eine weitere gute Parade. Man muss dem Jungen keine Denkmäler bauen und die Kirche im Dorf lassen. Doch es ist schlichtweg zu gut, was der mittlerweile 19-Jährige da veranstaltet, um es nicht immer wieder zu erwähnen. Früher fragte man sich, ob Gladbacher Torhüter den Ball überhaupt fangen würden. Inzwischen ist man gespannt, wie genau ter Stegen es diesmal anstellt.

Erst nach einer Stunde verewigt sich die Borussia wieder auf den Kardiogrammen von 49 000 Zuschauern. Dante und Stranzl kommen bei Idrissous Hereingabe einen halben Meter zu spät. Diesmal ist es dann wirklich eine Szene, um sich die Hände vors Gesicht zu halten und zu denken: Das darf doch nicht wahr sein! Noch bleiben 29 Minuten, um auf den Relegationsplatz zu springen. Weder in Wolfsburg noch in Frankfurt zeichnen sich Veränderungen ab. St. Pauli verabschiedet sich mit einem 1:8 gegen die Bayern aus der Bundesliga und wirft die Frage auf, was eigentlich das Gegenstück zu einem Kantersieg ist. Wenn das englische Wort “to canter” für einen leichten Galopp steht, kann eine solche Pleite nur Pferdesalami sein.

Derartige Pleiten für die Borussia sind zum Glück sowas von September 2010. Man mag es kaum glauben, dass der VfL beim 0:7 in Stuttgart lediglich ein Gegentor weniger kassiert hat als in allen Spielen unter Lucien Favre. In der Folgezeit liegt ein Rückschritt auch nicht in der Luft. Im Gegenteil: Nach 196 Minuten Unterzahl diese Saison darf die Mannschaft, die zeitweise auf den Namen “Zehn vom Niederrhein” hörte, endlich einmal in Überzahl ran. Verteidiger Toprak will anscheinend seinem zuküntigen Verein Leverkusen am letzten Spieltag aus dem Weg gehen. Mit einem Foul an Idrissou auf der rechten Seite verabschiedet er sich nach 66 Minuten in den Sommerurlaub.

Trau’ jeder Statistik, die du selbst erfunden hast

Anstatt zu hoffen, dass man mit einem Mann mehr gar nichts anders kann, geht mir das Szenario durch den Kopf, am Ende mit einem 0:0 in den letzten Spieltag zu gehen. Gab es jemals ein so wichtiges Spiel im Saisonfinale, das torlos endete? Im neuen Jahrtausend ist in insgesamt neun Spielen am 33. und 34. Spieltag nichts passiert bis auf insgesamt vier wichtige Pfiffe des Schiedsrichters. Nur viermal ging es für die Mannschaften noch um etwas.

2009 hat Berlin am 33. Spieltag Meisterschaft und Champions League verspielt. Vier Jahre zuvor ging erneut der Hertha die Teilnahme an der Königsklasse durch die Lappen. Eine Woche davor hatte sich Gladbach mit einem 0:0 den Klassenerhalt gesichert. Gegner: Hertha BSC Berlin. Und zu guter Letzt rettete sich Kaiserslautern 2003 mit einem 0:0 gegen Dortmund, das am Spieltag darauf noch die Champions-League-Qualifikation vergeigte. Aber nie ging es dabei ausschließlich um den Klassenerhalt.

Schon die erste Szene nach dem Platzverweis versucht alles, um der Statistik Recht zu geben. Juan Arango und Marco Reus erwecken von der rechten Strafraumecke zunächst den Eindruck, eine dieser Varianten zu planen, die im Fangnetz aber nicht auf dem Spielbericht landen. Dann legt Arango den Ball ein Stück vor, Reus stoppt, ein Freiburger rennt zu spät aus der Mauer. Keeper Baumann macht es ohne Einwirkung eines Maulwurfs diesmal besser und holt den Ball noch aus dem Winkel.

