Anruf in Abwesenheit

Saison 2011/2012: 33. Spieltag - Gladbach 0:0 Augsburg

Die Borussia macht den größten sportlichen Erfolg seit dem Pokalsieg 1995 perfekt. Und was mache ich? Ich bin wütend. Zwar nur 37 Minuten lang, aber wirklich wütend. Im Nachhinein ist es mir furchtbar peinlich. Nur verdeutlicht gerade dieser kurzfristige Frust über das Verpassen von Platz drei, wie hoch diese Saison einzuordnen ist. Denn Platz vier ist so viel größer als alles andere, was zigtausend junge Borussia in ihrem Leben erlebt haben, dass es einen schlichtweg überfordert.

Ich bekomme es einfach nicht auf die Reihe, echt nicht. Und vor dem 21. oder 22. August werde ich dieses Problem auch nicht los. Vielleicht kann ich nicht einmal dann vernünftig damit umgehen, sondern erst wenn das ganze Europacup-Brimbourium wieder vorbei und die Borussia ausgeschieden ist. Wann immer das sein mag.

Als Schiedsrichter Michael Weiner das Spiel gegen Augsburg nach wahnsinnigen null Minuten Nachspielzeit abpfiff, war ich – wütend. Es ist bescheuert und unnötig, ich weiß. Aber ich kann ja nicht so tun, als sei ich eine menschgewordene Humba, eine La Ola aus Fleisch und Blut gewesen, wenn es nicht stimmt. Mit der Wut ist es wie früher als Kind, wenn man nachts aufwachte und vor lauter Schmerzen im Bein dachte, es sei gebrochen: War der Schmerz nach 37 Minuten wieder weg, war das Bein natürlich nicht gebrochen. War der Schmerz zwei Tage später noch da, dann vielleicht doch.

Da ich mir als Kind nie im Schlaf das Bein gebrochen habe, war die Wut auch am Samstag bald verflogen. Und damit wären wir bei der letzten Parallele zwischen kurzfristiger Wut über Platz vier und Kinderschmerzen im Bein. Beides geht nicht nur schnell vorbei, sondern ist ein klares Indiz für – Wachstum. Ich bin längst ausgewachsen, aber die Borussia ist erst in dieser Saison in derart schwindelerregende Sphären vorgestoßen, dass es einem leicht die Wahrnehmung vernebelt. Zumindest der Post-Pokalsieg-Generation, die sich an Europacupabende nur ganz grau erinnern kann. Eltern können einem ja viel erzählen.

Mutter lernt dazu
Apropos Pokalsieg, apropos Eltern. 1995 musste ich als Fünfjahriger noch um mein erstes Gladbach-Trikot kämpfen. 2012 war das Europapokal-T-Shirt schon bestellt, bevor ich überhaupt wusste, dass es welche gibt. Meine Mutter lernt dazu. Doch auch wenn es am Samstag vor dem Spiel schon nur noch nach einem lustigen Fußballnachmittag der Selbstbeweihräucherung aussah, ging es um verdammt viel – egal, ob man es jetzt in Millionen Euro bemisst oder in Darbietungen der Champions-League-Hymne.

Ein Sieg hätte zumindest alle Optionen offen gehalten, es direkt in die Königsklasse zu schaffen. Damit würde die Mannschaft meinem Traditionsbewusstsein entsprechen, nach dem es am letzten Spieltag immer noch wenigstens um eine Platzierung geht. Denn das war allenfalls anders, wenn die Borussia bereits vor dem 34. Spieltag als Tabellenletzter feststand oder schon Zweitligameister war. Also zum Glück: nicht so häufig. Wie gesagt, so ganz verstehe ich das immer noch nicht. Europapokal. Oder auch: Europapokaal. Ich sehe diese Tabelle, ich sehe den vierten Platz, aber Tabellen können einem ja viel erzählen.

