Platzverweis mit Stil(mittel) -
Der metaphorische Abgang des Andriy V.

Acht Treffer in sechs Spielen – mit der Quote lässt es sich leben. Dementsprechend bedient trottet man also über den Platz, wenn auf einmal seit 309 Minuten in Folge Torebbe herrscht.

Niemand redet mehr über die gestählte Brustmuskulatur, die Zukunft ist in Gefahr (oder auch nicht, je nach Sicht des Betrachters) und die eigene Mannschaft hat augenscheinlich gerade alle Chancen auf eine Topplatzierung in der “Rangliste aller Meisterschaften aus heiterem Himmel” verspielt.

Als nützlich erweist es sich da, wenn plötzlich ein Engel des Fußballgottes (Marko Pantelic, nicht) erscheint und man den Hinweis erhält: “Hey, Andriy, zweimal glatt Rot in Hoffenheim. Hau noch einen um, die 1000. ist greifbar nah!”

Und er tat, was der Engel des Fußballherrn ihm befohlen hatte. Ein zielsicherer Tritt, den Ball noch schnell gegen den am Boden Liegenden geschossen – fürs Jubiläum rundum gelungen in Szene gesetzt. Platzverweise mit metaphorischem Wert sind ohnehin viel lohnenswerter.

Übrigens hat Andriy Voronin in fünf der letzten neun Spiele mindestens einen Treffer erzielt. Die restlichen vier, in denen er torlos blieb, gingen allesamt verloren. Damit dürfte also geklärt sein, wie die nächsten drei bis fünf Spiele der Hertha enden. Alles weitere klärt das Schiedsgericht.

8 aus 12 – “der Simunic’sche Quotient” von Enno ist weiterhin gültig. In der Hauptstadt scheint man jedoch auf dessen Kehrwert hinzuarbeiten. Oder, ums boulevardesk zu formulieren: 12 Spiele, 8 Pleiten?

12. April 2009 von Jannik Sorgatz
Kategorien: Einwurf, Innenrist | Schreibe einen Kommentar

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