“Ja ist denn heut’ schon Muttertag?”

Die folgenden Minuten bringen beinahe mehr Chancen als Zeigerumdrehungen. Idrissou, Idrissou, Hanke, Reus. Jeder darf mal, aber die Erlösung lässt auf sich warten. Besonders Idrissou und Hanke sind in Gedanken längst ausgewechselt. Doch Karim Matmour hat höchstens das Argument auf seiner Seite, dass er überraschend der neue Roberto Colautti werden könnte. Favre lässt sich gar nicht erst ein auf solche Spielchen und die Elf bleibt unverändert.

Plötzlich ist Freiburg dauernd am Ball. Die Gäste dürfen ihn sich hin und her schieben, als gäbe es nach 90 Minuten einen Penalty-Shootout, bei dem Gladbach am Ende die Nase vorn hätte, weil der Gegner keinen elften Schützen mehr stellen kann. In den anderen Stadien passiert weiterhin wenig, was Mannschaften von der Südhalbkugel der Tabelle sonderlich interessiert. Gladbach will sich zum südlichen Wendekreis vorkämpfen – das wäre dort, wo die Sonne wenigstens an einem Tag im Jahr den Zenit erreicht. Ein Tor und Gladbach würde es sogar für mindestens sieben Tage schaffen.

Dann passt Tony Jantschke in der 80. Minute auf Sonnenkönig Hanke. Freiburgs Schuster kann nicht mehr leisten, als in den etwas zu langen Pass zu grätschen. Einmal ist er im Sitzen noch mit dem Kopf dran. Hanke beobachtet die ungewollte Zirkuseinlage wie ein Löwe, der es auf den Dompteur abgesehen hat. Ein drittes Mal kommt Schuster nicht mehr an den Ball. Hanke zieht aus vollem Lauf ab. Der Ball schlägt genau da ein, wo er am 9. Mai 2009 einschlug, Muttertag, 1:0 durch Roberto Colautti. Hanke stürmt zur linken Eckfahne, Heimeroth ist wie damals da zum Jubeln – ja ist denn heut’ schon Muttertag? All das erzählen mir jedoch die Fernsehbilder. Sowas nennt man eine Fußballamnesie: Völlig ausrasten und nur einen Grund kennen, warum. (zur Radio-Reportage von Andreas Cüppers)

Sorry, Mike

Natürlich nehme ich die Aussage zurück, Mike Hanke sei das “Streichergebnis” von Max Eberls Wintereinkäufen. Stattdessen: Mike Hanke ist der Mann, der Gladbach auf den Relegationsplatz schoss und damit, sollte jetzt alles gut werden, zur neuen Saison gerne mit 78 Kilo Übergewicht zum Training kommen kann. Gibt es so etwas wie temporäre Unsterblichkeit? Nie war ein Foto von Hanke schöner als jenes, das ihn am Sonntagmorgen breit grinsend auf den Titelseiten zeigt.

Der zweite Grund für so viel Sympathie für einen Mann, den ich noch in der 79. Minute auswechseln wollte, folgt 108 Sekunden nach dem 1:0. Hanke schickt Reus auf die Reise. Der Borussia-Park zeigt den Fernsehmikrofonen das Gegenteil von postkoitaler Müdigkeit. Selten wird es einen lauteren Torjubel gegeben haben, ohne das überhaupt schon ein Tor gefallen ist. Und dennoch toppen 49 000 die Lautstärke noch einmal, als Reus mit seinem zehnten Saisontreffer die Sache entscheidet. Am 17. Oktober hatte Gladbach letztmals nicht auf einem direkten Abstiegsplatz gestanden. Damals waren die Bayern Zehnter, Stuttgart Letzter, St. Pauli stand auf Platz sechs und Frankfurt auf Platz acht.