Als zum letzten Mal in dieser Saison die “Elf vom Niederrhein” gespielt wurde, nahm die Wehmut zum ersten Mal überhand. Vielleicht bedeutet Marco Reus, Roman Neustädter und Dante dieses Lied nicht annähernd so viel. Aber in jenem Moment erfüllte es mich selbst mit Trauer, dass sie die “Elf vom Niederrhein” nur noch als Gäste hören werden. Doch sie haben es so gewollt. Das ist in einem Fall mittlerweile nachvollziehbar, bei den anderen beiden fehlt nach wie vor das Verständnis.

34 Reus-Tore in der Bundesliga
Deshalb zuerst zu dem Mann, der dem Verein sportlich so sehr fehlen wird, dass 17,1 Millionen Euro keine Ablösesumme sind, sondern im wortwörtlichen Sinne eine Transferentschädigung. Ich wünsche mir beinahe, dass Marco Reus gegen Mainz kein Tor mehr erzielt, weil sein Schaffen am Niederrhein so perfekt in einen Rahmen gepresst wird. Am 28. August 2009 erzielte er nach einem 50-Meter-Solo gegen Mainz sein erstes Bundesligator. Am 15. April 2012 könnte ihm sein letztes für den VfL gelungen sein. Diesmal waren es keine 50 Meter, sondern nur fünf, auf denen er die gesamte Kölner Abwehr ausspielte. Aber es war nicht minder schön. (Wobei mir gerade auffällt: Ein Abschiedstor gegen Mainz – da würde sich der Kreis erst recht schließen.)

Dazwischen hat Reus allein 32 andere Bundesligatore für Gladbach erzielt: Ein paar Abstauber, fulminante Distanzschüsse in den Winkel wie gegen Hannover 2011, überlebenswichtige Tore wie das 1:1 in Bochum in der Relegation, kuriose wie sein 1:0 gegen die Bayern im Januar, Konter wie in Stuttgart dieses Jahr oder gegen Freiburg vor zwölf Monaten, als er auf und davon war, von niemandem aufzuhalten.

Noch ein Spiel im Trikot mit der Raute und Reus ist endgültig auf und davon. Abseits der Platzes hat er keine großen Reden geschwungen. Selbst als Jermaine Jones ihm auf den Fuß trat und für einen handfesten Skandal sorgte, sah der 23-Jährige keinen Anlass, öffentlich nachzutreten. Insgesamt hatte er auch immer etwas Unnahbares, aber weil er auf dem Platz so brillierte, konnte man getrost einen Spruch bringen, der sonst häufig nervt: Der Junge verdient sein Geld fürs Fußballspielen, nicht fürs Reden!

Haare für die Ewigkeit
Wir werden niemals erfahren, wie eine Europapokalsaison mit Marco Reus ausgesehen hätte. Aber vielleicht ist der Zeitpunkt für seinen Weggang schon jetzt der richtige. Max Eberl wird jeden Cent von 17,1 Millionen Euro benötigen, um eine Mannschaft zusammenzustellen, die hoffentlich jahrelang nicht nach unten schauen muss. Es wird, da bin ich mir ziemlich sicher, in der kommenden Saison einen Tag geben, an dem die Borussia nicht unter den ersten sieben Teams der Liga steht, so wie es dieses Jahr durchgehend der Fall war. Das Ziel muss sein, dass selbst zart besaitete Super-Pessimisten zu keinem Zeitpunkt Angst vor dem Absturz haben. Was so viel heißt wie: Die Latte liegt hoch.

Nun sorgen Roman Neustädter und Dante dafür, dass man den Übergang von dieser zur neuen Saison als “Umbruch” bezeichnen muss. Neustädter hat sich nie etwas zu schulden kommen lassen, er war ein netter, sympathischer Kerl. Aber er war nie ein unersetzliches Mosaiksteinchen im perfekt eingespielten Gladbacher Kollektiv. Sein Weggang ist nicht nur zu verkraften, er beschert vielleicht sogar die Chance, sich auf der Sechserposition effektiv zu verbessern.

