Mission 40/27:
Wenn der Aufbau irgendwann den Einsturz bringt

Gladbach verliert unglücklich und aufgrund mangelnder Cleverness mit 1:2 gegen Wolfsburg, kann jedoch darauf aufbauen – einmal mehr. Wie ein Fasan die wenig frohe Botschaft übermittelt, Dzekos Phantomschmerzen die Borussia um den Europacup bringen und Hans Meyer für wenige Sekunden zum Trainergott wird.

grune-brille

Den armen Vogel muss es ganz schön zerrissen haben. In einem Radius von fünf Metern liegen seine Einzelteile quer über den Weg verteilt. Hobby-Ornithologen erkennen schnell, dass diese Fetzen vor nicht allzu langer Zeit im Kollektiv einen Fasan ergeben haben. Nun ist der geneigte Fußball-Fan so veranlagt, dass er prompt den Sinn dieser Begegnung hinterfragt – an einem Samstag um kurz vor halb drei, wenige Meter vor dem Eingang ins Stadion.

Der Blick ins Wörterbuch verrät zumindest, dass Fasan auf Bosnisch definitiv nicht „Dzeko” bedeutet. Vielleicht „Grafite”? Auch nicht. „Grafite” ist doch tatsächlich das portugiesische Wort für – Bleistiftmine. Ich tippe auf 6B, extraweich und geschmeidig.

Ein totes Tier dient also erst einmal nicht als Hinweis auf den Spielverlauf und seine Hauptdarsteller. Unter Umständen bin ich in meinen Recherchen auch nur nicht gründlich genug gewesen und habe übersehen, dass „fehlende Cleverness” auf Hebräisch in etwa „Colautti” bedeutet und „darauf können wir aufbauen, bringt uns aber nicht weiter” auf Holländisch grob mit „Roel Brouwers” zu übersetzen ist. Aber immer schön der Reihe nach.

Linsensuppe mit Haselnusscreme

Die Sonne scheint frühsommerlich vom Himmel – 27. Spieltag und die Jackenperiode der Saison gehört vorerst der Vergangenheit an. Endlich kann man die Stadien des Landes wieder anhand ihrer Farben einem bestimmen Verein zuordnen. Der Borussia-Park erstrahlt nach langer Zeit wieder im traditionellen Schwarz-Weiß-Grün. Während dunkle Töne im Winter auch bei Jack Wolfskin und Co. die Oberhand behalten, sind weiße Daunenjacken ja eher bei Damen vom Gewerbe zuhause und dementsprechend selten in der Kurve eines modernen Fußballtempels anzutreffen.

An den Fansteinen – der großen Raute, bestehend aus hunderten kleinen Rauten mit eingravierten Namen – treffe ich Nils, der heute unseren Freund Chrissi im Schlepptau hat. Stolz hält der mir seine angeblich blütenreine Weste bei Stadionbesuchen im Borussia-Park vor Augen (weil er vermutlich genau weiß, dass ich ihm den Eintritt verweigern könnte, falls seine Anwesenheit nichts Gutes erahnen lässt). Obwohl ich ihn an ein grausames 0:1 gegen Hannover erinnern muss, das in etwa so schwer zu ertragen war wie eine Linsensuppe mit Haselnusscreme, darf er die Drehkreuze dann doch ungehindert passieren.

Mein Sitznachbar Luca, seines Zeichens Drittklässler und, wenn er in Sachen Fußball-Verrücktheit so weiter macht, in zehn Jahren Erbe dieses Blogs, ist zunächst gar nicht gut gelaunt. Der Karfreitag hatte dafür gesorgt, dass sein FohlenEcho bis zur Abfahrt zum Stadion noch nicht im Briefkasten lag. Zudem hat ihm seine Mutter mitgeteilt, dass er nächsten Samstag zur Kommunionsvorbereitung gehen muss und nicht mit seinem Vater nach Frankfurt fahren darf. Dankbar lege ich meine Hand auf die Schulter meiner Mutter – nicht, weil ich evangelisch getauft worden bin, sondern weil sie mich vermutlich hätte fahren lassen, vielleicht sogar mitgekommen wäre. Lucas Laune kann ich zumindest vorerst retten, indem ich ihm mein FohlenEcho leihe. Das mit dem Umtaufen klappt jedoch nicht so leicht.