Drei Minuten vor dem Ende singt die Nordkurve die “Elf vom Niederrhein”. Es klingt wie ein ganz besonderes “You’ll never walk alone”. Gleichzeitig feiern die Fans auf St. Pauli ihre Mannschaft trotz eines riesigen Debakels. Etwas später stürmen 150 Menschen – das ist wohl die einzige Bezeichnung, die auf jeden Fall zutrifft – in Frankfurt den Platz. In Gladbach hat es Ende 2010 und Anfang 2011 “Frontzeck raus!”-Rufe gegeben, ein Torwart wurde zweimal auf die Bank verhöhnt, es wurde gepfiffen. Aber niemand hat im Falle des Abstieg mit Totschlag gedroht.

61,4 Prozent auf Facebook gegen die Initiative

Es gibt lediglich eine Initiative, deren Aushängeschild Stefan Effenberg intakte Englischkenntnisse als überzeugendes Argument aufzählt. Wenn er jetzt noch mit einem VHS-Kurs Latein um die Ecke kommt, sollte jeder Gegner seine Entscheidung schleunigst überdenken. Bis dahin bleibt als Anhaltspunkt eine Umfrage auf Facebook, die zwar nicht repräsentativ ist, weil jeder mitmachen konnte. Es bleibt jedoch festzuhalten, dass in fünf Tagen 401 von 653 Leuten mit “Nein” geantwortet haben. Macht 61,4 Prozent. Damit hat die Gegnerseite jene Zwei-Drittel-Mehrheit knapp verpassst, die die Befürworter für eine Satzungsänderung benötigen.

Die einzigen Zahlen, die am Samstag um 17:21 Uhr interessieren, sind jedoch sechs Zahlen aus Gladbach, Wolfsburg und Frankfurt, wiederum mit einem ominösen Doppelpunkt in der Mitte. Kaiserslautern hat in Wolfsburg sogar die Hoffnung auf den direkten Klassenerhalt am Leben gehalten – für den wahren VfL. Köln erzielt in der Nachspielzeit das 2:0 in Frankfurt und sorgt für einen Jubelschrei, den man gehört haben muss, um daran glauben: Der Borussia-Park nimmt den Sieg des Rivalen aus der Domstadt auf wie ein eigenes 3:0. Feinde, Freunde, Feinde, Freunde – Sekunden danach ist “Cologne” wieder die “Scheiße vom Dom”. Zu viel Zuneigung wäre wohl genauso verstörend wie die unschönen Auswüchse, die diese Rivalität in den vergangenen Jahren zeitweise angenommen hat.

Man muss gar nicht wissen, was die Grafik darstellt, um den Trend zu erkennen.

Drei Siege in Serie haben gereicht, um alle Abstiegssorgen so sehr zu verdrängen, dass man sich etwas anderes als die Relegation nun kaum noch vorstellen mag. Das klingt fahrlässig, ist es wahrscheinlich auch. Aber hinter diesem Gerede von Trends, Selbstvertrauen und Schwung stecken zu viele Funken Wahrheit, um nicht mit breiter Brust und der gebotenen Demut in den letzten Spieltag zu gehen. Mindestens vier Siege in Folge holte die Borussia 1995 zum letzten Mal. Seit 16 Jahren gibt es für mich jetzt nur diesen einen Verein und ich kann mich nicht an eine derartige Serie erinnern? Fest steht: Die Wiederholung im Jahr 2011 würde ich niemals vergessen. Und der Wunsch aus dem Brief von Max würde nach 13 Jahren endgültig in Erfüllung gehen.

Ein Klassenerhalt wie eine Meisterschaft?

Stefan Effenberg will mit der Initiative Borussia am 29. Mai Geschichte schreiben. Ein weiteres Argument spricht dagegen: Ich bin bereit, es schon vorher zu tun. Hamburg, 14. Mai. Und wenn nicht, dann eben in Bochum oder Fürth, 25. Mai. Viele werden es nicht verstehen, wie man das schnöde Überleben in der Liga auf eine solche Stufe heben kann.