Dantes Wechsel zu den Bayern sollte eigentlich mit demselben Herzschmerz verbunden sein wie bei Marco Reus. Nur fällt diese Herangehensweise nach den vergangenen Monaten äußerst schwer. Es wird niemand gezwungen, die Raute durch Europa zu tragen. Nur muss Dante gleichzeitig damit leben, dass alle, denen es anscheinend keinen Deut wichtig ist, automatisch weniger Tränen verursachen. Er hätte einem historischen Erfolg ein Gesicht geben können. So aber macht er sich aus dem Staub, weil der eigene Karriereplan über allem steht. Das ist nicht weiter zu verurteilen, in der heutigen Zeit eher der Regelfall. Aber Dante hat über drei Jahre etwas anderes vermittelt und muss sich nun – bei aller Dankbarkeit für seine Leistungen – auch daran messen lassen. Er wird fehlen, aber wie Neustädter wird auch er sportlich zu ersetzen sein.

Unter dem Tribünendach der Herzen
Und so standen sie also da, als die “Elf vom Niederrhein” vorbei war. Der Verein hatte Collagen gebastelt, die aus Angst vor Regen – und vielleicht auch vor Tränen – in Folie eingepackt waren. Das ist schöner als Blumensträuße (die es dennoch gab) und nicht so pathetisch wie ein Trikot im Bilderrahmen. Die 11, die 13 und die 31 (verwunderlich, dass die 1 und 3 nicht auch den Verein verlassen) werden auch in Zukunft vergeben werden und nicht unter das Tribünendach gehängt. Aber mit Reus und Dante verlassen die beiden prägenden Gesichter der Jahre nach dem Wiederaufstieg 2008 den Verein. Deswegen werden ihre Trikots zumindest unter dem Tribünendach des Herzens hängen. Immerhin ist Dante der einzige Fußballer, von dessen Haarpracht ich eine Locke besitze. So etwas verbindet dann doch ungemein.

Bei so viel Abschiedsschmerz kommt es beinahe gelegen, dass 90 Minuten Fußball im Anschluss zwar eine Entscheidung gebracht haben, diese aber nicht in Mönchengladbach fiel. Im Februar konnte ich es gar nicht glauben, dass die Borussia zwei Jahre lang nicht 0:0 gespielt hatte. Jetzt folgten auf Wolfsburg noch torlose Unentschieden gegen Freiburg, Hertha und eben eins gegen Augsburg. Zudem fiel im Pokal-Viertelfinale in Berlin erst nach mehr als 100 Minuten ein Tor, im Halbfinale gegen die Bayern sogar erst im Elfmeterschießen. Falls sich jemand in der Rückrunde ausschließlich diese sechs Spiele angesehen haben sollte, kann er sich gerne melden. Wenn alle zusammenschmeißen, sollten ein paar Basketball- oder Handballkarten als therapeutische Maßnahme drin sein.

Selbst aus reiner Chronistenpflicht gibt es zum Spiel an sich wenig zu sagen. Wäre die Borussia ein vom Europapokal verwöhnter Verein, müsste einem das zu denken geben. Denn wer gegen Augsburg erstmals ein Spiel der Borussia gesehen hat und vorher nur die Tabelle, nicht die Geschichte des vergangenen Jahres kannte, der wird seinen Augen kaum getraut haben. Selbst wenn die Rollen vertauscht gewesen wären, hätte die Leistung kaum einer Mannschaft entsprochen, die um alles in der Welt vorzeitig den Klassenerhalt perfekt machen will. Es kann immer sein, dass an einem Tag wenig hinhaut. Nur sollte die Mannschaft wenigstens den Eindruck erwecken, dass es sie ärgert und sie es nicht einfach so über sich ergehen lassen will.