Marin senkt den Altersschnitt um 1,4 Jahre

Hans Meyer verändert die auf beiden Seiten torlose Startelf aus Karlsruhe nur auf einer Position, was einem Generationswechsel gleichkommt: Marin kehrt für Neuville zurück auf die linke Seite und senkt den Altersschnitt um 1,4 Jahre, 25,8 anstelle von 27,2. Schon in den ersten Minuten kann man mit bloßem Auge erkennen, dass die Spielgeschwindigkeit mit sinkendem Alter deutlich anwächst. Vielleicht ist es aber auch nur das altbekannte Borussia-Syndrom dieser Saison, sich der Stärke und leider allzu oft der Schwäche des Gegners anzupassen wie ein Latexanzug der Haut.

In den ersten Minuten erinnert das Spiel nicht an ein Duell zwischen dem Tabellenführer und einem Abstiegskandidaten. Vielmehr scheinen zwei Konkurrenten um den UEFA-Cup aufeinanderzutreffen. Früh sieht Wolfsburgs Pekarik nach einem Foul an Marin die erste Gelbe des Spiels, der bis zum Ende noch drei weitere folgen werden, alle auf Seiten des VfL von der Tabellenspitze. Dessen Pendant vom anderen Ende des Tableaus wahrt dagegen seine aussichtsreiche Position in den oberen Gefilden der Fairplay-Wertung. Schon vor zwei Jahren, im Abstiegsjahr, schien der Europacup unverhofft in Reichweite. Als sich Edin Dzeko, der Anti-Fasan, vor der Nordkurve vor lauter (Phantom-)Schmerzen auf dem Boden hin und her windet, leeren ein paar Dutzend Feuerzeugbesitzer jedoch erneut ihre Hosentaschen. Gegen Bochum hatte das den Verein schon bares Geld gekostet, diesmal dürften jegliche Fairplay-Preise fürs Erste in weite Ferne gerückt sein.

Der Gladbacher Strafraum dient in der Anfangsviertelstunde jedoch ausschließlich als Wolfsburger Ausweich-Lazarett und Wertstoffhof vom Niederrhein. Ansonsten spielt sich das Geschehen weitestgehend vor der Südkurve ab, auf die die Borussia mit erfrischender Entschlossenheit anstürmt. Erst sind Matmours Storchenbeine nicht lang genug, um den Ball über die Linie zu drücken, als Marin auf links durchbricht und in die Mitte passt. Dann nimmt Baumjohann nach einem Abpraller von der Strafraumgrenze Maß, seinen Schlenzer lenkt Benaglio gerade so um den Pfosten. Das Chancentrio vollendet einmal mehr Karim Matmour. Sein wuchtiger Linksschuss wird von Wolfsburgs Keeper aus der Gefahrenzone gefaustet.

Misimovic macht sein Staatsexamen, Dzeko netzt ein

Doch plötzlich pendelt sich die Realität von selbst ein. Wolfsburg annektiert die Gladbacher Abwehrzone und drückt von jetzt auf gleich auf den Führungstreffer. Mit jeder Aktion des Tabellenführers wird das erleichterte Raunen aus der Nordkurve lauter, wenn der Ball für ein paar Sekunden den Strafraum und seine Umgebung verlässt. Schließlich kann Misimovic ungestört in den Strafraum flanken – in etwa mit der Seelenruhe eines angehenden Juristen, der in der Wüste Gobi für sein Staatsexamen lernt. Brouwers und Stalteri werden unfreiwillig zu seinen ersten Mandanten, weil sie Dzeko sträflich frei zum Kopfball hochsteigen lassen. Der Rückrunden-Torschützenkönig lässt Bailly nicht den Hauch einer Chance und bringt Wolfsburg mit seinem 16. Saisontor in Front.

Es gab Zeiten, da wäre ich nach solch einem Rückschlag in meinem Sitz zusammengesackt und hätte innerlich bereits mit dem Spiel abgeschlossen. Doch die engagierte und spielerisch sehenswerte Anfangsphase der Borussia hält mich vorerst aufrecht auf meinem Sitz und vor allen Dingen im Stadion. „Vau-Eff-Ell”, hallt die einschlägige Durchhalteparole von den Rängen. Für ein paar Minuten steckt Gladbach optisch den Kopf in den Sand, um ihn dann jedoch wieder rauszuziehen und den Eindruck zu erwecken, dass unter der Erde ein Motivationstrainer auf den angeschlagenen VfL eingewirkt hätte.