Ich habe niemals Inter Mailand 7:1, Borussia Dortmund 12:0 oder Real Madrid 5:1 geschlagen. Meine größten Erfolge, an die ich mich voll und ganz erinnere, sind ein aberkannter Sieg beim DFB-Hallenmasters, weil ein Niederländer in der Silvesternacht gekifft hatte. Hinzu kommen zwei Wiederaufstiege, ein zehnter Tabellenplatz und eine 9:1-Derbysaison gegen Köln. Aber ich habe “Ja” gesagt zu diesem Verein. Und deshalb würde sich der Klassenerhalt nach einer solchen Saison anfühlen wie für die Fans des BVB die Meisterschaft.

Gladbach hat lange nicht mehr emotionale Tage wie diese erlebt. Am Wochenende ergreift die Mannschaft neuerdings die Initiative, unter der Woche ergreift die Initiative sich selbst. Während die einen um jede Stimme kämpfen müssen, gelingt den anderen derzeit alles. Und auch Stefan Effenberg wird hoffentlich nicht verneinen, dass es so besser ist als andersrum. Denn Geschichte wird traditionell in mehreren Büchern geschrieben.

08. Mai 2011 von Jannik Sorgatz
Kategorien: Fohlengeflüster | Schlagwörter: , , , , , | 14 Kommentare

Kommentare (14)

  1. Sehr starker Bericht und danke für das persönliche Auftauchen :P

    Zur Initative: Wer die Initiative wählt, schläft nachts auch in *ölnbettwäsche. Also Finger weg.

  2. @Jannik

    Fortsetzung des 32.Spieltages:

    Selbstverständlich habe ich durchgehalten. Ich lag mit Frau und Kind am Decksteiner Weiher in Köln, etwa auf halber Strecke zwischen Rheinstadion und Geißbockheim (sozusagen mitten im Feindesland, wenn man es aggressiv ausdrücken möchte) und habe etwa 4mal meine Frau nach der Uhrzeit gefragt, bevor ich mein Mobilinternetgerät aktiviert habe.
    Das erzählte mir dann vom gewohnten 0:0, so dass ich erst einmal beruhigt war (insbesondere durch die anderen Spiele).
    Aufgrund der schlechten Ausbaustufe des Mobilnetzes (ist ja auch kein Wunder so kurz vor dem Bergischen, dem Siebengebirge und der Eifel) blieb es mir jedoch verwehrt wie gewohnt alle 10 Minuten auf aktualisieren zu drücken, so dass ich erst Zuhause von dem späten Glück erfahren habe.

    Da ich nächstes Wochenende dazu verdammt bin auf der Insel vor dem europäischen Festland (angeblich dem Geburtsort des Fussballs) zu Arbeiten, wird es ein Leichtes sein, nicht auf das Spiel in Hamburg zu achten. Allerdings werde ich dann nicht mit Kind und Kegel im Park liegen können, hoffe aber das es reicht, dass ich das lieber tun würde.

    Ich freue mich schon auf den Montag danach um das Ziel des Weges nach Irgendwo in deinem Blog zu erfahren.

    Auch diesmal ein dickes Dankeschön für den schönen Bericht. Da macht die Arbeitswoche doch direkt etwas mehr Freude.

  3. Bei mir lagen ein leicht verschwitztes T-Shirt und eine kurze Hose im gleichen Zustand seit dem Dortmund-Sieg rum – der Sieg muss ja was mit den Klamotten zu tn gehabt haben. Also zwei Wochen nicht gewaschen und am Samstag wieder so ins Stadion und es hat sich gezeigt, dass es Sinn gemacht hat.
    Jetzt sind die Klamotten noch weniger gesellschaftstauglich (außerhalb eines Fußballstadions), aber gewaschen werden sie natürlich immer noch nicht, damit sie nächsten Samstag auch in Hamburg ihre Wirkung entfalten. Die einzige Unsicherheit ist für mich, ob die Klamotten auch auswärts ihren Sieg verrichten oder ob ihre Wirkung an den Borussia-Park gebunden ist und vielleicht auswärts ihre Wirkung ins Gegenteil verkehren. In solchen Angelegenheiten sind immer so viele Variablen zu beachten. Und es ist eine große Verantwortung, wenn der Sieg und damit sichere Klassenerhalt einzig und allein von der eigenen Kleidungswahl abhängt…

  4. @Si

    Vielleicht solltest du das Spiel sicherheitshalber im Borussiapark gucken!