Verordnete Freude
So aber war es eine Portion Sommerfußball zwischen “Konnte nicht” und “Musste nicht mehr”. Wobei aus “Konnte nicht” leicht “Geht doch” hätte werden können, weil “Musste nicht mehr” eben “Musste nicht mehr” war. Dass aus “Konnte nicht” nicht “Darf aber trotzdem” wurde, verhinderten am Ende Mike Hanke und der Schiedsrichter. Der eine verwechselte seinen linken Fuß mit dem rechten und staubte nicht zum 1:0 ab. Der andere, Michael Weiner, verweigerte der Borussia eineinhalb klare Elfmeter, was nach dem Daems’schen Gesetz drei Punkte bedeutet hätte.

Nun kann ich mit verordneter Freude wenig anfangen. Diesen vierten Platz hat die Borussia nicht durch ein 0:0 gegen Augsburg gewonnen, sondern an vielen anderen Tagen in der Saison 2011/2012. Am greifbarsten war die Freude womöglich nach dem 2:1 in Leverkusen. Überhaupt ist Lucien Favre – trotz seiner manchmal übertriebenen Schwarzmalerei – ein guter Anhaltspunkt für die richtige Dosierung der Freude. Als er in der BayArena den Platz stürmte, hatte Igor de Camargo mit seinem Tor gerade die Champions-League-Qualifikation klar gemacht. Favre spürte es und spurtete los.

Und so sollte man vielleicht auch nicht zu schnell darüber hinwegsehen, wie Favre gegen Augsburg den größten sportlichen Erfolg seit 1995 feierte. Der Schweizer hatte offenbar zuerst gar keine Lust, gute Miene zum nicht ganz so guten Spiel zu machen. Es war ein wenig wie in Hamburg, als Gladbach in die Relegation einzog, zuvor aber eine halbe Stunde lang direkt gerettet war. Auch damals fiel es schwer, diesen Erfolg gleich richtig einzuordnen, weil es sich absurd anfühlte, auch nur eine Sekunde lang enttäuscht zu sein – zumindest unterschwellig war man es trotzdem.

Vielleicht nach Mailand
Ähnlich ist es jetzt. Nach dem Spiel in Kaiserslautern stand Gladbach noch auf Platz zwei. Danach hat die Borussia aber nur noch elf Punkte aus elf Spielen geholt und Platz drei trotzdem erst am 27. Spieltag an Schalke abgegeben. Gleichzeitig vergisst man aber schnell, dass Hannover 96 im vergangenen Jahr auch Vierter war, nachdem zumindest die Champions-League-Quali lange Zeit möglich schien. Dieses Jahr reicht Platz vier genau dafür. Das hat die Borussia dem FC Bayern zu verdanken, Werder Bremen und ein bisschen dem FC Schalke. Ein Dank kann auch nach Mailand, Turin oder Rom gehen, wo es in den vergangenen Jahren aus verschiedensten Gründen in Europa nicht mehr so lief.

Meine 37-Minuten-Wut über das 0:0 gegen Augsburg wird mir von Zeile zu Zeile immer peinlicher. In Kopenhagen schellt das Telefon und ich gehe nicht dran, Anruf in Abwesenheit. Ich bin einfach zu unbedarft, um diesen Erfolg richtig einzuordnen, weil mir die Vergleichsmöglichkeiten fehlen. Vor dem 10. August wird es mir auf keinen Fall gelingen. An diesem Tag werden in Zürich die Play-off-Spiele zur Champions League ausgelost. Ich werde zum ersten Mal in meinem Leben sehen, wie solch ein Loszettel aussieht, auf dem “Borussia Mönchengladbach” steht. Im DFB-Pokal gibt es ja seit Jahren nur die Kugeln mit Vereinslogo drin. Danach werde ich endlich meinen einwöchigen Sommerurlaub planen, der in England, Spanien, Italien, Frankreich, Portugal, der Ukraine, Griechenland, Schottland, der Türkei, Belgien, den Niederlanden, Russland, Rumänien oder Dänemark stattfindet. Ich bin da ganz flexibel.