Nach einer knappen halben Stunde stellt Karim Matmour, Gladbachs algerischer Dauerbrenner und -läufer, bei dem das Auf und Ab so beständig ist wie bei einer Sinuskurve, die beste Abwehr der Rückrunde erneut vor erhebliche Probleme. Sein brillanter Pass in die Gasse erreicht Bradley, der mutterseelenallein vor dem Tor an Benaglio scheitert. Der Schweizer hat sich mittlerweile einen Passat als Spieltagsprämie verdient. Für seinen kläglichen Abschluss müsste Michael Bradley eigentlich zwangsweise auf einen Golf II umsatteln. Die 28. Minute sorgt somit für den vorerst letzten Paukenschlag einer ersten Hälfte, die zwei Mannschaften aus grundverschiedenen Tabellenregionen auf Augenhöhe sah.

Als die beiden Vereine für Leibesübungen aus der Kabine kommen, ist es mit dem Duell auf Augenhöhe kurzzeitig vorbei. Denn die Borussia dominiert wie schon zu Beginn des Spiels die Anfangsminuten. Eine Ecke von Marin erreicht den Strafraum ausnahmsweise nicht wie ein gefühlvoll geschlagener, langer Ball, sondern mit dem Schnitt und der Flugkurve einer gefährlichen Brandfackel. Am langen Pfosten steht Colautti und macht alles richtig – fast alles. Sein Kopfball klatscht an eben jenen langen Pfosten. Benaglio wäre so chancenlos gewesen, dass er wahrscheinlich sogar seinen Prämienwagen behalten hätte, wenn der Ball in Netz geflogen wäre. Der Schweizer Keeper war sogar zu weit weg, um ihn vorbeizugucken. Erst war man nicht kaltschnäuzig genug, jetzt kommt auch noch Pech dazu. In der Folge ist die Borussia zwar bemüht. Doch diese Bewertung stand bekanntlich noch nie für ein herausragendes Arbeitszeugnis.

Taktikfüchse bei der Sportschau

In circa einhundert Metern Entfernung schlüpft derweil Wolfsburgs Tor-des-Jahres-Schütze in spe, „Bleistiftspitze” Grafite, allmählich aus seinem Kokon. Vor Logan Bailly erweist er sich jedoch, anders als inzwischen zur Gewohnheit geworden, nicht als Raupe Nimmersatt und vergibt mehrere Möglichkeiten, das Spiel zu entscheiden. Hans Meyer hat mittlerweile Alberman für Galasek gebracht. Der Methusalem von der Doppel-Sechs hatte in Hälfte eins den 13 Jahre jüngeren Edin Dzeko abgelaufen und musste nach 59 Minuten vermutlich diesem Ben-Johnson-Sprint Tribut zollen. In der Sportschau ist am Abend von einer „taktischen Änderung” die Rede. Außerdem kommt zwanzig Minuten vor dem Ende Neuville für Baumjohann und gleicht den Erfahrungsverlust durch die Herausnahme von Galasek gleich wieder aus.

In der Zwischenzeit entscheidet Hannover das Spiel gegen die Hertha zu seinen Gunsten. Bochum zieht in Hoffenheim mit 3:0 von dannen und Cottbus hat gegen Bielefeld die Nase vorn. Drei der vier unmittelbaren Konkurrenten punkten dreifach – der Vierte, Bielefeld, ist verhindert, sonst würde die Arminia vermutlich auch einen Sieg für sich und gegen die Borussia einfahren. Eine Viertelstunde vor dem Ende, als der tote Fasan so langsam seine Botschaft enthüllt, kann nur noch der Ausgleich gegen Wolfsburg diesen Samstag retten. Sonnenschein und 25 Grad werden da ganz schnell nebensächlich.