  5. Wie versprochen haben wir unseren Teil eingehalten und in Golfsburg gewonnen.
    Ich habe vorm TV mitgezittert als Frankfurt und VW hinten lagen und ihr die Kugel nicht reinbekommen habt.
    Geile Sache und bitte gewinnt in Hamburg. Golfsburg und die Eintracht unten, das ist zuuu geil :-)
    Ach ja, 25 Punkte aus der Rückrunde… ihr werdet die erste Mannschaft der Bundesliga sein, die mit 10 Dubbe aus der Vorrunde nicht absteigt. Irre.
    Danke für diesen tollen Artikel und unbekannterweise einen Gruß an Max der nächstes Jahr auch gerne mal für Kaiserslautern die Daumen drücken darf :-)

    Gruß aus Lautern

  6. Wie immer – ein super Artikel – Danke dafür!

  7. Hallo Jannick,

    einen Blog bekommen wir auf jeden Fall noch… vielleicht auch noch zwei weitere? – und möge am Ende der Klassenerhalt stehen. Von mir aus auch erzwungen, irgendwie. Mein Mann und ich waren im Stadion und hatten (niemand ist hier abergläubisch!!!) ein Maskottchen in Form seines Bruders dabei. Zitat: “Wenn ich mit im Stadion war, hat Gladbach noch nie verloren”. Ergo: Er musste mit (ist sonst Hannover-Fan). Er wurde noch mit einem Gladbach-Käppi ausgestattet. Wie wir sehen, es hat geholfen. Und diese Woche wird bis Samstag nur noch schwarz-weiß-grün (egal in welcher Form) getragen. Die Fingernägel bleiben schwarz-weiß-grün gestreift lackiert. Vielleicht hilfts ja…

    Dir auf jeden Fall wieder besten Dank für deine unterhaltsamen und treffende Beschreibung des letzten Heimspiels in dieser Saison. Grandios… Die Hoffnung ist riesengroß, ich hoffe mit ganzem Herzen, dass sie nicht enttäuscht wird. Ich möchte, nein ich WILL Favre nächste Saison in der 1. Liga wirken sehen. Unglaublich, wir stehen in der Rückrundentabelle auf Rang 8 und in der Formtabelle (vergl. bundesliga.de) auf Platz 1. Wenn es tatsächlich doch am Wochenende für Platz 15 reichen würde, dann verzichte ich gern auf deine zwei Extrablogs. Dass sich so ein eventuelles Ergebnis anfühlt wie eine Meisterschaft ist wahnsinnig. Nun kann ich mit den Hannoveranern mitfühlen, letzte Saison wars bei denen ebenso… nun nach vorn blicken und hoffen und bangen und mitfiebern. Es MUSS einfach klappen.
    @Sí : Die Sieg-Klamotten werden sicher auch auswärts ihren Teil tun, ganz sicher!!!

    Gruß, Fohlenfreundin

  8. danke für diesen kommentar, es ist einfach ein genuss dieses spiel auf diese weise nochmal zu erleben :)

    der mythos lebt und bebt

  9. Jannik,

    toller Artikel. Die aktuellen Spielergebnisse des VfL werden nur von Deinen Beiträgen getoppt.