Und eins verspreche ich: Solange die Borussia sich nicht bis auf die Knochen blamiert in Europa, werde ich jede Sekunde einfach nur genießen. Denn falls es wieder so lange dauern sollte bis zum nächsten Auftritt in Europa, will ich mir nicht 16 Jahre lang Vorwürfe machen.

30. April 2012 von Jannik Sorgatz
Kategorien: Fohlengeflüster | Schlagwörter: , , , , , , , , | 8 Kommentare

Kommentare (8)

  1. genialer Text – Dankeschön ( vor allem Daems´sche Gesetz ! )- mir gings am TV ganz ähnlich !ein Freundschaftsspiel in Mainz – das hatten wir sonst eher nicht, aber viel zu holen war bislang auch nicht ….wir sehen uns in Mainz ( bin leider nur in der Mainzer Kurve – aber ich denke, es haben sich genügend Borussen auch hierfür Karten besorgt.. ) MACH SO WEITER !

  2. Ist diese Saison wirklich schon wieder fast vorbei? War doch erst vorgestern, dass ich mit meinem Handy im Garten stand während Borussia in München 1:0 führte – und das einige, was ich machen konnte, war ständig auf den “Refresh”Button zu drücken, weil in besagtem Garten, der nicht zu meinem Haus und Grund gehörte, weder ein Radio geschweige denn ein Fernseher zu finden waren.

    Aber stimmt – das ganze ist jetzt auch schon wieder 9 Monate her (wo sind die erste Geburtswelle von Post-Bayern Neugeborenen namens “Igor”?) und die Saison im Grunde gespielt (das Freundschaftsspiel gg. Hannover übernächste Woche hätte man sich schenken können, da es im Grunde weder für uns noch für Mainz um etwas geht nächste Woche).

    Für mich hätte es ehrlichgesagt besser nicht laufen können als mit Platz 4 und den damit verbundenen vier garantierten Heimspielen. In der CL, bin ich mir sicher, hätten wir sowieso nicht viele Chancen gehabt So können wir eine Nacht im Sommer von MG ganz großen Fussball genießen und uns dann – sollte das Wunder der Qualifikation nicht eintreffen – berechtigte Hoffnungen machen, in einer Euroleague Gruppe auf Platz zwei zu kommen und auch 2013 weiter zu spielen. Die Freude darauf dominierte bei mir schon die ganzen 90 Minuten und konnte keine Sekunde vom Spiel (wohl jedoch vom Abschied von Marco) getrübt werden. Beim letzten Internationalen Auftreten der Borussia war ich gerade alt genug um zu jung zu sein. Mit 15 Jahren war ich alt genug, um unbedingt ins Stadion zu wollen und gerade noch jung genug, um das effektiv Verboten zu bekommen. 17 Jahre musste ich auf meine zweite Chance warten. Und jetzt ist sie da. Danke Borussia.

    Dir Jannik danke für eine weitere fantastische Halbserie voller genialer Berichte. Freuen wir uns auf die nächste Saison und die wohl spannendste Sommerpause seit Abschaffung des UI-Cups.

  3. Ein super Text. Hat genau mein Innenleben wiedergegeben. Mit geht es wie Dir. Bloß, dass ich schon wieder zittere, ob die Herren in Schwarz bei Borussia die richtigen Transfers eintüten. Ein bischen ungeduldig bin ja schon. Warten ist halt nicht meine Stärke. Schreib so weiter! Es ist erfrischend die lesen zuzuhören.