Während tote Vögel wenig Gutes verheißen, kann eine Einwechslung von Steve Gohouri bei eigenem Rückstand eigentlich nur eine frohe Botschaft überbringen. Marko Marin ist an der linken Strafraumecke zum wiederholten Male gefoult worden. Hans Meyer nutzt die Gunst der Pause für seinen dritten Wechsel, nimmt Matmour vom Feld und schickt Gohouri ins Getümmel – sicherlich nicht mit der Aufforderung, hinten dicht zu machen.

Marins Freistoß segelt wenige Sekunden später in den Strafraum, als wolle er einen Bumerang in die frühsommerliche Luft zeichnen. Dann schlägt der Ball im Netz ein und torpediert erstmals seit vier Wochen wieder Fußball-Adrenalin durch meine Adern. Das Glücksgefühl befördert mich bis unters Stadiondach, wo ich in Ekstase vierzig Klimmzüge mache. Zurück auf dem Boden weiß ich gar nicht, wen ich zuerst (er-)drücken soll. Meine Mutter ist auf der Woge der Begeisterung drei Blöcke gen Westen geschwappt, also muss Sitznachbar Luca dran glauben. Sein Vater weilt gerade auf der Toilette und wird aus abergläubischen Gründen bis zum Saisonende dort verharren müssen.

Keine Macht der Geschichtsklitterung

In der Annahme, die schwarze Stirn, die den Ball ins Tor befördert hat, gehörte zu Steve Gohouri, will ich schon lauthals „Hans Meyer, Trainergott” skandieren. Doch plötzlich taucht die 31 auf der Anzeigetafel auf und ich schreie ein wenig enttäuscht „Dante” ins weite Rund. Ich hätte jetzt lügen und aus dramaturgischen Gründen Gohouri das Tor zuschreiben können. 1963, als selbst das erste Bundesligator von Timo Konietzka den Kameras entgangen ist, wäre Geschichtsklitterung dieser Art vielleicht möglich gewesen. Doch wer nimmt mir sowas heute noch ab?

Also bleiben wir bei der Wahrheit – auch wenn es im Fall der letzten zehn Spielminuten verdammt weh tut. Die emotionsgeladenen Anfeuerungsrufe von den Rängen sollen ursprünglich wohl die Dankbarkeit für eine gute Leistung widerspiegeln, die durch Dantes Ausgleich belohnt worden ist. Doch irgendwie begeht die Borussia in den nächsten Minuten einen folgenschweren Interpretationsfehler. Es hat den Anschein, sie wolle aufs Ganze gehen und die volle Punktzahl mitnehmen. Wolfsburg geht die Schlussphase von einem ähnlichen Standpunkt aus an und sorgt somit dafür, dass Qualität am Ende doch die Nase vorn hat.

Gladbachs Sprung auf einen Nichtabstiegsplatz hat erst vier Minuten Bestand, als Sascha Riether beinahe alles wieder rückgängig macht. Doch Logan Bailly wird erstmals seit einigen Spielen wieder zum Titan und packt einen Reflex aus, mit dem er jedes Insekt dieser Welt erlegt hätte. Knapp 50.000 liefern auf der Tribüne eine astreine Torwart-Imitation ab und befördern den Ball mit einem entschlossenen Schwinger ebenfalls aus der virtuellen Gefahrenzone. Kollektiver Kampf gegen das Abstiegsgespenst.

Dante und Riether – in trauter Zusammenarbeit zum 1:2

Nur zwei Minuten später wird aus gemeinschaftlichem Kampf jedoch kollektive Trauer. Und irgendwie kommt es, wie es kommen muss. Ein Schuss von Dzeko gelangt auf Umwegen in den Strafraum, wo sich Dante und Riether im Schlagen von Luftlöchern messen. Das Duell endet unentschieden – denn beide treffen den Ball genau einmal, mit verheerenden Folgen für den einen und freudigen für anderen. In trauter Zusammenarbeit bugsieren sie den Ball an Logan Bailly vorbei. 50.000 Köpfe sinken von jetzt auf gleich zwischen die Schultern.

Die Tatsache, dass mit Dante ein und derselbe Hauptdarsteller an den Toren beteiligt ist, verdeutlicht die Ambivalenz bei der Borussia. Mehrfach läuft er in Hälfte eins Grafite den Ball ab, so dass sein Landsmann lange Zeit kaum einen Stich bekommt. Dann wiederum trottet er seelenruhig mit dem Ball am Fuß durch den eigenen Strafraum, während das „Hintermann” aus 50.000 Kehlen im Fremdsprachenwirrwarr verpufft. In der 79. Minute erzielt er den sehnsüchtig erwarteten Ausgleich, um sein erstes Bundesligator fast eigenhändig wertlos zu machen. Zwei Gesichter, die den VfL am Ende um den Lohn seiner harten Arbeit bringen könnten.