    Eine Frage: woher bekommst Du eigentlich Deine Statistiken? Das mit dem siebenmaligen Zu-Null-zur-Halbzeit springt einem ja nun nicht sofort ins Auge. Bin selbst auch sehr statistik-begeistert und könnte Dir den grandiosen Sieg in Hannover (wo wir zig Jahre nichts geerntet hatten) damit erklären, daß wir erstmals seit knapp 6 Jahren wieder mit schwarzen Stutzen aufgelaufen sind (allerdings sind meine Trikot-Spieldaten noch nicht vollständig. Daher: keine Gewähr).

    @brotsalami
    Haha, toll. So soll es sein! Auch ich hatte mich am Samstag mit einem Buch (Nick Hornby, aber nicht “Fever pitch”) in den Stadtpark zurückgezogen und wollte vor der Sportschau nichts hören und nichts sehen. Aber ab 17:10 drehte mein Handy durch. Mehrere SMS, meistens nur mit 1 Begriff als Inhalt: “Jaaaa!”, “VfL!!!!!”, “Mönchengladbach”, “Gladbach!”, “Glückwunsch!!!”, mehr brauchte es nicht, um mir eine Freudenträne zu entlocken. Und gestern bin ich beim Elbbrückenlauf die 21,5 km trotz tropischer Temperaturen mit VfL-Schal gerannt. Nur um allen zu zeigen: Seht her, wir leben noch! :)

    Samstag werde ich glücklicherweise in Hamburg sein. Das steht schon seit Silvester fest. Ein HSV-Fan aus MD hat Saison-Sponsoren-VIP-Tickets und nimmt mich mit. Da werde ich auf der HSV-Tribüne hoffentlich ordentlich die Sau rauslassen. Ich hoffe, daß Du dich in England nicht zu sehr quälst. In Gedanken wirst Du bei uns sein.

    Wohlgemerk: noch ist gar nichts erreicht (außer daß wir schon jetzt ansehnlichen Fußball spielen, weshalb mir nicht Bange wäre, daß wir recht schnell wieder “oben” wären). Am Samstag können wir immer noch zum größten Verlierer des Spieltags werden. Und daß wir dann nächste Saison nicht in Liga 1 spielen wäre nicht mein größtes Problem, sondern daß wir nach 1999 (Patrik Andersson) und 2007 (Marcell Jansen) dieses Jahr mit Marco Reus und Dante wieder zwei absolute Identifikationsfiguren verlieren würden (und natürlich, daß es nächste Saison von der Borussia keine Sammelbilder gäbe).

    Aber ich freue mich auf eine Zukunft (sei es auch kurzzeitig in Liga 2) unter Lucien Favre. So sehr ich Hertha NICHT mag, Herrn Favre mochte ich immer sehr und war aus dem Häuschen, als ich von seiner Verpflichtung beim VfL hörte (so sehr mir das Scheitern Michael Frontzecks auch weh tat). Irgendwo hatte ich heute über LF gelesen: “… dieser intelligente, leise Mensch …”. Und genau das bringt es auf den Punkt.

    Also:
    5 mal werden wir noch wach,
    heissa, dann ist Hamburg-Tach.

    Never surrender!
    Oder: Hinten kackt die Ente!

    Schwarz-grün-weiß aus Magdeburg,
    Martin

    PS: Vielleicht noch ein gutes Omen: am letzten Spieltag der Saison 1997/98, dem Tag unserer sensationellen Rettung, welche ich im alten Wolfsburger Stadion live miterlebte, fand der Grand Prix d’Eurovision de la Chanson statt. Und nun rate, was am letzten Spieltag der Saison 2010/11 stattfindet! :)

  10. Mensch, mittlerweile schreibt ihr ja längere Kommentare als ich Spielberichte.:D Vielen, vielen Dank!

    Wo soll ich anfangen? Also: Max lässt die Fahne auf dem Dachboden, Si wäscht seine Sachen nicht (wobei ich auswärts in Hannover bis auf das Trikot andere Sachen anhatte als im Borussia-Park – die Verantwortung liegt also wirklich bei dir), brotsalami lässt die Finger von allen Live-Tickern und denkt an seine Familie, Fohlenfreundin rührt ihre Fingernägel nicht an und Martin nimmt Nick Hornby mit ins Stadion – was soll dann noch schiefgehen?