  4. Treffender Bericht wieder, der mir ganz aus dem Herzen spricht! War nach etwas längerer Zeit wieder im Borussia Park live dabei und hatte mir zumindest Siegeswillen und ein Tor vor der begeisternden Fans gewünscht. Wurde allerdings herbe enttäuscht und zusätzlich noch um 10 Euro Parkplatzgebühr erleichtert am Fanhaus :-(. Naja ist wohl das viel beschriebene Jammern auf hohem Niveau aber für insgesamt über 100 Euro wohl nicht zuviel verlangt. Trotzdem hat inzwischen die Freude über Platz 4 die Überhand gewonnen, mal sehen was Max Eberl für Transfers landet und das Los uns im August beschert. Europa wir kommen!

  5. Kann mich nur den Vorschreibern anschließen, dein Beitrag spricht auch mir aus dem Herzen. Und: Keine Sorge, denn: Auch ich war nach dem Spiel erstmal ein Weilchen sauer. Um mir dann vor Augen zu führen: HALLO!!! 4. Platz!!! Wie grandios ist das denn!? Undankbares Volk… Meine Zeit mit der Borussia, das sind zwar erst ca. 10 Jahre, aber so eine schöne Saison in der 1. Liga gab es für mich noch nie. Und so freue ich mich dann am Ende doch. Was die Abgänge betrifft, das sehe ich ganz genau so wie du, Jannik. Der Abschied von Reus schmerzt mich ebenso am meisten. Was Europa anlangt: Ich lass es auf mich zukommen und freue mich drauf. Ein Europa-Shirt habe ich auch schon…

  6. Danke auch von mir für die schöne Berichterstattung über dieses Saison.
    Ist ja fast zu schön um wahr zu sein wie es jetzt ist.
    Vielleicht passt das ja noch mal in ein Buch? Wäre auf jeden Fall etwas, daß ich einschweiße und dann meinen Enkeln zum ersten Stadion-Besuch schenke.
    Die Europapokal T-Shirts liegen zu Hause und warten auf ihren Einsatz. Günstig wäre eine Auslosung mit Heimspiel als ersten und dann Auswärtsspiel. Dann haben wir ein Urlaubsziel für dieses Jahr.
    Weiss nur noch nicht, wie ich meiner Frau ein Reiseziel wie Dänemark oder Ukraine verkaufen soll…

  7. Dass du nach dem Spiel sauer warst, braucht dir absolut nicht peinlich zu sein: auch oder vielleicht gerade nach einer solch überragenden Saison hat mir im Schlussspurt wie schon in Dortmund (wo es ja wenigstens noch gegen einen starken Gegner ging, der etwas tun musste..), der letzte Wille gefehlt, im sicheren Gefühl, dass nach unten nix mehr passieren kann, noch das Maximale herauszuholen. Ich kann unter diesem Aspekt auch die mangelnde Risikobereitschaft unseres Trainers nicht ganz nachvollziehen – ich hätte mir in der Schlussphase gegen einen Gegner, für den es ja aufgrund der Zwischenstände auf den anderen Plätzen um nix mehr ging noch mal die Brechstange mit einem oder zwei zusätzlichen Offensivkräften gewünscht.. Wenn’s dann schief gegangen wäre, hätte ich an diesem Tag mit einer Niederlage durch ein Kontertor besser leben können, als mit diesem blutleeren Auftritt… Aber es stimmt natürlich, dass wir auf hohem Niveau “meckern” und es positiv sehen sollten: CL-Quali bedeutet eine schöne Reise mehr… ;-)

  8. ” ich hätte mir in der Schlussphase gegen einen Gegner, für den es ja aufgrund der Zwischenstände auf den anderen Plätzen um nix mehr ging noch mal die Brechstange mit einem oder zwei zusätzlichen Offensivkräften gewünscht.”

    Dem kann ich mich nur anschließen. Nachdem klar war, dass Stuttgart nicht mehr wirklich gefährlich werden konnte, hätte ich auch mal die Brechstange rausgeholt. Auch auf die Gefahr hin, dass man sich einen Konter einfängt.

    Wer nichts wagt, der nichts gewinnt, oder wie hieß das noch….?

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