Ziemlich konsterniert starre ich nach dem Abpfiff aufs Spielfeld. Die zwölfte Reihe bahnt sich ihren Weg in Richtung Ausgang, während ich mich noch kurz sammeln muss. Die Mannschaft bedankt sich aufrecht und keineswegs mit hängenden Schultern für die Unterstützung. Einerseits hat sie sich den Applaus verdient, andererseits bin ich es satt, immer wieder für null Punkte und eine Partie, auf die sich aufbauen lässt, zu applaudieren. Auf jeden Aufbau aufzubauen – das bringt irgendwann auch den Einsturz.

punkteentwicklung-platz-15Nach dem Bochum-Spiel habe ich angemahnt, dass vermutlich viel mehr Punkte für den Klassenerhalt vonnöten sein werden, als manch einer momentan prophezeit. Die Hochrechnungen waren auf 33 gestiegen, bis zum Saisonende schien ein Fünfzehnter, der mit 36 Zählern die Klasse hält, nicht unmöglich. Und prompt hat sich der Trend an den letzten beiden Spieltagen umgekehrt. Bielefeld wird nach dem derzeitigen Stand der Dinge die Saison mit 30,2 Punkten abschließen – 31 würden damit genügen, um an den Westfalen vorbeizuziehen. Seit dem 20. Spieltag sahen die „Umfragewerte” für die Abstiegskandidaten nicht mehr so bescheiden aus.

Innerhalb weniger Wochen hat sich nämlich ein amtlicher Siebenkampf auf einen Tabellenkeller mit drei Mannschaften reduziert. Der KSC scheint weg vom Erstligafenster zu sein. Frankfurt, Hannover und Bochum haben sich mit mindestens fünf Punkten Vorsprung auf Rang 16 vorerst in sorglosere Sphären befördert. Bielefeld, Gladbach, Cottbus – drei Mannschaften, drei Schicksale, die zu vergeben sind. Einer wird sich sofort retten können, einer in die Relegation gehen und einer den direkten Weg ins Unterhaus antreten müssen. Die Wahrscheinlichkeit drinzubleiben ist zur 50:50-Angelegenheit geworden.

Cottbus und Bielefeld haben noch je fünf Gegner aus der oberen Tabellenhälfte, während die Borussia mit Bayern, Schalke, Dortmund und Leverkusen nur noch auf deren vier trifft. Man muss nicht gleich konstatieren, dass die Borussia die besten Chancen auf den Klassenerhalt hat. Aussichtslos ist ihre Position jedoch beileibe auch nicht – vor allen Dingen nicht, wenn sie die beherzten und spielerisch guten Auftritte gegen die Großen endlich auch gegen direkte Konkurrenten auf den Rasen bringt.

Auf dem Weg zum Bus passieren wir erneut den zerrissenen Fasan, der seinen Liegeradius in der Zwischenzeit erweitert hat. Drei Stunden nach der ersten Begegnung hat er seine Botschaft eindrucksvoll übermittelt. Eine frohe war es nicht.

13. April 2009 von Jannik Sorgatz
Kategorien: Fohlengeflüster | 2 Kommentare

Kommentare (2)

  1. mal wieder ein punktgenauer Bericht.hab ich auch alles genau so gesehen wie Du ( nur vorm Fernseher ) und bin zumindest erleichtert, dass nicht ich Schuld an der bitteren Niederlage bin. Nachdem ich gegen Bochum und dann in Karlsruhe im Stadion war, dachte ich schon, es liegt an mir oder an bestimmten Ritualen von mir….aber eine Frage beschäftigt mich…..soll ich für das Spiel gegen Lev. nach Düsseldorf.??.nicht auszudenken, wenn ich vor Ort bin und der Abstieg wrd besiegelt…wo bleibt die Hoffnung ?

  2. The point you’ve mentioned here is well taken but you will have to realize that you can find always going for being the detractors.

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