    Die Statistiken klicke ich mir übrigens bei kicker.de oder fussballdaten.de zusammen. Das geht ja relativ flott, wenn man mit dem Auge die Ergebnisse scannt und nur auf Nullen achten muss. Deine Stutzen-Theorie muss ich aber leider widerlegen: In Mainz hatten wir auch schon schwarze an.;) Ich bin lediglich was verunsichert, da wir in Hamburg sicherlich in Grün spielen müssen. Alle Siege waren bislang in Weiß, oder?

  11. In Sachen Aberglauben habe ich neuerdings jetzt auch mein Ding am laufen. Zum Heimspiel gegen Dortmund habe ich (eher zufällig ausgewählt) mein Gladbach-T-Shirt in grün, mit Kronkorkenlogo (“since 1900″, kennt ihr vielleicht) angehabt. Nach dem Samstag die ganze Woche nicht angehabt, dann wieder beim Auswärtssieg in Hannover (live dabei!) angezogen. Dieselbe Prozedur bis zum Heimspielsieg gegen Freiburg. Nun ratet mal, was ich für meine Auswärtsfahrt nach Hamburg anziehe;-)

  12. Zum Thema Aberglauben @Jannik – ich denke, das ist gar nicht schlecht, wenn wir in grün spielen. Die weißen Trikots sind vielleicht zu ermüdet, ihren Dienst getan zu haben. Also auf in ein frisches Grün, denn grün ist auch die Hoffnung! Meine Fingernägel erstrahlen wieder in neuem schwarz-weiß-grünem Glanz und dann drücken wir mal weiter ganz ganz gaaaaanz fest die Daumen. Es kribbelt jeden Tag und ich fiebere und bange dem Samstag entgegen. Und werde bei unserem firmeninternen Tippspiel alles so tippen, dass MG doch noch 15. wird. Am Samstag. Also, volle Kraft voraus!

  13. @Jannik

    Das liegt nur daran, dass deine Berichte länger werden, da muss man natürlich auch mehr kommentieren.

    @all
    Ich bin echt neidisch auf eure Rituale und Aberglauben. Ihr könnt wenigstens die Spiele mitverfolgen. Ich fühle mich schon wie ein Anti-Fan oder ein Unglücksbringer.
    Aber ich werde das erst nächste Saison testen, versprochen. :D

  14. @Jannik,

    habe Mr. Hornby angerufen. Da seine Gunners am Sonntag gegen Villa spielen, kommt er am Samstag nicht extra nach Hamburg. Er schlug aber vor, das Buch, welches ich gerade lese, stattdessen mit ins Stadion zu nehmen. ;) Aber im Ernst: ich mache das!!!

    Zu den Statistiken: mit den Stutzen hast Du natürlich Recht (Da habe ich mal ein paar Spiele in der jüngeren Vergangenheit nicht eingetragen und dann fliegt mir gleich alles um die Ohren. Bin bei ca. 2/3 aller Ligaspiele seit 1965). Mit den Siegen hast Du auch Recht: alle Siege in dieser Saison (sowohl Liga als auch DFB-Pokal) in weißen Trikots, weißer Hose und weißen Stutzen, außer: Aue (grüne Hose) und Hannover (schwarze Stutzen). Spiele, die wir beim HSV nicht verloren haben, habe ich erst zur Hälfte mit Spielfarben erfaßt, aber in denen trugen wir nach 1979 nie weiße Trikots!

    Zu Deinen Statistikquellen: ja, sind gute Seiten, aber man muß erst mal selbst auf die Idee kommen, worauf man achten möchte.

    Schwarz-grün-weiß aus Magdeburg,
    Martin

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